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Preisprognose für Erdgas nach Äußerungen von Präsident Putin

Preisprognose für Erdgas nach Äußerungen von Präsident Putin
Faith Maina
07. Okt. 2021, 13:44 PM
  • Der Erdgaspreis fiel am Mittwoch als Reaktion auf Putins Äußerungen zu einer Erhöhung des Angebots
  • Die Preise sind angesichts der Energiekrise in Europa immer noch deutlich höher als normal
  • Die Anleger sind gespannt auf den prognostizierten Nachfrageanstieg in der kommenden Wintersaison

Der Erdgaspreis ist an der New York Mercantile Exchange auf rund 5,75$ pro eine Million britische Wärmeeinheiten gesunken. In der vorangegangenen Sitzung fiel der Rohstoff von 6,52$ - dem höchsten Stand seit Februar 2014. Trotz des Rückgangs liegt er immer noch um 138,06% höher als zu Beginn des Jahres.

Versorgungsprobleme

Der Preisanstieg vom Mittwoch war eine Reaktion auf die Äußerungen des russischen Präsidenten, dass sein Land sich darauf vorbereite, das Angebot zu erhöhen, um die in die Höhe schießenden Energiepreise zu stabilisieren. Nach Ansicht von Experten ist einer der Gründe für die steigenden Erdgaspreise die Zurückhaltung Russlands bei den Lieferungen.

Während Putins Äußerungen einen Hoffnungsschimmer darstellen, sind die Anleger immer noch gespannt auf den erwarteten Anstieg der Nachfrage in der kommenden Wintersaison. Die Europäische Union hat sogar davor gewarnt, dass die steigenden Energiepreise zu einer höheren Inflation führen könnten. Die Situation hat sich auf die Industrieproduktion auf dem Kontinent ausgewirkt, da einige Unternehmen ihre Produktion reduzieren mussten.

Die Erdgaspreise werden auch auf den EIA-Lagerbericht reagieren, der am Donnerstag veröffentlicht wird. Nach Angaben der Behörde lag die Menge des im Untergrund gelagerten Gases in der Woche bis zum 24. September bei 3.170 Milliarden Kubikfuß (Bcf). Dies entspricht einem Anstieg von 88 Bcf gegenüber der Vorwoche. Der Bestand liegt 15,4% unter der Menge, die im vergangenen Jahr in einem ähnlichen Zeitraum verzeichnet wurde. Er liegt auch 6,3% unter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 3.383 Bcf.

Die Daten kommen einen Tag, nachdem die Rohölbestandszahlen derselben Agentur einen unerwarteten Anstieg zeigten. Der verzeichnete Anstieg von 2,346 Millionen Barrel ist geringer als die 4,578 Millionen der Vorwoche. Analysten hatten jedoch mit einem Rückgang von 418.000 Barrel gerechnet. Der Ölpreis fiel zwar als Reaktion auf diese Daten, bleibt aber über der wichtigen Marke von 80$ pro Barrel.

Verschiedene Experten, darunter John Driscoll von JTD, sind der Meinung, dass der Rohölpreis aufgrund seines Status als Alternative zum unterversorgten Erdgas im letzten Quartal des Jahres weiter steigen wird. Auch bei steigenden Erdgasvorräten dürften die Preise höher als üblich bleiben, da der Markt einen härteren Winter prognostiziert.