Kraken-Börsenanfragen 2019 um 50 % gestiegen

Kraken-Börsenanfragen 2019 um 50 % gestiegen
Ali Raza
08. Jan. 2020, 18:13 PM
  • Laut Kraken Krypto-Börse, stieg die Zahl der regulatorischen Anfragen um 50% im Jahr 2019, im Vergleich zu 2018.
  • Über 60% der Anfragen kamen aus den USA, wo das FBI mit rund 116 Anfragen in einem Jahr führt, während die SEC nur 20 Anfragen verschickte.
  • In der Zwischenzeit steigen die Kosten für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften weiter an, was Krypto-Unternehmen weiterhin aus den USA verdrängt.

Das Jahr 2019 brachte viele Veränderungen für die Kryptoindustrie mit sich, und obwohl die Preise sicherlich eine bessere Performance zeigten als 2018, war nicht jeder Aspekt der Branche positiv. Laut der populären Krypto-Börse Kraken stiegen die strafverfolgungsuntersuchungen im vergangenen Jahr um 50% im Vergleich zu 2018.

Gleichzeitig stiegen auch die ‘Compliance’-Kosten, was Kraken das vergangene Jahr etwas erschwerte.

Kraken teilte kürzlich eine Infografik aus seinem Bericht mit dem Titel „Transparenzbericht 2019“ mit, in der angegeben wurde, dass in einem Jahr bis zu 710 Anfragen eingegangen sind. Dies sind einige Anfragen mehr als 475, so viele erhielt die Börse im Jahr 2018.

Inzwischen stammte mehr als die Hälfte der Anfragen (432) von Agenturen mit Sitz in den USA. Nach Krakens Aussage führen die USA mit 61% der gesamten Anfragen, was einer Reduzierung von 66% ab 2018 entspricht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die USA weniger Anfragen gesendet haben – es zeigt nur, dass andere Regionen aufholen und der Trend zu steigen beginnt.

Die ‘Befolgungs-Kosten werden zu einem großen Hindernis für Kryptofirmen

Kraken weist ferner darauf hin, dass die Kosten für die Einhaltung der Vorschriften steigen, auch wenn der Markt relativ flach ist. Trotzdem ist es interessant zu sehen, welche der US-Agenturen am meisten an behördlichen Anfragen interessiert sind, und Kraken hat diese Daten ebenfalls gesichert.

Offensichtlich ist das FBI mit rund 116 Anfragen im Jahr 2019 führend. Es folgte die DEA, die 73 Anfragen sandte, während der ICE der Homeland Security Investigations 65 sendete. Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde schickte dagegen kaum 20 Anfragen.

Aufgrund der gestiegenen Kosten und des Drucks all dieser Agenturen entscheiden sich jedoch zahlreiche Unternehmen dafür, US-Benutzer zu sperren und international zu werden, wie Kraken selbst im vergangenen Jahr feststellte. Wieder einmal scheinen die USA einen falschen Schritt zu machen, wenn es darum geht, mit der Kryptoindustrie umzugehen, Unternehmen in die Welt zu drängen und den Vorteil zu verlieren, den sie bei der Eroberung der Krypto-Welt hatten.