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Binance droht Rückschlag in der EU: Griechenland will MiCA-Antrag ablehnen

Binance droht Rückschlag in der EU: Griechenland will MiCA-Antrag ablehnen
Ananthu C U
16. Juni 2026, 16:03 PM

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Coinbase (COIN)

COIN kaufen. Sollte Binance seinen MiCA-Zulassungspfad verlieren, verlagern sich EU-Nutzer und -Volumina zu bereits zugelassenen Börsen. COIN profitiert direkt von „Compliance-first“-Strömen und dürfte in Europa höhere Handelsaktivität und ein positiveres Sentiment verzeichnen.

Kernrisiko: Griechenland verzögert oder revidiert die Ablehnung, sodass Binance weiterhin vollständig in der EU aktiv bleibt und die Dringlichkeit zur Nutzerabwanderung entfällt.

Kraken (private) / Kraken-bezogene Exponierung

Kraken-Exponierung über einen gelisteten Proxy kaufen: Nutzen Sie einen Korb von Krypto-Börsen, der Kraken enthält, sofern verfügbar, oder kaufen Sie einen Proxy an einem regulierten Handelsplatz wie COIN, falls Kraken nicht direkt handelbar ist. Die Investmentthese bleibt gleich: MiCA-konforme Plattformen gewinnen Marktanteile, während Binance einem Durchsetzungsrisiko ausgesetzt ist.

Kernrisiko: Aufsichtsbehörden lockern die Durchsetzung oder gewähren Binance während laufender Berufungsverfahren einen Betriebsweg, wodurch Gewinnchancen für konforme Wettbewerber begrenzt würden.

  • Binance droht, den Zugang zur EU zu verlieren, falls die MiCA-Lizenz abgelehnt wird.
  • Griechische Aufsichtsbehörde könnte Binances Antrag ablehnen, berichtet Reuters.
  • Coinbase und Kraken könnten vom EU-Rückschlag für Binance profitieren.

Binance, die weltweit größte Kryptowährungsbörse, steht in Europa vor einer bedeutenden aufsichtsrechtlichen Herausforderung.

Der Antrag auf eine Lizenz im Rahmen des neuen Krypto-Regelwerks der Europäischen Union soll Berichten zufolge abgelehnt werden, was das Unternehmen nach Juni daran hindern könnte, weiterhin Kunden im gesamten EU-Binnenmarkt zu betreuen.

Zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen teilten Reuters mit, dass die griechische Hellenic Capital Market Commission (HCMC) voraussichtlich Binances Antrag auf Zulassung nach den Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Vorschriften ablehnen werde.

Die Entscheidung würde Binance die erforderliche Genehmigung entziehen, die benötigt wird, um nach Ablauf der Übergangsfrist am 1. Juli 2026 in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union tätig zu sein.

Die Entwicklung erfolgt, während Kryptounternehmen darum kämpfen, die MiCA-Anforderungen zu erfüllen – ein wegweisendes Regulierungsrahmenwerk, das einheitliche Regeln für digitale Vermögenswerte innerhalb der EU schaffen soll.

Binances MiCA-Antrag steht unter Unsicherheit

Nach MiCA müssen Krypto-Unternehmen eine Zulassung von einer nationalen Aufsichtsbehörde innerhalb der EU erhalten, um Passporting-Rechte zu erlangen, die ihnen erlauben, Dienstleistungen im gesamten Binnenmarkt anzubieten.

Binance reichte seinen Antrag im Januar 2026 über die griechische Marktaufsicht ein.

Das Unternehmen hatte zuvor Griechenland als bevorzugten regulatorischen Standort in Europa benannt und dabei auf Vorteile bei der Arbeitskräf­teverfügbarkeit und der Sicherheit verwiesen.

Der Antrag soll nun jedoch abgelehnt werden, berichtete Reuters.

Ein Vertreter der Hellenic Capital Market Commission lehnte eine Stellungnahme zu Binances Antrag mit Verweis auf Vertraulichkeitsauflagen ab.

Ohne eine MiCA-Lizenz wäre Binance ab Beginn des Juli nicht mehr berechtigt, in der EU tätig zu bleiben.

Unlizenzierte Plattformen könnten von nationalen Aufsichtsbehörden mit Durchsetzungsmaßnahmen, Geldstrafen oder Einschränkungen belegt werden, sollten sie weiterhin Dienstleistungen anbieten.

Binance betont Vertrauen in Compliance-Bemühungen

Binance widersprach Andeutungen, wonach sein Antrag die aufsichtsrechtlichen Vorgaben nicht erfüllt habe.

Ein Unternehmenssprecher sagte Reuters, Binance verfolge den Erhalt einer MiCA-Lizenz und habe während des gesamten Prozesses eng mit den Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet.

Der Sprecher erklärte, die Börse habe in den vergangenen 18 Monaten mit den Regulatoren zusammengearbeitet und sei der Ansicht, die für eine Zulassung erforderlichen Anforderungen erfüllt zu haben.

Binance fügte hinzu, man gehe davon aus, dass die HCMC ihre Prüfung abgeschlossen habe und der Antrag als mit den MiCA-Anforderungen konform angesehen worden sei.

„Die HCMC hat keinerlei formale Hinweise auf das Gegenteil gegeben“, sagte der Sprecher gegenüber Reuters.

Anfang dieses Jahres hob Binance-Co-CEO Richard Teng die Vorteile Griechenlands als regulatorischen Standort hervor.

Teng sagte im Februar, dass Griechenlands Arbeitskräfte und Sicherheitsprofil dem Land gegenüber größeren europäischen Finanzzentren einen Vorteil verschafften.

Damals betonte er, die endgültige Lizenzentscheidung liege bei den europäischen Aufsichtsbehörden.

Auswirkungen auf Binance und den europäischen Kryptomarkt

Eine mögliche Ablehnung stellt einen erheblichen Rückschlag für Binance in einem der weltweit größten regulierten Kryptomärkte dar.

Europa bleibt eine wichtige Region für den Handel mit digitalen Vermögenswerten, und MiCA ist zu einem zentralen Rahmenwerk für Unternehmen geworden, die langfristigen Marktzugang anstreben.

Die Unsicherheit um Binances Antrag könnte Wettbewerber begünstigen, die bereits eine MiCA-Zulassung erhalten haben.

Börsen wie Coinbase und Kraken könnten somit Nutzer anziehen, die innerhalb der Europäischen Union vollständig konforme Handelsplattformen suchen.

Marktteilnehmer beobachten außerdem die potenziellen Auswirkungen auf den nativen BNB-Token von Binance und den breiteren Kryptowährungsmarkt; einige Analysten gehen davon aus, dass die Nachrichten zu kurzfristiger Volatilität beitragen könnten.