Google befreit Nachrichtenorganisationen für fünf Monate von Gebühren für die Anzeigenschaltung

Google befreit Nachrichtenorganisationen für fünf Monate von Gebühren für die Anzeigenschaltung
Written by:
Wajeeh Khan
20th April, 10:21
Updated: 28th April, 13:49
  • Google verzichtet fünf Monate lang auf die Gebühren für die Anzeigenschaltung für Nachrichtenorganisationen.
  • Der U.S.-Technologieriese erforscht weitere Möglichkeiten, Nachrichtenorganisationen finanziell zu unterstützen.
  • Facebook kündigte im März eine Finanzierung für Nachrichtenorganisationen im Wert von 80 Millionen Pfund an.

In seiner Ankündigung am Freitag sagte Google (NASDAQ: GOOGL), dass es in den kommenden 5 Monaten den Nachrichtenverlagen die geringe Gebühr für Anzeigen nicht mehr in Rechnung stellen werde. Die Gebühr lässt die Nachrichtenverlage entscheiden, welche Anzeigen sie auf ihren Online-Anzeigen schalten möchten.

Die andauernde Coronavirus-Pandemie veranlasste eine breite Liste von Werbetreibenden, Marketingbudgets zu kürzen, um Geld zu sparen und den wirtschaftlichen Schlag der Gesundheitskrise abzufedern. Ein solcher Schritt der Werbetreibenden hat die Zeitungsverlage, einschließlich der Printmedien, schwer belastet.

Digitaler Inhalt würdigt als nächstes den Beitrag von Google

Der Chief Executive Officer, Jason Kint von Digital Content Next (Berufsverband der Medienindustrie) kommentierte am Freitag, dass die Branche alle Schritte begrüßt und schätzt, die ihr helfen sollen, die anhaltend wirtschaftlich schwierige Zeit zu überstehen. Kint fügte jedoch auch hinzu:

Sind Sie auf der Suche nach Schnell-Nachrichten, Hot-Tips und Marktanalysen? Melden Sie sich noch heute für den Invezz-Newsletter an.

„Aber wir wären töricht zu glauben, dass sich dadurch andere begründete Bedenken bezüglich Googles Dominanz über das digitale Anzeigengeschäft ändern.

Alphabet Inc. (die Muttergesellschaft von Google) nennt das Anzeigenschaltungstool ‚Google Ad Manager‘. Das Tool ist bei den Nachrichtenverlegern sehr beliebt, da es ihnen ermöglicht, tausend Anzeigen für einen vernachlässigbaren Preis von nur wenigen Cent zu schalten. Für Verleger, die noch kleinere Betriebe suchen, ist der Dienst kostenlos. Inmitten der Coronavirus-Krise hat der amerikanische Technologieriese jedoch beschlossen, die damit verbundenen Gebühren für Nachrichtenverlage für 5 Monate ganz zu erlassen.

Für Verleger sind ihre Geschäfte mit Technologiepartnern wie Google, die es ihnen ermöglichen, Slots für Anzeigen zu versteigern, jedoch eine größere Ausgabe.

Google betonte in seiner Ankündigung vom Freitag auch, dass das Team engagiert daran arbeitet, weitere Möglichkeiten zu erkunden, wie es Nachrichtenorganisationen finanziell unterstützen kann.

Facebook kündigte £80 Millionen zur Finanzierung von Nachrichtenorganisationen an

Aufgrund des steigenden Drucks auf Nachrichtenorganisationen aufgrund der Pandemie hatte Facebook außerdem eine Finanzierung für Nachrichtenverleger in Höhe von 80 Millionen Pfund einschließlich Werbeausgaben angekündigt.

Alphabet schloss letzte Woche mit 1.018 Pfund pro Aktie am Aktienmarkt, was einem Rückgang von bisher rund 7% im Jahr 2020 entspricht. Am 23. März war die Aktie bis auf 843 £ pro Aktie gefallen. In den letzten vier Wochen hat sich Alphabet am Aktienmarkt jedoch deutlich erholt.

Seine Leistung im Jahr 2019 war mit einem jährlichen Zuwachs von mehr als 25% recht positiv. Im Januar 2020 hatte sich Alphabet zusammen mit Amazon, Microsoft und Apple dem Billionen-Dollar-Club angeschlossen. Aufgrund der vom COVID-19 getriebenen Abwärtsrallye hat das Unternehmen nun jedoch einen erheblichen Teil seines Marktwertes verloren und ist nicht mehr Mitglied des Billionen-Dollar-Clubs.

Invezz verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Benutzererfahrung zu ermöglichen. Mit der Nutzung von Invezz akzeptieren Sie unsere privacy policy.