Bank von England stellt Pläne zur Regulierung von Stablecoins vor

Bank von England stellt Pläne zur Regulierung von Stablecoins vor
Ali Raza
06. Nov. 2023, 16:41 PM
  • Die Bank von England hat einen Regulierungsplan für Stablecoins veröffentlicht
  • Die Bank von England wird für die GBP-gestützten Stablecoins zuständig sein
  • Der britische Premierminister sagte, er wolle, dass VK der nächste große Krypto-Hub werde

Die Bank von England (BOE), die Zentralbank des Vereinigten Königreichs, hat kürzlich einen Plan zur Regulierung von Stablecoins veröffentlicht und kommt der Bereitstellung angemessener Regeln für die breitere Kryptoindustrie einen Schritt näher.

Sowohl die BOE als auch die Financial Conduct Authority (FCA), die Finanzaufsichtsbehörde des Landes, beabsichtigen, die Regeln zu befolgen, die die britische Regierung letzte Woche veröffentlicht hat, um eine ordnungsgemäße Überwachung des Sektors für digitale Assets sicherzustellen.

Großbritannien möchte der nächste große Krypto-Hub sein

In dem fraglichen Vorschlag hieß es, dass das Land bald Vorschriften für Stablecoins erlassen werde, die durch Fiat-Währungen gedeckt sind. Es wird erwartet, dass die Vorschriften Anfang 2024 in Kraft treten.

Laut dem Papier der britischen Regierung soll die Bank von England systemische Stablecoins regulieren, während die FCA weiterhin für die Regulierung des breiteren Kryptomarktes zuständig ist.

Rishi Sunak, der britische Premierminister, kündigte ebenfalls an, dass er das Land zu einem Krypto-Hub machen möchte. In diesem Fall könnte das Land neben Singapur, Hongkong und Dubai zu einem der begehrtesten Krypto-Standorte der Welt werden.

Um dieses Niveau zu erreichen, muss das Vereinigte Königreich jedoch zunächst klare Regeln für Kryptounternehmen und digitale Assets selbst einführen.

Dies sind die Ziele, auf die sich die Finanzinstitute und Regulierungsbehörden des Landes zunächst konzentrieren müssen. Da außerdem die EU und Japan versucht haben, ähnliche Regelungen einzuführen, hat das Vereinigte Königreich einige Konkurrenten.

Einzelheiten zu den Stablecoin-Vorschriften

Dem neuen Papier zufolge will sich die Bank von England nur auf Stablecoins konzentrieren, die durch das britische Pfund gedeckt sind.

Dies wurde in einem Schreiben der Prudential Regulations Authority (PRA) erläutert, in dem es heißt, dass die Ansteckungsgefahr bei Stablecoins, die in von der Bank regulierten systemischen Zahlungssystemen verwendet werden, geringer sei als bei Alternativen wie E-Geld oder anderen regulierten Stablecoins, die unter die FCA-Regelung fallen.

Die FCA bestätigte auch, dass jeder, der einen neuen Stablecoin ausgeben möchte, zunächst die Genehmigung der Aufsichtsbehörde benötigt, bevor seine Stablecoins im Vereinigten Königreich oder von dort aus in Umlauf gebracht werden. Das Papier fügte hinzu, dass die Emittenten die Einnahmen aus Zinsen und Erträgen aus den zugrunde liegenden Assets behalten können.

Die FCA stellte jedoch fest:

Während Großbritannien und die anderen genannten Länder weiterhin versuchen, einen funktionierenden Regulierungsrahmen zu schaffen und die Kryptoindustrie endlich zu legalisieren, wurden in den USA bisher keine derartigen Bemühungen unternommen, was dazu führt, dass das Land im globalen Maßstab hinter vielen anderen Ländern zurückbleibt.