Zilliqa Interview [Video]: Von der Dissertation zum einzigartigen Krypto-Token

By: Sanne Moonemans
Sanne Moonemans
Sanne ist Journalistin bei Invezz und berichtet über eine Vielzahl von Themen in verschiedenen Formaten, darunter auch lange Lesestücke… mehr lesen.
on Mai 18, 2022
  • Interview [Video] mit Sandra Helou, Leiterin der Abteilung Metaverse & NFTs bei Zilliqa
  • Der Hauptanwendungsfall von Zilliqa ist die Lösung des Skalierbarkeitsproblems
  • Das Zilliqa-Team hat eine eigene Sprache für seine Smart Contracts entwickelt

Was als Dissertation von Prateek Saxena an der National University of Singapore (NUS) begann, wuchs 2017 zu dem Projekt heran, das wir heute als Zilliqa kennen.

Prateek Saxena, Assistenzprofessor an der NUS, beschrieb zusammen mit fünf anderen Wissenschaftlern in dem Papier, wie Blockchains durch ihre begrenzte Verarbeitungsgeschwindigkeit geplagt werden. So kann das Bitcoin-Netzwerk beispielsweise nur durchschnittlich 7 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Sie beschrieben ein Prinzip, das sie „Sharding“ nannten und das dieses Problem endlich lösen würde.

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Zwischen dem 27. Dezember 2017 und dem 4. Januar 2018 fand ein Initial Coin Offering (ICO) statt. Es hat 22 Mio. $ aufgebracht, was die erste Investition in das Team und seinen Framework bedeuten würde. Das Team besteht aus mehreren Akademikern aus verschiedenen Bereichen der Informatik, Sicherheit und Kryptografie.

Sandra Helou, Leiterin der Abteilung Metaverse & NFTs bei Zilliqa

Invezz hatte die Gelegenheit, mit einem der prominentesten Vorstandsmitglieder von Zilliqa, Sandra Helou, Leiterin von Metaverse & NFTs, zu sprechen. Schauen Sie sich das Video unten an, um mehr über Zilliqas sich ständig weiterentwickelnden Bereich zu erfahren und welche Rolle NFTs und das Metaverse dabei spielen.

Was ist der Anwendungsfall von ZIL?

Der Hauptanwendungsfall von Zilliqa ist die Lösung des Skalierbarkeitsproblems. Die Sharding-Technik ermöglicht eine Aufteilung der Knoten, sobald eine bestimmte Anzahl von ihnen erreicht ist. Alle 600 Knoten wird ein neuer Shard gebildet, der eine Art Blockchain in der Blockchain bildet.

Die Transaktionen, die in diesem Shard stattfinden, müssen auch nur in diesem Shard überprüft werden. Dies sorgt für eine Verteilung der Arbeitslast und eine viel schnellere Transaktionsgeschwindigkeit. Es stellt sogar sicher, dass die Transaktionsgeschwindigkeit wächst, wenn mehr Knoten und Shards zur ZIL-Blockchain hinzukommen.

Zilliqa erreicht all dies, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Was bei anderen Projekten, die versucht haben, die Skalierbarkeit zu erhöhen, manchmal passiert.

Das Zilliqa-Netzwerk ist hauptsächlich auf Smart Contracts ausgerichtet. Das macht es zu einem direkten Konkurrenten für Ethereum. Ethereum hat seit seiner Gründung ein Problem mit der Skalierbarkeit. Sie versuchen nun, dieses Problem Schritt für Schritt anzugehen. Auch hier ist Sharding ein Teil der Lösung, die eine erhöhte Transaktionsgeschwindigkeit und ein stetig wachsendes Volumen garantieren soll. Zilliqa hat also einen Vorsprung in Sachen Skalierbarkeit.

Das Zilliqa-Team hat eine eigene Sprache für seine Smart Contracts entwickelt. „Scilla“ steht kurz für „Smart Contract Intermediate-Level Language“. Es ist sehr auf Sicherheit ausgerichtet und identifiziert automatisch Sicherheitslücken. Das ist auch eine Antwort auf das, was manchmal ein Problem mit Ethereum Smart Contracts sein kann.

Was ist mit Tokenomik?

ZIL hat derzeit eine feste Obergrenze von 21 Milliarden Coins. Es kann also nie mehr als diese Zahl im Umlauf sein. Derzeit sind etwas mehr als 11 Milliarden Coins im Umlauf und etwas mehr als 3 Milliarden sind unter anderem im Besitz des Teams oder von Großinvestoren.

Im Ziliqa-Whitepaper wird erläutert, wie im Laufe der ersten zehn Jahre alle ZIL-Coins in Umlauf gebracht werden sollen. 80% in den ersten vier Jahren und die verbleibenden 20% in den nächsten sechs Jahren, dank einer immer geringer werdenden Blockbelohnung.

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