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Kraken droht Erpressung nach Krypto-Bug-Exploit im Wert von 3 Millionen US-Dollar

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auf Jun 19, 2024
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  • Kraken verliert digitale Vermögenswerte im Wert von 3 Millionen US-Dollar nach Ausnutzung einer Sicherheitslücke.
  • Der Vorfall unterstreicht die ethischen Herausforderungen und zunehmenden Trends im Krypto-Hacking.
  • Im ersten Quartal 2024 wurden digitale Vermögenswerte im Wert von über 542,7 Millionen US-Dollar gestohlen, was die zunehmenden Sicherheitsbedrohungen widerspiegelt.

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Die Kryptowährungsbörse Kraken gab kürzlich bekannt, dass eine Sicherheitslücke zum Verlust digitaler Vermögenswerte im Wert von 3 Millionen US-Dollar führte. An diesem Vorfall war ein selbsternannter Sicherheitsforscher beteiligt, der einen kritischen Fehler entdeckte, der anschließend von verwandten Konten ausgenutzt wurde, um Geld abzuzweigen.

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Der Vorfall wirft ernste Fragen zum Thema ethisches Hacken und die zunehmenden Herausforderungen bei der Sicherung digitaler Vermögenswerte in der sich entwickelnden Kryptowährungslandschaft auf.

Entdeckung und Ausnutzung des Fehlers

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Am 9. Juni machte eine anonyme Person, die behauptete, Sicherheitsforscher zu sein, Kraken auf eine erhebliche Sicherheitslücke aufmerksam.

Während der Forscher den Fehler zunächst mit einer minimalen Kryptoüberweisung im Wert von 4 US-Dollar demonstrierte, die normalerweise für das Kopfgeldprogramm von Kraken in Frage käme, eskalierte die Situation schnell.

Zwei mit dem Forscher verbundene Konten nutzten den Fehler aus, um digitale Vermögenswerte im Wert von über 3 Millionen US-Dollar aus der Schatzkammer von Kraken abzuheben.

Nick Percoco, der oberste Sicherheitsbeauftragte von Kraken, betonte auf der Social-Media-Plattform X die Schwere des Vorfalls und stellte fest, dass es sich nicht um einen Fall von White-Hat-Hacking, sondern vielmehr um einen Erpressungsakt gehandelt habe.

Der Forscher forderte eine Belohnung für die gestohlenen Gelder und weigerte sich, die Vermögenswerte zurückzugeben, bis Kraken Spekulationen über den potenziellen Schaden anstellte, den der Fehler hätte anrichten können, wenn er nicht bekannt geworden wäre.

Ethisches Hacken oder Erpressung?

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Der Vorfall hat innerhalb der Kryptowährungs-Community eine Debatte über die ethischen Grenzen des Hackens ausgelöst. Ethische oder White-Hat-Hacker geben Schwachstellen in der Regel verantwortungsbewusst an Unternehmen weiter, sodass diese Sicherheitsmängel beheben können, ohne Schaden zu verursachen.

Kraken argumentiert jedoch, dass die Maßnahmen dieses Forschers und die damit verbundenen Berichte nicht mit diesen Grundsätzen übereinstimmen.

Einer der drei betroffenen Accounts hatte die Know Your Customer (KYC)-Verifizierung von Kraken abgeschlossen und sich als Sicherheitsforscher ausgewiesen. Trotz dieser Verifizierung bleibt die Identität der Person geheim.

Die Entscheidung des Forschers, den Virus für finanzielle Zwecke auszunutzen, anstatt lediglich seine Existenz nachzuweisen und eine legitime Belohnung zu fordern, wurde weithin kritisiert.

Auswirkungen auf Kraken und die Kryptowährungsbranche

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Kraken hat betont, dass während des Vorfalls keine Benutzergelder gefährdet waren, da die gestohlene Kryptowährung direkt aus der Kasse der Börse kam. Dennoch hat der Vorfall die anhaltenden Schwachstellen in der Kryptowährungsbranche und die Notwendigkeit robuster Sicherheitsmaßnahmen unterstrichen.

Als Reaktion auf den Exploit hat Kraken der gesamten Branche Einzelheiten des Fehlers offengelegt, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Diese Transparenz ist Teil von Krakens Engagement, die Sicherheit im gesamten Kryptowährungs-Ökosystem zu verbessern.

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Der Kraken-Vorfall ist Teil eines breiteren Trends zunehmender Hacks und Exploits im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Laut dem Crypto HackHub Report 2024 von Merkle Science haben Hacker im ersten Quartal 2024 digitale Vermögenswerte im Wert von 542,7 Millionen US-Dollar gestohlen, ein Anstieg von 42 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2023.

Interessanterweise hat sich das Lecken privater Schlüssel als Hauptursache für diese Angriffe herausgestellt und übertrifft damit die Schwachstellen in Smart Contracts.

Im Jahr 2023 sanken die durch Schwachstellen in Smart Contracts verlorenen gehackten Gelder um 92 % auf 179 Millionen US-Dollar (im Vergleich zu 2,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022). Über 55 % der gehackten digitalen Assets waren jedoch auf das Leck bei privaten Schlüsseln zurückzuführen.

Diese Statistiken spiegeln die sich entwickelnde Natur der Bedrohungen in der Kryptowährungsbranche wider, wobei Hacker zunehmend auf einzelne Sicherheitsschwächen und nicht mehr auf systemische Fehler in Smart Contracts abzielen.

In der Kryptowährungsbranche wurden in den letzten 13 Jahren 785 Hacks und Exploits gemeldet, die zu Verlusten von fast 19 Milliarden US-Dollar führten. Diese Zahlen unterstreichen die erheblichen Herausforderungen, denen Börsen, Wallet-Anbieter und andere Interessengruppen beim Schutz digitaler Vermögenswerte gegenüberstehen.

Wie geht es weiter?

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Die Erfahrung von Kraken ist eine deutliche Erinnerung daran, wie wichtig umfassende Sicherheitsmaßnahmen und ethische Praktiken in der Kryptowährungsbranche sind. Obwohl die Börse Schritte unternommen hat, um das unmittelbare Problem anzugehen, unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit ständiger Wachsamkeit und Innovation bei Sicherheitsprotokollen.

Für die breitere Kryptowährungs-Community erfordern die Zunahme von Hackerangriffen und die Verschiebung der Taktiken vom Exploitieren von Smart Contracts zum Leaken privater Schlüssel verbesserte Sicherheitsrahmen.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI-Tools aus dem Englischen übersetzt und anschließend von einem lokalen Übersetzer Korrektur gelesen und bearbeitet.

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