Dow steigt, SpaceX und AMD fallen trotz Gewinnmeldungen – Iran‑Hoffnungen stützen Aktien

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Kaufen Sie Energie‑Exponierung: Long Brent‑Rohöl (BNO) oder ein USO‑ähnliches Öl‑Instrument. Der Markt preist einen möglichen diplomatischen Durchbruch ein, der die Straße von Hormus wieder öffnen und die Versorgungsängste lindern würde; das erhöht typischerweise die Risikobereitschaft und stabilisiert Öl nach starken Rückgängen. Öl hat sich bereits leicht erholt; der Trade besteht darin, die fortgesetzte Normalisierung bei Rohöl und Energiewerten mitzunehmen.
Kernrisiko: Die Diplomatie scheitert oder die Spannungen eskalieren erneut — das Öl schießt wieder nach oben und macht die „Risikoprämien‑Erleichterung“ zunichte.
Verkaufen Sie Tesla (TSLA) und kaufen Sie ein kleines Bündel von Gewinnern der KI‑Infrastruktur (z. B. Nvidia NVDA). Die Ergebnisse von SpaceX waren „gut, aber nicht ausreichend“: die Investitionsausgaben (CapEx) stiegen auf 18,4 Mrd. US‑Dollar, und das Risiko des Ablaufs der Lock‑up‑Periode kann die Stimmung und die Finanzierungs-erwartungen für KI‑Aufbauten belasten. NVDA ist hiervon am deutlichsten betroffen, weil SpaceX plant, Nvidia‑Hardware exklusiv in seinen Rechenzentren einzusetzen; der Markt-fokus auf SpaceX‑Ausgaben dürfte daher letztlich die Nachfrage nach NVDA stützen.
Kernrisiko: Das CapEx‑Narrativ bei SpaceX dreht sich schnell ins Positive – Anleger kommen zu dem Schluss, dass die Ausgaben das Umsatzwachstum beschleunigen und der Lock‑up‑Überhang die Aktie nicht belastet.
- Dow steigt, da Iran‑Hoffnungen den Ausverkauf bei SpaceX und AMD überwiegen.
- SpaceX fällt um 12% trotz Umsatzwachstum und KI‑Ausbau.
- Schwache ADP‑Stellenzahlen halten den Fed‑Zinsausblick im Fokus.
Die US-Aktien eröffneten am Mittwoch höher, nachdem Anleger Optimismus über eine mögliche diplomatische Einigung im Nahen Osten gegen enttäuschende Marktreaktionen auf die Quartalsergebnisse von SpaceX und Advanced Micro Devices (AMD) abwogen.
Der Dow Jones Industrial Average gewann rund 0,76%, der S&P 500 legte 0,59% zu.
Der Nasdaq Composite legte etwa 0,41% zu, nach einer starken Rallye in der vorherigen Sitzung, die sowohl den Dow als auch den S&P 500 auf Rekordhohe Schlussstände schickte.
Die Anlegerstimmung wurde weiterhin von Hoffnungen gestützt, dass Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen könnten und damit die Sorgen um die globale Energieversorgung verringern würden.
Die Ölpreise, die am Dienstag stark gefallen waren, erholten sich am Mittwoch leicht: West Texas Intermediate stieg um etwa 0,3% auf rund 76 US-Dollar je Barrel und Brent legte rund 1% auf etwa 80 US-Dollar je Barrel zu.
SpaceX und AMD fallen trotz positiver Quartalszahlen
Die jüngste Berichtssaison lieferte gemischte Reaktionen, insbesondere bei KI‑bezogenen Unternehmen.
Die Aktien von SpaceX fielen im Handel um rund 12%, nachdem das Unternehmen seinen ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang im Juni veröffentlicht hatte.
Der Umsatz verdoppelte sich im Quartal nahezu, und der operative Verlust verringerte sich, gestützt durch Wachstum im Starlink‑Satellitenkommunikationsgeschäft und in den KI‑Aktivitäten.
Investoren konzentrierten sich jedoch auf die weiterhin umfangreichen Investitionspläne des Unternehmens.
Die Investitionsausgaben stiegen im zweiten Quartal auf das Sechsfache auf 18,4 Mrd. US-Dollar, wobei der Großteil der Mittel in KI‑Infrastruktur floss.
Die Aktie geriet zudem vor Ablauf der nach dem Börsengang geltenden Lock‑up‑Periode unter zusätzlichen Druck, die am Donnerstag beginnt.
Die Aktien von Tesla, Elon Musks anderes börsennotiertes Unternehmen, gaben im Handel um etwa 0,8% nach.
Auch AMD notierte tiefer obwohl es eine Quartalsumsatzprognose oberhalb der Erwartungen der Analysten ausgab, was die anhaltende Nachfrage nach KI‑Produkten widerspiegelt.
Die Aktie fiel im Handel um 4,5%, da Anleger offenbar nach der starken Rallye des Unternehmens in diesem Jahr eine noch stärkere Perspektive erwartet hatten.
Im übrigen Halbleitersektor gewann Nvidia etwa 3,5%, gestützt durch SpaceX’ Pläne, Nvidia‑Hardware exklusiv in seinen Rechenzentren einzusetzen.
Intel gab rund 1,5% nach.
Quartalszahlen stützen ausgewählte Sektoren
Außerhalb des Technologiesektors veröffentlichten mehrere Unternehmen Ergebnisse, die bei Anlegern gut ankamen.
Eli Lilly stieg um etwa 8,6%, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben hatte.
Disney legte mehr als 2,4% zu, nachdem es für das dritte Fiskalquartal einen Gewinn gemeldet hatte, der die Wall‑Street‑Erwartungen übertraf.
Uber hingegen fiel um etwa 4,8%, nachdem es für das laufende Quartal eine bereinigte Ergebnisprognose unter den Erwartungen ausgegeben hatte.
Alphabet gewann im Handel rund 1%.
Konjunkturdaten und Fed‑Ausblick bleiben im Fokus
Anleger beurteilten zudem neue Konjunkturdaten im Vorfeld des am Freitag genau beobachteten Nonfarm‑Payrolls‑Berichts.
Der ADP National Employment Report zeigte, dass die US‑Wirtschaft im Juli 44.000 Stellen im Privatsektor geschaffen hat, und damit unter den Erwartungen der Ökonomen von 70.000 lag.
Die schwächere Zahl lenkte die Aufmerksamkeit auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten später in dieser Woche, die weitere Hinweise zur Stärke der Wirtschaft liefern könnten.
Die Geldpolitik der Federal Reserve bleibt ein weiterer zentraler Fokus für Anleger.
Neel Kashkari, Präsident der Fed von Minneapolis, deutete an, dass es seiner Ansicht nach Zeit sei, schrittweise mit Zinserhöhungen zu beginnen, während Reden der Gouverneurin Lisa Cook und der Präsidentin der Fed von San Francisco, Mary Daly, voraussichtlich zusätzliche Einblicke in den Ausblick der Zentralbank geben werden.
Laut Daten von CME FedWatch preisen Händler eine 58,4%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Federal Reserve auf der Sitzung im September ein.

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