Bank of England überlegt einen eigenen CBDC

Bank of England überlegt einen eigenen CBDC
Written by:
Ali Raza
14th Juli, 13:16
Updated: 14th Juli, 13:17
  • Der Gouverneur der Bank of England sprach über die Möglichkeit, dass die Bank eigenen CBDC gründen könnte.
  • Der Gouverneur sprach darüber während des gestrigen Webinars mit Studenten.
  • Momentan, sagte er, prüfe die Bank sowohl die Möglichkeit als auch die potenziellen Auswirkungen.

Seit der Ankündigung der Libra auf Facebook, gefolgt von der Enthüllung des digitalen Yuan durch die People’s Bank of China, sind CBDCs (Central Bank Digital Currencies) weltweit zu einem sehr heißen Thema geworden. Zahlreiche Zentralbanken haben bereits mit der Erforschung von Kryptos begonnen, einige entwickeln sogar eigene Kryptos.

Auch die EU-Zentralbank wägt ihre Optionen ab, aber die Bank of England ebenso, wie kürzlich berichtet wurde.

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Der Gouverneur von Bank of England bestätigte es

Die Bestätigung, dass Englands Zentralbank erwägt, eine eigene digitale Währung einzuführen, kam direkt von ihrem Gouverneur, Andrew Bailey.

Bailey erörterte die Angelegenheit gestern, wie Bloomberg berichtete. In einer Diskussion mit seinen Studenten während des gestrigen Webinars sagte er, dass die Bank die mögliche Relevanz des CBDC in Betracht zieht.

Soweit bekannt ist, ist die Bank noch nicht bereit, mit der Entwicklung der Münze zu beginnen. Sie prüft jedoch die Möglichkeit, und sie wird dies vorerst auch weiterhin tun.

Bailey sagte, dass ein CBDC „enorme Auswirkungen auf die Art der Zahlungen und die Gesellschaft“ haben würde. Seiner eigenen Einschätzung zufolge wird die Bank wahrscheinlich in einigen Jahren auf eine Art digitale Währung zusteuern.

Diese Bestätigung kommt nur wenige Jahre nachdem die Direktorin für Banknoten und Chefkassiererin der Bank, Sarah John, erklärt hat, dass die Erforschung von Kryptowährungen von entscheidender Bedeutung ist. Dieser Kommentar kam während eines Gesprächs über den Wettbewerb privater Unternehmen bei der Schaffung von Kryptowährungen auf.

John sagte auch, dass die Zentralbanken erwägen müssten, ob der private Sektor der beste Anbieter digitaler Währungen sei oder nicht. Angesichts des Mangels an rechtlicher Klarheit, des mangelnden Verständnisses von Kryptos und der großen Unsicherheit in Bezug auf diese Technologie ist das Zögern der Zentralbanken, sich mit Kryptos zu befassen, verständlich. Die Tatsache, dass sie ihr Potenzial für die Zukunft erkennen, ist jedoch wahrscheinlich ein positives Zeichen für die Kryptobranche.

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