Ölpreise erholen sich trotz Trump's Kommentaren nicht

Ölpreise erholen sich trotz Trump's Kommentaren nicht
Michael Harris
15. März 2020, 19:15 PM
  • Trump sagt, dass die USA Öl für ihre strategische Erdölreserve kaufen werden
  • Es wird geschätzt, dass die USA Platz für weitere 90 Millionen Barrel haben
  • Rohöl erholt sich nicht, da der Verkaufsdruck immer noch sehr stark ist

Die Rohölpreise konnten sich trotz der Äußerungen von Präsident Donald Trump, dass die USA große Mengen Rohöl für ihre Reserven kaufen wollen, nicht deutlicher erholen.

Fundamentalanalyse: "Füllen Sie es bis zum Rand", sagt Trump

Die Ölpreise sind diese Woche aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus, der die Weltwirtschaft mehr als erwartet schädigen wird, zusammen mit dem Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland weiter gesunken.

Nach der Einführung eines Reiseverbots für Flüge von Europa in die USA, das die Nachfrage nach Öl weiter senken wird, hat Trump auch einen nationalen Notfall ausgerufen. Er nutzte auch die Gelegenheit, um zu sagen, dass die USA "große Mengen Rohöl" für das Strategic Petroleum Reserve (SPR) kaufen werden.

Es wird geschätzt, dass die Kapazität der Strategic Petroleum Reserve bereits zu 90% voll ist. Dennoch können mehr als 90 Millionen Barrel Öl gekauft und gelagert werden.

Aufgrund der niedrigen Ölpreise haben die in den USA ansässigen Ölproduzenten wie Apache, Devon und Murphy Oil ihre Budgets bereits um rund 30% gekürzt.

Technische Analyse: Ein toter Katzensprung

Nach Trumps Ausführungen stiegen die Rohölpreise leicht an und schlossen die Woche bei 33,25 USD. Insgesamt schlossen die Ölpreise den schwachen Wert um fast 20% und markierten damit die dritte Woche in Folge mit starken Verlusten.

Die obige Grafik zeigt, dass die Rohölpreise weiterhin in der Nähe der mehrjährigen Tiefststände gehandelt werden. Die Preisbewegung erholte sich von der aufsteigenden Trendlinie, aber die Unfähigkeit der Bullen, eine signifikantere Erholung zu inszenieren, ist besorgniserregend.

Das Tief von 26,07 USD im Jahr 2016 ist auch das 17-Jahrestief für Rohöl. Dies ist immer noch das Hauptziel für die Bären. Für die Bullen muss sich die Preisbewegung zuerst über 43 USD bewegen.

Zusammenfassung

Die Rohölpreise konnten sich trotz Trumps Äußerungen, dass die USA Rohöl für ihre Reserven kaufen werden, nicht wesentlich erholen. Der Ausbruch des Coronavirus belastet weiterhin die Rohölpreise, da die Weltwirtschaft voraussichtlich viel schneller schrumpfen wird als bisher angenommen.