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Goldman Sachs bereit, Strafe von 2 Milliarden Dollar zu zahlen, um 1MDB-Skandal beizulegen

Goldman Sachs bereit, Strafe von 2 Milliarden Dollar zu zahlen, um 1MDB-Skandal beizulegen
Michael Harris
23. Dez. 2019, 14:22 PM
  • Goldman Sachs ist bereit, eine Strafe von 2 Mrd. Dollar zu zahlen, um den 1MDB-Skandal beizulegen.
  • Die Investmentbank verhandelt mit dem US-Justizministerium und den malaysischen Behörden.
  • Goldmans asiatische Tochtergesellschaft wird wahrscheinlich einen Verstoß gegen das US-Anti-Korruptionsgesetz eingestehen.
  • Der ehemalige Goldman-Partner Tim Leissner bekannte sich schuldig.
  • Die Goldman-Aktie hat 2019 bisher einen Kursanstieg von 37% verzeichnet.

Goldman Sachs verhandelt derzeit mit dem US-Justizministerium über den 1MDB-Skandal. Wie aus Quellen hervorgeht, hat die amerikanische Investmentbank zugestimmt, eine Strafe von 2 Milliarden Dollar für ihre Rolle in dem Skandal zu zahlen.

Goldmans asiatische Tochtergesellschaft will Verstoß gegen das US-Anti-Korruptionsgesetz zugeben

Es wurde berichtet, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien und wahrscheinlich Anfang 2020 ein Abkommen getroffen werde. In den kommenden Wochen könnte Goldmans asiatische Tochtergesellschaft den Vorwurf eines Verstoßes gegen das Anti-Korruptionsgesetz in den USA akzeptieren.

Der 1MDB-Skandal verfolgt die Investmentbank und ihren CEO, David Solomon, seit 2018. Goldman-Banker waren angeblich in einen Betrug verwickelt, bei dem ein malaysischer Finanzier beträchtliche Mittel aus dem 1MDB-Fonds entwendet haben soll. Der Fonds wurde mit insgesamt 6,5 Milliarden Dollar bewertet und war entscheidend für die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.

In einer früheren Erklärung hatte Goldman erklärt, dass nur zwei seiner Ex-Mitarbeiter an dem Betrug beteiligt gewesen seien. Der ehemalige Goldman-Partner Tim Leissner hatte die Vorwürfe 2018 zugegeben. Leissner wurde letzte Woche jede weitere Tätigkeit in der Finanzbranche für die Zukunft untersagt. 

Sprecher des US-Justizministeriums sowie der Investmentbank weigern sich derzeit, die Nachrichten zu kommentieren. Sollte es Goldman Sachs gelingen, den 2-Milliarden-Dollar-Deal mit dem US-Justizministerium abzuschließen, so hilft dies Analysten zufolge der Bank, den durch den Skandal erlittenen Schaden einzudämmen. Im schlimmsten Fall jedoch, so Mike Mayo von Wells Fargo, könnten die Kosten für die Beilegung des Skandals bis zu 5 Milliarden Dollar für Goldman Sachs betragen. 

Malaysische Behörden erstatten Strafanzeige gegen Goldman Sachs 

Die Analysten fügten hinzu, dass sich nur die asiatische Tochtergesellschaft und nicht Goldman Sachs selbst schuldig bekennen solle und dass dies der Investmentbank helfen werde, das potenzielle Risiko für ihr weltweites Geschäft zu minimieren.   

Andererseits ist Goldman Sachs auch in Verhandlungen mit den malaysischen Behörden, um den Skandal beizulegen. Malaysia hat gegen die Investmentbank Strafanzeige erstattet. 

Trotz des Skandals hat Goldman Sachs seine Stärke an der Börse mit einem beeindruckenden Kursgewinn von 37% in diesem Jahr behauptet.  Nach den Nachrichten über Verhandlungen mit dem US-Justizministerium und den malaysischen Behörden verzeichnete die Aktie am Donnerstag jedoch einen leichten Rückgang um 92 Cent, als sie den Tag bei 229,55 $ schloss. Der in der letzten Woche erreichte Kurs von 231 $ markierte ein Jahreshoch für Goldman Sachs.