Zoom Aktienkurs öffnet 11% niedriger bei erneuten Datenschutzbedenken

Zoom Aktienkurs öffnet 11% niedriger bei erneuten Datenschutzbedenken
Written by:
Michael Harris
7th April, 10:03
  • Tausende von privaten Zoom-Videomitschnitten sind in letzter Zeit online erschienen
  • Analyst der Credit Suisse stufte das Rating der Aktie von neutral auf unterdurchschnittlich herab
  • Die Aktien von Zoom haben die Woche mehr als 11% niedriger eröffnet

Die Aktien von Zoom Video Communications (NASDAQ: ZM) eröffneten die Woche um mehr als 11% niedriger aufgrund neuer Vorwürfe bezüglich der schwierigen Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen des Unternehmens.

Fundamentalanalyse: Fordert eine Verbesserung der Sicherheitsmerkmale, Analysten werden bärisch gegenüber der Aktie

Die Washington Post berichtete, dass Tausende von privaten Videoaufnahmen von Zoom online durchgesickert sind, darunter Geschäftstreffen, private Gespräche zu Hause, Online-Kurse mit Details zu Schulkindern usw.

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Zoom gab eine Erklärung ab und forderte seine Benutzer auf, vorsichtig zu sein, wo sie Videos speichern.

„Sollten sich die Gastgeber später dafür entscheiden, ihre Sitzungsaufzeichnungen an einem anderen Ort hochzuladen, fordern wir sie auf, äußerste Vorsicht walten zu lassen und gegenüber den Sitzungsteilnehmern transparent zu sein, wobei sorgfältig zu prüfen ist, ob die Sitzung sensible Informationen enthält und den berechtigten Erwartungen der Teilnehmer entspricht“, sagte das Unternehmen in einer Erklärung an die Post.

Diese Videos wurden im Online-Speicher gefunden und ohne Kennwörter gespeichert. Eine einfache Online-Suche nach diesen Arten von Videos ergibt daher rund 15.000 Videos.

Invezz berichtete zuvor, dass mindestens zwei US-Staatsanwälte weitere Informationen über Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Privatsphäre von dem Unternehmen eingeholt haben.

„Wir sind alarmiert über die Vorfälle mit dem Zoom-‚Bombenangriff‘ und bitten das Unternehmen in Abstimmung mit anderen Staatsanwälten um weitere Informationen über seine Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen“, sagte der Generalstaatsanwalt von Connecticut, William Tong.

Zoom-‚Bombardierung‘ bezieht sich auf die Situation, in der böswillige Akteure Zoom-Anrufe eingeben und diese durch anstößige Bilder mit Bildschirmfreigabe stören.

In der Zwischenzeit senkte der Analyst der Credit Suisse, Brad Zelnick, das Zoom-Aktienrating von neutral auf unterdurchschnittlich, wobei das Kursziel jedoch von 95 auf 105 Dollar heraufgesetzt wurde.

„Wir loben Zoom als Superheld der aktuellen Gesundheitskrise, obwohl unsere Verantwortung als Aktienanalysten uns dazu zwingt, große Unternehmen von großen Aktien zu unterscheiden“, sagte Zelnick.

Der Hauptgrund für die Herabstufung ist laut Zelnick die Tatsache, dass die Aktie mit dem 40-fachen der Konsensschätzungen für den Umsatz 2020 gehandelt wird.

Technische Analyse: Aktienkurs nähert sich der Kaufzone

Nach dem heutigen Rückzug ist der Zoom-Aktienkurs nun um etwa 35% von den Rekordhochs vor zwei Wochen zurückgegangen. Seit der Markteröffnung ist es der Zoom-Aktie gelungen, etwa die Hälfte ihrer Verluste aus der Zeit vor dem Börsengang wieder wettzumachen.

Wochen-Chart für Zoom-Aktien (TradingView)

Das heutige Tief kommt der wichtigen horizontalen Unterstützung bei $ 107,38 sehr nahe, wo wir ein erhebliches Kaufinteresse erwarten können. Auf der positiven Seite kann die Zone um die $135 ein weiteres Verkaufsinteresse erzeugen.

Zusammenfassung

Die Aktien von Zoom haben die neue Woche mehr als 11% niedriger eröffnet, nachdem neue Berichte über den Mangel an Privatsphäre und Sicherheit in der Umgebung der Video-App von Zoom aufgetaucht sind. Darüber hinaus stufte der Analyst der Credit Suisse die Aktie auf eine Underperformance zurück, mit einem Kursziel von $105.

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