Die neue Schweizer AML-Regel beschränkt nicht identifizierte Krypto-Zahlungen auf 1000 US-Dollar

Die neue Schweizer AML-Regel beschränkt nicht identifizierte Krypto-Zahlungen auf 1000 US-Dollar
Written by:
Ali Raza
9th Februar, 19:51
Updated: 11th März, 09:00
  • Die Schweizer Gesetzgeber haben kürzlich die Kryptoregeln des Landes überarbeitet, was zu einigen neuen Änderungen geführt hat.
  • Die bemerkenswerteste der Änderungen war die Reduzierung des Betrags, den jede Person in kryptografischer Form senden kann, bevor sie identifiziert und ihre Transaktion gemeldet werden muss.
  • Nach einer Entscheidung aus dem letzten Jahr lag das Limit für nicht identifizierte Kryptotransaktionen bei rund 5.100 US-Dollar, der Betrag wurde jedoch auf rund 1.020 US-Dollar gesenkt.

Jüngsten Berichten zufolge hat die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) eine neue GwG-Regelung verabschiedet. Nachdem zuvor nicht berücksichtigte Risiken festgestellt worden waren, hat die Aufsichtsbehörde des Landes gestern, am 7. Februar, beschlossen, das Limit für nicht identifizierte Transaktionen zu verringern.

Das Limit, das zuvor bei 5.000 CHF (5.100 USD) lag, wird jetzt auf ein Fünftel des Betrags oder 1.000 CHF (1.020 USD) gesenkt. Die Änderung erfolgte unmittelbar nach dem Inkrafttreten der beiden jüngsten Gesetze – Financial Institutions Act und Financial Services Act -, die am 1. Januar in Kraft getreten sind.

Die Gesetzgeber des Landes werden außerdem bis zum 9. April dieses Jahres eine Konsultation zu zusätzlichen Vorschriften abhalten.

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Die neuen Regeln

Nach dem, was bekannt ist, gab es mehrere wichtige Änderungen, eine der größten war die Normalisierung der natürlichen Vorschriften des Landes mit den FATF-Richtlinien vom Juni letzten Jahres. Mit anderen Worten, die Aufsichtsbehörde hat das Limit für nicht identifizierte Krypto-Austauschvorgänge auf 1.000 USD gesenkt.

Unternehmen oder Finanzdienstleister, die Krypto-Zahlungen verwenden, müssen daher Daten zu Personen sammeln, die diese Grenze überschreiten, und die Daten müssen den Behörden regelmäßig zur Überprüfung vorgelegt werden. Die Änderung ist nicht besonders überraschend, wenn man bedenkt, dass in Ländern auf der ganzen Welt die Verschärfung der Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche erheblich zugenommen hat.

Mit der Umsetzung der neuen Richtlinie räumt die FINMA ein, dass erhöhte Geldwäscherisiken in Angriff genommen werden müssen. In der Zwischenzeit hat die EU kürzlich auch ihre 5AMLD (5. Geldwäscherichtlinie) umgesetzt, und die neue Richtlinie befasst sich insbesondere mit bestimmten Arten von Transaktionen mit digitalen Währungen. Das bemerkenswerteste der neuen Regeln ist die ziemlich strenge Anforderung, dass umfangreiche Kundendaten erfasst und gemeldet werden.

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