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USD/JPY-Prognose: US- und BoJ-Devisenintervention geht nach hinten los

USD/JPY-Prognose: US- und BoJ-Devisenintervention geht nach hinten los
Crispus Nyaga
13. Aug. 2026, 06:24 AM

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USD/JPY – Long-Position

USD/JPY kaufen. Der Interventionsschock ebbt ab, der ADX steigt (~37) und der Kurs versucht, den 25-Tage-EMA zurückzuerobern; 160 ist das nächste klare Aufwärtsziel. Das Carry-Trade bleibt die dominierende Kraft: Japans Zinssatz liegt weiterhin weit unter dem der USA, daher bleibt die Yen-Nachfrage strukturell schwach, sofern die BoJ die Zinserhöhungen nicht beschleunigt.

Kernrisiko: Die BoJ (oder die USA) interveniert erneut aggressiv und bricht das Carry-Trade-Momentum, wodurch USD/JPY wieder unter den zurückeroberten gleitenden Durchschnitt fällt.

Wahrscheinlichkeit BoJ-Zinserhöhung (Sep) – Long

Auf steigende JPY-Zinsen setzen durch eine Position, die von einer 25-Basispunkte-Erhöhung der BoJ im September profitiert: Long-Exposure auf japanische Kurzfristzinsen (z. B. JPY-Zinsfutures oder Optionen, die an Erwartungen an die Geldpolitik der BoJ gekoppelt sind). Der Artikel verweist auf einen Anstieg der Wahrscheinlichkeit auf 68 %; falls dies eintritt, sollte USD/JPY fallen, da die Zinsdifferenz schrumpft.

Kernrisiko: Die BoJ verzögert oder signalisiert keine weiteren Zinserhöhungen, was die September-Wahrscheinlichkeit zunichtemacht und die Renditedifferenz zwischen den USA und Japan erneut vergrößert.

  • Das USD/JPY-Paar hat sich in den vergangenen Tagen erholt.
  • Es gibt Anzeichen dafür, dass die jüngste Intervention nach hinten losging.
  • Der Anstieg ist auf die große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan zurückzuführen.

Der japanische Yen setzte seinen jüngsten Rückzug fort und erreichte seinen niedrigsten Stand seit dem 31. Juli, nachdem die jüngste US-Intervention nach hinten losgegangen war. Das USD/JPY-Paar stieg auf 159,43 und liegt damit 2,72 % über seinem diesmonatigen Tiefstand. 

Rückzug des japanischen Yen geht weiter, da das Carry-Trade zunimmt

Das USD/JPY-Paar stürzte Anfang dieses Monats stark ab und erreichte seinen niedrigsten Stand seit Mai, nachdem die Administration von Donald Trump ihre größte Intervention seit Jahren durchgeführt hatte. Dabei wandelte sie einen Teil ihrer Eurobestände in japanischen Yen um, ein Schritt, der europäische Regierungsvertreter überraschte.

Die Bank of Japan (BoJ) griff ebenfalls ein und pumpte Milliarden Dollar in Yen-Käufe. Dies geschah, nachdem das Paar auf 163,96 gesprungen war, seinen höchsten Stand seit Jahrzehnten. 

Die Trymp-Administration intervenierte, um zu verhindern, dass die BoJ ihre Verkäufe von US-Staatsanleihen intensiviert, was die Renditen hätte steigen lassen. Bereits seit Monaten liegt die 30-jährige Rendite über 5 %. Und diese Woche verkaufte die US-Regierung zehnjährige Anleihen zu der höchsten Rendite seit Jahren. 

Historisch haben Devisenmarktinterventionen tendenziell nur kurzfristige Auswirkungen auf die Währung. Ein gutes Beispiel ist, wie der japanische Yen am 30. April nach einer BoJ-Intervention anstieg und dann seinen Abwärtstrend wieder aufnahm.

Die zentrale Problematik für den japanischen Yen ist, dass die Bank of Japan im Vergleich zur Federal Reserve niedrige Zinsen beibehält. Sie hat die Zinsen kürzlich auf 1 % angehoben, den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Dieser Zinssatz liegt jedoch deutlich unter dem in den USA, wo die Zinsen in diesem Jahr zwischen 3,50 % und 3,75 % liegen.

Das hat zur Folge, dass USD/JPY zu einem Carry-Trade-Paar geworden ist. Ein Carry-Trade ist eine Situation, in der Investoren sich in einem Land mit niedrigen Zinsen verschulden und in ein Land mit hohen Zinsen investieren. In diesem Fall leihen sie sich in Japan und investieren in den USA.

Dementsprechend glauben Analysten, dass der japanische Yen nur dann eine nachhaltige Aufwärtsbewegung gegenüber dem USD erleben wird, wenn die BoJ die Zinsen weiter anhebt. Die BoJ hat angedeutet, dass sie die Zinsen dieses Jahr weiter anheben könnte. Eine Umfrage auf Polymarket zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer 25-Basispunkte-Anhebung im September auf 68 % gestiegen ist.

Separat reagierte das USD/JPY-Paar nur verhalten auf die jüngsten US-Nonfarm-Payrolls und die Verbraucher-Inflationsdaten. Der Arbeitsmarktbericht zeigte, dass die US-Wirtschaft im Juli 23.000 Stellen verlor, während die Arbeitslosenquote auf 4,2 % sank. Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht zeigte zudem, dass die US-Inflation im Juli etwas nachließ. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr unverändert halten wird.

Wie geht es beim USD/JPY-Paar weiter?

USD/JPY

USDJPY-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass das USD/JPY-Paar in den vergangenen zwei Wochen wieder zulegen konnte, da die Wirkung der Intervention nachlässt. Es ist nun auf 159,46 gestiegen und versucht, den 25-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) zu durchbrechen. 

Der Average Directional Index (ADX) ist weiter gestiegen und notiert bei 37, dem höchsten Wert seit Monaten, ein Zeichen dafür, dass der Aufwärtstrend anhält. Daher ist der Weg des geringsten Widerstands für das Paar nach oben gerichtet; das nächste wichtige Ziel ist 160. Ein Anstieg über dieses Niveau würde auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeuten.

Einziger Vorbehalt ist, dass die BoJ und die USA mögliche Interventionen angedeutet haben, was bedeutet, dass diese Gewinne sich leicht wieder umkehren können.