EUR/USD-Prognose: Abwärtstrend erwartet für 2022

EUR/USD-Prognose: Abwärtstrend erwartet für 2022
Crispus Nyaga
01. Jan. 2022, 16:01 PM
  • Das EUR/USD-Währungspaar befand sich im Jahr 2021 in einem Abwärtstrend
  • Von ihrem Höchststand im Jahr 2021 ist der Kurs um etwa 8% zurückgegangen
  • Wir erklären, was im Jahr 2022 zu erwarten ist

Das EUR/USD-Währungspaar erlebte 2021 ein schwieriges Jahr, da die Anleger über die starke Erholung der US-Wirtschaft und den stärkeren Dollar nachdachten. Es liegt bei 1,1373 und damit etwa 8% unter dem Höchststand im Jahr 2021.

Fokus auf Fed und EZB

Das EUR/USD-Währungspaar gab im Jahr 2021 nach, nachdem die US-Notenbank andeutete, dass sie ihre Geldpolitik im Jahr 2022 weiter straffen wird. Auf ihrer jüngsten Sitzung beschloss die Fed, den Umfang ihrer Reduzierung der Anleihenkäufe auf 30 Mrd. $ zu erhöhen. Es besteht die Hoffnung, dass die Bank ihr Programm zur quantitativen Lockerung im März beenden wird.

Das Dotplot der Fed zeigte auch, dass die Bank ihren Zinserhöhungszyklus im Kampf gegen die steigende Inflation beginnen wird. So erwarten Analysten, dass die Bank drei Zinserhöhungen vornehmen und den Leitzins bis Ende des Jahres auf etwa 1% anheben wird.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hingegen hat sich in den letzten Monaten eher neutral verhalten. Die Bank hat zwar das Tempo der Anleihenkäufe verlangsamt, doch hat sie darauf bestanden, dass sie die Zinsen nicht bald anheben wird.

Der größte Katalysator für das EUR/USD-Währungspaar werden daher die Maßnahmen der EZB und der US-Notenbank sein.

Die anderen wichtigen Katalysatoren für das Paar werden die Trends bei der Omicron-Variante sein. Jüngste Daten zeigen, dass die Zahl der Fälle in den USA und den europäischen Ländern sprunghaft gestiegen ist. In dieser Woche wurde in den USA eine Rekordzahl von Fällen gemeldet, da der tägliche Anstieg auf mehr als 300.000 gestiegen ist. Der gleiche Trend ist auch in der Europäischen Union zu beobachten.

Der EUR/USD-Kurs wird auch auf die Zwischenwahlen in den USA reagieren, die im November stattfinden werden. Analysten erwarten, dass die Republikaner das Repräsentantenhaus und den Senat zurückgewinnen werden, was zu einem Stillstand in Washington führen wird. Darüber hinaus werden wichtige geopolitische Ereignisse Auswirkungen auf das Währungspaar haben.

EUR/USD Prognose

Das Tages-Chart zeigt, dass sich das EUR/USD-Paar in den letzten 12 Monaten in einem Abwärtstrend befunden hat. In jüngster Zeit hat das Paar jedoch eine rückläufiges Flaggenmuster gebildet und ist unter den 25- und 50-Tage gleitenden Durchschnitt gefallen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) hat sich von der überverkauften Marke von 30 auf aktuell 55 bewegt.

Daher gehe ich davon aus, dass das Währungspaar sein Abwärtstrend wieder aufnehmen wird, da die Baissiers das wichtige Unterstützungsniveau bei 1,1185 anpeilen, das in diesem Jahr den niedrigsten Stand darstellte.