Die Reserve Bank of India lehnt das Verbot von Kryptowährungen ab

Die Reserve Bank of India lehnt das Verbot von Kryptowährungen ab
Ali Raza
24. Jan. 2020, 15:42 PM
  • Die Reserve Bank of India (RBI) hat kürzlich erklärt, dass ihr "Krypto-Verbot" eigentlich gar kein Verbot ist, da sie den Handel oder die Verwendung digitaler Währungen nicht verbieten kann.
  • In einem Dokument, das im September 2019 dem indischen Obersten Gerichtshof vorgelegt wurde, behauptete die Bank, dass ihr "Verbot" nur Institutionen und Einrichtungen umfasst, die von ihr reguliert werden.
  • Die Anordnung besagt, dass keine von der RBI beaufsichtigte Stelle mit Kryptowährungen zu tun hat und auch keine Dienstleistungen für andere Personen erbringen darf, die damit zu tun haben könnten.

Indien befindet sich derzeit an einem wichtigen Scheideweg. Derzeit läuft ein Gerichtsverfahren der Reserve Bank of India gegen Crypto. Wie sich wahrscheinlich viele erinnern, hat die RBI vor einiger Zeit beschlossen, Kryptowährungen im Land zu verbieten, und jetzt versuchen Kryptofreunde, das Gericht davon zu überzeugen, die Entscheidung umzukehren, indem sie ein schlagkräftiges Argument für Kryptos, ihre Anwendungsfälle und ihr Potenzial gleichermaßen vorlegen.

In einer neuen Entwicklung wies die RBI jedoch darauf hin, dass sie Kryptowährungen innerhalb des Landes nicht „verbietet“. Sie teilte lediglich den von ihr regulierten Stellen mit, dass sie im Land keine Krypto-Assets anbieten dürfen. Dies ist laut RBI kaum dasselbe wie ein generelles Verbot digitaler Währungen.

RBI vs Crypto fährt mit einer neuen Enthüllung fort

Über die neue Entwicklung berichtete die Economic Times of India, die am 21. Januar einen Artikel veröffentlichte, in dem ein Dokument zitiert wurde, das die Bank bereits im September 2019 beim Obersten Gerichtshof von Indien eingereicht hatte. Das Dokument besagt, dass die Bank alle beaufsichtigten Stellen angewiesen hatte von ihm, keine Dienstleistungen für jemanden zu erbringen, der sich mit Krypto befasst, unabhängig davon, ob es sich um eine Einzelperson oder eine Entität handelt.

Das Krypto-Drama in Indien dauert schon lange an, seit die RBI im April 2018 ihr "Krypto-Verbot" ausgesprochen hat. Damals erklärte die Bank, dass sie ein hohes Risiko im Zusammenhang mit Kryptowährung beobachtet hatte, was die Bestellung inspirierte, nicht mit jemandem zu arbeiten, der mit Krypto handelt.

Viele im Land glaubten jedoch, dass die Bank ihre Autorität überschritten hatte, und die Internet and Mobile Association of India (IAMAI) - eine gemeinnützige Organisation, die sich dem digitalen Wachstum verschrieben hatte - erhob sich dagegen. Die Gruppe beantragte die Aufhebung der Entscheidung, was schließlich zum indischen Obersten Gerichtshof führte, der in der letzten Woche fast ausschließlich Anhörungen durchführte.