Die Bank of England senkt die Rate erneut auf 0,1%, um die wirtschaftlichen Auswirkungen von Coronavirus zu bekämpfen

Die Bank of England senkt die Rate erneut auf 0,1%, um die wirtschaftlichen Auswirkungen von Coronavirus zu bekämpfen
Wajeeh Khan
21. März 2020, 10:48 AM
  • Die Bank of England senkt die Rate erneut auf 0,1%, um die wirtschaftlichen Auswirkungen von Coronavirus zu.
  • Die BoE sagt, dass ihr Anleihekaufprogramm um 645 Milliarden Pfund erweitert wird, um die Wirtschaft zu.
  • PM Johnson befiehlt den Schulen, vorübergehend zu schließen, um die Ausbreitung des grippeähnlichen Virus zu.
  • Der britische Finanzminister Rishi Sunak kündigt ein Darlehensprogramm für Unternehmen in Höhe von 330 Mrd.
  • Zu den 2.644 bestätigten Fällen von Coronavirus in Großbritannien gehört auch die Gesundheitsministerin Nadine

Die Coronavirus-Pandemie trifft weiterhin die Finanzmärkte und Volkswirtschaften insgesamt, da die Welt darum kämpft, die schnelle Ausbreitung des grippeähnlichen Virus einzudämmen, das bisher über 1,55.000 Menschen infiziert und rund 9.000 Todesfälle verursacht hat.

In einer jüngsten Entwicklung hielt die Bank of England (BoE) am Donnerstag ein Treffen zur Notfallpolitik ab, das zu einer weiteren Senkung der Zinssätze auf 0,1% führte. Die britischen politischen Entscheidungsträger stimmten auch dafür, das Anleihekaufprogramm der BoE zu beschleunigen. Die Maßnahmen vom Donnerstag zielen laut BoE darauf ab, das Land vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des anhaltenden Gesundheitsnotfalls zu schützen.

BoE sagt, dass sein Anleihekaufprogramm um £ 645 Milliarden erweitert wird

Die Zinssenkung am Donnerstag bedeutet eine Reduzierung um 15 Basispunkte gegenüber den vorherigen 0,25%, die die Bank of England Anfang März angekündigt hatte. In Bezug auf den Anleihekauf sagte die BoE, dass das Programm voraussichtlich um 645 Mrd. GBP erweitert wird. Die britischen politischen Entscheidungsträger hatten zuvor ein Ziel von deutlich niedrigeren 200 Mrd. GBP für das Anleihekaufprogramm festgelegt.

Laut der Erklärung der BoE vom Donnerstag würden die zusätzlichen Käufe von Vermögenswerten hauptsächlich an britische Staatsanleihen gerichtet sein. Die Zentralbank verpflichtet sich, die vorgenannten Käufe so schnell wie möglich operativ abzuschließen.

Das Vereinigte Königreich ist nicht das einzige Land, das im wirtschaftlichen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eine aggressive Haltung eingenommen hat. Mehrere andere Zentralbanken haben in letzter Zeit ebenfalls auf enorme fiskalische Anreize zurückgegriffen, um die Wirtschaft in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen. Die US-Notenbank und die australische Reservebank haben beispielsweise Anfang dieser Woche eine zweite Notzinssenkung angekündigt.

PM Johnson ordnet vorübergehende Schließung von Schulen an

Bisher hat Großbritannien 2.644 bestätigte Fälle des grippeähnlichen Virus und 128 Todesfälle gemeldet. Zu den Infizierten gehört auch die britische Gesundheitsministerin Nadine Dorries. PM Johnson verhängte auch ein Reiseverbot und befahl den Schulen, vorübergehend zu schließen, um das Risiko des tödlichen Virus zu minimieren. Mehrere Unternehmen stellten auch den Betrieb zur Bekämpfung von Coronavirus ein.

Anfang dieser Woche kündigte der britische Finanzminister Rishi Sunak am Dienstag eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 330 Mrd. GBP in Form von Darlehen für Unternehmen an, die den größten Schlag in der Coronavirus-Krise erlitten haben.

Das Pfund Sterling hat nach der Zinssenkung der BoE am Donnerstag auf dem Devisenmarkt Fuß gefasst. GBP / USD stieg von einem Tief von 1,1475 auf ein Tageshoch von 1,1790. Ein Teil des Gewinns ging jedoch später am Tag verloren, als Cable derzeit bei 1,1670 die Hände wechselte.