Coronavirus-Fieber: Panik unter Rohstoffanlegern wegen neuem Virus

Coronavirus-Fieber: Panik unter Rohstoffanlegern wegen neuem Virus
Written by:
Damian Wood
25th Januar, 11:00
Updated: 23rd Juni, 08:02
  • Händler auf der ganzen Welt sind in Panik, nachdem vor ein paar Tagen in der größten Nation der Welt, China, ein Virus ausbrach.
  • Coronavirus hat bisher 26 Menschenleben gefordert und mehr als 800 weitere in einem kritischen Zustand zurückgelassen.
  • Wenn die Situation anhält, warnen Experten, dass dies das Wachstum Chinas bremsen könnte und die Preise für Agrar-, Material- und Energierohstoffe die jüngsten Gewinne nach einem erfolgreichen Phase-1-Handelsabkommen mit den USA schmälern könnten.

Es ist offiziell eine internationale Katastrophe: Händler auf der ganzen Welt geraten in Panik, nachdem vor einigen Tagen im größten Land der Welt, China, ein Virus ausbrach. Coronavirus hat bisher 26 Menschenleben gefordert und mehr als 800 weitere in einem kritischen Zustand zurückgelassen.

China spielt eine Schlüsselrolle im Rohstoffhandel, und ausländische Investoren haben nach dem Ausbruch des tödlichen Virus ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Es wurden Reiseverbote erlassen, mit weiteren Vorsichtsmaßnahmen wird in den kommenden Tagen gerechnet.

Während die Pharmaaktien Berichten zufolge stark zulegen, haben Rohstoffe aufgrund von Störungen aufgrund globaler Ängste einen Einbruch erlitten.

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Das Virus soll bis in die USA vorgedrungen sein und Tag für Tag Menschenleben fordern.

Experten warnen jetzt davor, dass der Ausbruch in den größten Staaten der Welt die Nachfrage nach wichtigen Rohstoffen wie Düsentreibstoff, Stahl und dem kürzlich geschlossenen Phase-One-Handelsabkommen zwischen den USA und China mit mehreren anderen Produkten gefährden könnte.

Die Anleger wurden von der Verbreitung des Virus erschreckt, auch wenn das Ausmaß des Ausbruchs unbekannt ist. Der letzte signifikante Rückgang der Rohstoffe war 2003 während der SARS-Krise zu verzeichnen. Wenn das Virus Chinas Wachstum bremst, könnten die Preise für Agrar-, Material- und Energierohstoffe nach erfolgreichen Handelsgesprächen mit den USA die jüngsten Gewinne schmälern.

Mit einer weiteren Herausforderung, die in die Märkte rutscht, könnten die Rohstoffpreise wieder einmal ins Stocken geraten.

Die Eskalation des Virus kommt zu einer Zeit, in der Chinas Hauptreisezeit vor der Tür steht. Die Situation zwingt die Händler, potenzielle Risiken auszulagern, was den Druck auf die Rohstoffpreise erhöht.

Die möglicherweise notwendigen Reiseverbote haben die Situation nicht verbessert, da Analysten einen starken Rückgang der einzelnen Rohstoffpreise prognostizieren.

Beispielsweise wird erwartet, dass Reiseverbote die Treibstoffpreise und den Reifengummi beeinträchtigen. Darüber hinaus können Bauarbeiter, die nach den Neujahrsferien nicht mehr arbeiten können, einen weiteren Rückgang der Stahlpreise und der damit verbundenen Rohstoffe auslösen.

In einer Notiz warnten die Analysten von Goldman Sachs, dass die aktuelle Krise bei Erreichen des SARS-Niveaus die Nachfrage nach Rohöl von den Märkten um 260.000 BPD senken würde.

Einer der Analysten des Unternehmens, Damien Courvalin, erklärte: „Die anfängliche Unsicherheit über das potenzielle Ausmaß der Epidemie könnte zu einem größeren Kursabverkauf führen, als es die Fundamentaldaten vermuten lassen. Ein solcher Schritt könnte sich in der Tat sowohl durch die aktuellen großen netto-langen spekulativen Positionen im Öl als auch durch die durch das chinesische Neujahr verursachten Überwachungsherausforderungen verschärfen. “

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