Silberpreis steigt, da das verarbeitende Gewerbe wichtiger Volkswirtschaften expandiert

Geschrieben von: Faith Maina
Januar 4, 2021
  • Der Silberpreis notiert bei 27,10 $, was einem Anstieg von 2,97% entspricht
  • China, Japan, Südkorea und Indien verzeichneten eine Steigerung der Aktivitäten ihres verarbeitenden Sektors
  • Der Anstieg der COVID-19-Fälle hat die Nachfrage nach Silber als "sicheren Hafen" erhöht

Am Montag stieg der Silberpreis um 2,97% und notierte bei 27,10 $. Der Aufwärtstrend war eine Reaktion auf die EMI-Werte für das verarbeitende Gewerbe aus verschiedenen wichtigen Volkswirtschaften. China, Japan, Südkorea und Indien verzeichneten allesamt eine Steigerung der Aktivitäten ihres verarbeitenden Sektors. Investoren beobachten auch die EMI-Daten des verarbeitenden Gewerbes in Großbritannien, Europa, den USA und Kanada. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach Silber als „sicherer Hafen“ gestiegen, während die Zahl der Coronavirus-Fälle zunimmt.

Silberpreis

Länder verzeichnen Expansion ihres verarbeitenden Gewerbes

Der Silberpreis reagiert auf die EMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe, die heute an verschiedenen Märkten veröffentlicht werden. Aufgrund seines Status als Industriemetall wirken sich die Aktivitäten in den verarbeitenden Sektoren der wichtigsten Volkswirtschaften auf seine Preise aus. Der Caixin EMI für das verarbeitende Gewerbe in China gehört zu den Zahlen, die am Montag die Aufmerksamkeit von Anlegern, die Silber kaufen wollen, erregt haben.

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Laut IHS Markit liegt der EMI für das verarbeitende Gewerbe im Dezember bei 53,0. Im Vergleich dazu lag der Wert im November bei 54,9. Analysten erwarteten, dass der Wert in diesem Monat nur um einen Punkt auf 54,8 fallen würde. Obwohl die Zahlen niedriger als erwartet sind, liegen sie immer noch über 50. Dies bedeutet, dass das verarbeitende Gewerbe in China im Dezember expandierte, wenn auch mit geringerem Tempo.

Gleichzeitig blieb der südkoreanische Nikkei EMI für das verarbeitende Gewerbe unverändert gegenüber dem Wert von 52,9 im November. In Japan lag der Wert bei 50,0. Experten erwarteten, dass der Wert mit dem Vormonatswert von 49,7 übereinstimmen würde. In Indien ist der Nikkei Markit EMI für das verarbeitende Gewerbe mit 56,4 niedriger als erwartet ausgefallen. Analysten rechneten im Dezember mit einem Wert von 56,6 im Vergleich zu 56,3 im Vormonat.

Im weiteren Verlauf des Tages wird der Silberpreis auf die EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe aus Großbritannien, Kanada, den USA und Europa reagieren. In der Eurozone erwarten Experten, dass die Zahlen unverändert bei 55,5 geblieben sind. Ein ähnliches Szenario wird auch für Deutschland vorhergesagt. Analysten sagen voraus, dass die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe des Landes den zweiten Monat in Folge bei 58,6 liegen wird.

In Italien, Frankreich und Spanien liegen die Schätzungen über den Zahlen des Vormonats. Die Investoren werden außerdem gespannt sein, ob die Daten aus den USA und Kanada die Werte des Vormonats von 56,5 bzw. 55,8 übertreffen werden.

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Anstieg der COVID-19-Fälle steigert die Nachfrage nach Silber als „sicheren Hafen“

Der Silberpreis reagiert ebenfalls auf die steigende Nachfrage nach dem Metall als „sicherer Hafen“. Die Coronavirus-Fälle sind im neuen Jahr weiter angestiegen. In Japan erwägt die Regierung die Verhängung des Ausnahmezustands in Tokio. Die Überlegung resultiert aus den steigenden COVID-19-Zahlen. Am 31. Dezember 2020 verzeichnete das Land einen Rekord von 4.520 neuen Fällen.

Im Vereinigten Königreich liegen die Coronavirus-Fälle nach dem neuen Virusstamm weiterhin auf Rekordniveau. Der britische Premierminister, Boris Johnson, hat daraufhin strenge Sperrmaßnahmen angedeutet. Die Situation in den USA ist nicht besser, das Land verzeichnete gestern 194.337 neue Fälle.