Die SEB Bank schafft ihren eigenen Teil einer globalen Blockchain-Plattform

  • Mit Hilfe des Projekts versucht SEB, den Zeitaufwand für die Abwicklung von LC-Transaktionen zu minimieren
  • Die Plattform soll den aktuellen papierbasierten Prozess durch eine digitale Lösung ersetzen
  • Berichten zufolge bietet die Plattform eine Schnittstelle, über die Informationen nahtlos ausgetauscht

SEB, eine führende schwedische Bank, hat einen eigenen Teil einer internationalen Blockchain-Handelsplattform geschaffen. Die Bank gab diese Nachricht in einer offiziellen Pressemitteilung am 1. Dezember bekannt und stellte fest, dass sie eine eigene Produktionsumgebung unter Contour eingerichtet hatte, einer globalen Blockchain-basierten Plattform für Handelsfinanzierungstransaktionen, die Anfang Oktober dieses Jahres online ging.

Laut SEB nutzt die Produktionsumgebung die Blockchain-Technologie, um Bankprozesse zu vereinfachen. Derzeit führt die Bank eine Testumgebung durch, die vor dem bevorstehenden Start der Live-Produktionsumgebung in die Beta-Phase eintritt.

Laut der Pressemitteilung umfasst das Projekt eine Plattform, die den Zeitaufwand für die Verarbeitung von Transaktionen im Zusammenhang mit Akkreditiven minimieren soll. Laut SEB kann die Plattform die Vorlaufzeiten möglicherweise um bis zu 90% reduzieren, wodurch sich der Zeitaufwand für den Abschluss einer Transaktion von durchschnittlich 10 Tagen auf weniger als 24 Stunden verringert. Nach Angaben der Bank würde die neue Plattform den aktuellen papierbasierten Prozess durch eine digitale Lösung ersetzen.

Marina Sandquist von Trade Finance und ein Mitglied des Teams, das an der Implementierung der Plattform bei SEB arbeitet, sagte:

Entwicklung einer globalen Plattform

Laut SEB war es von Anfang an an der Entwicklung der Contour-Plattform beteiligt. Der erste Schritt in der Entwicklung der Plattform war vor fünf Jahren, als die Bank einem internationalen Bankenkonsortium beitrat, das sich aus führenden Banken wie der Bangkok Bank, BNP Paribas, CTBC, HSBC, ING, Standard Chartered und Citi zusammensetzte. Diese Koalition führte zur Gründung von R3, einem in den USA ansässigen Unternehmen, das später eine Blockchain-Infrastrukturplattform namens Corda gründete.

SEB ist seit 2017 Mitinhaber von R3. Laut Pressemitteilung startete ein Projekt die Entwicklung einer Handelsfinanzierungslösung auf der Corda-Plattform. Berichten zufolge hat Contour diese Lösung weltweit in Betrieb genommen. Kristina Söderberg, Venture Capital, und Helen Seeman, globale Produktmanagerin für Trade Finance, Transaction Services, werden SEB im Vorstand des Unternehmens vertreten.

Ein Sektor mit großem Potenzial

Bisher haben bereits mehr als 80 Banken und Unternehmen in 17 Ländern die Technologie getestet, um Transaktionen unter anderem mit Rohstoffen, petrochemischen Produkten, Energie und Metall zu vereinfachen. SEB ist daher der Ansicht, dass das Potenzial der Technologie enorm ist.

Laut Sandquist,