EUR/USD bildet vor den Inflationsdaten der Eurozone eine Abwärtsflagge

By: Crispus Nyaga
Crispus Nyaga
Crispus ist ein aktiver Trader, wo er bei Capital.com verfolgt und kopiert wird. Er lebt in Nairobi mit seiner… mehr lesen.
on Jan 20, 2022
  • Das EUR/USD-Währungspaar hat ein Abwärtsflaggenmuster gebildet
  • Dieses Muster zeigte sich vor den jüngsten Daten zur Verbraucherinflation
  • Dieses Währungspaar wird wahrscheinlich einen Abwärtstrend erleben

Das EUR/USD-Währungspaar bildete ein Abwärtsflaggenmuster, nachdem die Rendite 10-jähriger deutscher Benchmark-Anleihen am Mittwoch positiv wurde. Es handelt bei 1,1353, während Händler auf den bevorstehenden Verbraucherpreisindex (VPI) der Eurozone und die Daten zu den US-Arbeitslosenanträgen warten.

Inflationsdaten der Eurozone

Das statistische Amt der Eurozone hat vor zwei Wochen die vorläufigen Inflationsdaten für den Block veröffentlicht. Am Donnerstag wird es den endgültigen Wert veröffentlichen. Auf der Grundlage der vorherigen Zahlen erwarten Ökonomen, dass die Verbraucherinflation in der Eurozone im Dezember auf 5% gestiegen ist, während die Kerninflation auf 2,6% gestiegen ist.

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Wie auch in anderen Ländern ist die Eurozone aufgrund der anhaltenden globalen Lieferkettenprobleme einem Inflationsdruck ausgesetzt. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Russland im Zusammenhang mit der Ukraine haben ebenfalls zur Krise beigetragen und die Gaspreise in die Höhe getrieben.

Am Mittwoch reagierte der EUR/USD auf die jüngsten VPI-Daten aus Deutschland. Nach Angaben von Destatis stieg die Inflation in Deutschland von 5,2% im November auf 5,3% im Dezember.

Das Währungspaar tendierte auch höher, nachdem sich der Ausverkauf deutscher Staatsanleihen beschleunigte. Die 10-jährige Bundesanleihe stieg zum ersten Mal seit über zwei Jahren über 0%.

Diese Entwicklung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Analysten davon ausgehen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im September mit der Anhebung der Zinssätze beginnen wird. Zuvor hatten Ökonomen damit gerechnet, dass die EZB im Oktober in Aktion treten würde.

Am wichtigsten ist, dass es Anzeichen dafür gibt, dass die EZB bis 2023 aus ihrem Negativzinsumfeld aussteigen wird. Das wäre ein wichtiger Schritt, wenn man bedenkt, dass die EZB seit Jahren in diesem Bereich steht.

Die steigenden Anleiherenditen in Europa sind eine Erleichterung für europäische Anleger, die in den letzten Jahren unter negativen Renditen gelitten haben. Für die Regierungen, die mit steigenden Kreditkosten konfrontiert sind, ist dies jedoch eine schwierige Situation.

EUR/USD-Prognose

EUR/USD

Das 2-Stunden-Chart zeigt, dass das EUR/USD-Paar zu Beginn dieser Woche stark rückläufig war. Es fiel auf ein Tief von 1,1315 und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 11. Januar. Das Paar hat ein Abwärtsflaggenmuster gebildet und ist unter die Ichimoku Cloud gefallen. Die Abwärtsflagge ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass der Kurs sinken wird. Sollte dies der Fall sein, wird das nächste wichtige Niveau, das Tief dieser Woche bei 1,1315 sein.

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