Analyst: Bankaktien ‚heiß begehrt‘

Analyst: Bankaktien ‚heiß begehrt‘
Geschrieben von:
Jayson Derrick
Dezember 1, 2020
  • Die Bankanalystin von Morgan Stanley stufte die Bank of America und die Aktie von JP Morgan doppelt herab
  • Die Analystin ist optimistisch bei Konsumfinanzierungsaktien
  • Zu den Top-Auswahlen des Unternehmens gehören unter anderem American Express, Capital One und andere

Bankaktien werden „überall heiß begehrt“, aber nicht alle Banken werden gleichermaßen profitieren, so die Morgan-Stanley-Analystin Betsy Graseck.

Optimismus bezüglich des Sektors

Morgan Stanleys Bankanalyst ist dem Sektor gegenüber positiver eingestellt, bevor mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus seinen Weg in die breite Öffentlichkeit finden, berichtete Bloomberg. Ein positiverer Ausblick auf die Wirtschaft wird zu einer „Welle“ von Reserveauflösungen und Kapitalrückzahlungen über einen Zeitraum von zwei Jahren führen.

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Daher revidierte die Analystin ihr Rating für den Großbanken- und Verbraucherfinanzsektor von „in-line“ auf „attraktiv“, so Bloomberg. Der optimistischere Ton basiert auf der Erwartung, dass die USA im nächsten Jahr um diese Zeit zu einem gewissen Grad zu einer „Normalisierung“ zurückkehren werden.

Jedoch nicht bei allen Aktien

Das heißt aber nicht, dass jede Bank-Aktie in diesem Sektor gekauft werden sollte. Ganz im Gegenteil, da Morgan Stanley bei Aktien wie Bank of America Corp (NYSE: BAC) und JPMorgan Chase & Co eine Baisse durchmachte (NYSE: JPM).

Tatsächlich verpasst der Analyst, sowohl der Bank of America als auch JPMorgan, mit einer doppelten Herabstufung jeweils ein Untergewicht-Rating.

Der Grund für die pessimistische Haltung bei den beiden Aktien beruht laut Bloomberg auf den strengeren Zeichnungsstandards der Bank of America. Die Herabstufung von JPMorgan basiert auf der Erwartung einer vorsichtigen Begrenzung der Kreditvergabe, um jegliche Aufwärtsdynamik, die aus den pandemiebedingten wirtschaftlichen Problemen entsteht, zu begrenzen.

Goldman Sachs Group Inc (NYSE: GS) blieb eine doppelte Herabstufung erspart. Vielmehr wurde die Aktie von „Equal-weight“ auf „Underweight“ herabgestuft. Der Analyst erwartet, dass die Einnahmen von Goldman Sachs sinken werden, wenn „die Marktvolatilität und die Dringlichkeit der Kapitalbeschaffungsaktivitäten (sowohl Eigen- als auch Fremdkapital) im nächsten Jahr nachlassen“.

Warum Konsumfinanzierungsaktien?

Aktien aus dem Bereich Konsumfinanzierung sind in Zukunft besser positioniert, da die Gruppe besser in der Lage ist, von der sinkenden Arbeitslosigkeit zu profitieren. Unterdessen ist der US-Verbraucher heute in besserer Verfassung als während der letzten Rezession, mit geringerer Verschuldung und höheren Hauspreisen.

Durch die zusätzlichen fiskalischen Anreize gehören die Konsumfinanztitel „zu den wenigen, die noch keine V-förmige Erholung widerspiegeln“, wie der Analyst von Bloomberg zitiert wurde.

Top-Aktienauswahl

Laut Bloombergs Rekapitulation der Mitteilung des Analysten gehören drei der Top-Picks des Marktforschungsunternehmens im Bankensektor dazu:

Ally Financial Inc (NYSE: ALLY) bleibt inmitten der anhaltenden Autoerholung attraktiv und ist „eine der besten“ Nettozinsmargen-Stories.

American Express Company (NYSE: AXP): Die Normalisierung bietet eine „Starthilfe“ für den Reise- und Spesensektor.

Capital One Financial Corp. (NYSE: COF): am besten positioniert, um Aktionäre mit umfangreichen Aktienrückkäufen zu belohnen.