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Goldman Sachs: Ein weiterer Rückgang des SPX um 12% ist möglich

Goldman Sachs: Ein weiterer Rückgang des SPX um 12% ist möglich
Wajeeh Khan
15. Feb. 2022, 18:35 PM
  • Laut David Kostin könnte SPX bis auf 3.900 fallen, wenn die Inflation weiterhin stärker als erwartet steigt
  • Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Russland sind einer der Gegenwinde für die US-Aktien
  • Der Referenzindex S&P 500 hat das Jahr schlecht begonnen und liegt derzeit rund 7% im Minus

Der S&P 500 Index hatte einen schwierigen Start in das Jahr und ist derzeit um 7% seit Jahresbeginn gefallen, und Goldman Sachs warnt davor, dass der makroökonomische Gegenwind zu einem weiteren Rückgang des Leitindex um 12% führen könnte.

Was könnte zu einem so scharfen Abstieg führen?

Die US-Inflation kletterte im Januar auf 7,5%, und David Kostin von Goldman Sachs forderte sieben Zinserhöhungen im Jahr 2022.

In einer kürzlichen Notiz warnte der Chefstratege für US-Aktien bei der Wall Street Bank jedoch, dass der SPX auf 3.900 fallen könnte, wenn die Inflation weiterhin stärker als erwartet ansteigt, und forderte die US-Notenbank auf, eine noch aggressivere Haltung bei der Anhebung der Zinsen einzunehmen.

Die zunehmenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland im Zusammenhang mit dessen Invasion in der Ukraine gehören laut Kostin zu den Gegenwinden, die die US-Aktien belasten könnten. Ebenfalls am Dienstag gab das US Bureau of Labor Statistics bekannt, dass der Erzeugerpreisindex im Januar um 1% gestiegen ist – und damit die Erwartungen weit übertroffen hat.

Kostin reduzierte sein Jahresendziel für SPX

Ein Rückgang des S&P 500 um 12% ist jedoch das Worst-Case-Szenario des Analysten. Mit den erwarteten sieben Zinserhöhungen prognostiziert er, dass die Benchmark das Jahr bei 4.900 gegenüber seinem früheren Jahresendziel von 5.100 beenden wird.

Das angepasste Ziel entspricht einem Aufwärtspotenzial von 11%, aber nur 3% gegenüber dem Stand zu Beginn des Jahres 2022. Kostin geht davon aus, dass die Aufwärtsentwicklung durch ein starkes Wirtschaftswachstum angetrieben wird, das die Unternehmensgewinne stützen wird. Er schrieb:

Am Vortag hatte Mona Mahajan von Edward Jones erklärt, dass Anleger auf zyklische Werte und Schwellenmärkte setzen sollten, um sich gegen steigende Zinsen und Inflation abzusichern.