Brot, Kekse und Bier könnten in Großbritannien aufgrund des nassen Wetters teurer werden

Brot, Kekse und Bier könnten in Großbritannien aufgrund des nassen Wetters teurer werden
Diya Poddar
30. Apr. 2024, 11:36 AM
  • Dem britischen Agrarsektor steht ein herausforderndes Jahr bevor.
  • Wenn die inländische Produktion die Nachfrage nicht decken kann, muss Großbritannien möglicherweise stärker auf Getreideimporte zurückgreifen.
  • Angesichts der jüngsten Entwicklung der Inflation im Lebensmittelsektor könnte dieser Kurswechsel besonders wirkungsvoll sein.

Ein aktueller Bericht der Energy & Climate Intelligence Unit (ECIU) weist auf mögliche Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln wie Brot, Keksen und Bier aufgrund der deutlich geringeren Ernteerträge in Großbritannien hin.

Nach einem der nassesten Winter aller Zeiten und einem ähnlich verregneten Frühlingsbeginn steht der britischen Landwirtschaft ein herausforderndes Jahr bevor: Die Produktion von Weizen, Gerste, Hafer und Raps dürfte im Jahr 2024 um vier Millionen Tonnen zurückgehen.

Erwartete Ernteeinbußen

Dieser Rückgang, der im Vergleich zu 2023 einem Rückgang von mehr als 17 % entspricht, ist auf widrige Witterungsbedingungen zurückzuführen, die dazu geführt haben, dass viele Felder zu stark durchnässt sind, um dort gepflanzt zu werden.

Die Analyse, für die Daten des Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) sowie Ertragszahlen des Ministeriums für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft verwendet wurden, unterstreicht den Ernst der Lage, mit der die britischen Landwirte und die gesamte Lebensmittelindustrie konfrontiert sind.

Wirtschaftliche Auswirkungen und potenzielle Importabhängigkeit

Wenn die inländische Produktion die Nachfrage nicht decken kann, muss Großbritannien möglicherweise stärker auf Getreideimporte zurückgreifen, was zu höheren Kosten für die Hersteller und letztlich auch für die Verbraucher führen könnte.

Dieser Wandel könnte sich besonders stark auswirken, da das Office for National Statistics den jüngsten Trend einer nachlassenden Inflation im Nahrungsmittelsektor beobachtet hat und bei Produkten wie Brot und Getreide zuletzt langsamere Preisanstiege zu verzeichnen waren.

Da bereits Inflationssorgen bestehen, könnte die Aussicht auf Getreideimporte zum Ausgleich einer schlechten heimischen Ernte den Druck auf die Lebensmittelpreise erneut erhöhen und sich auf alles auswirken, von den Supermarktregalen bis hin zu den Esstischen in ganz Großbritannien.