Asiatische Aktien steigen, da sich der Yen nach dem jüngsten Rückgang stabilisiert

Asiatische Aktien steigen, da sich der Yen nach dem jüngsten Rückgang stabilisiert
Prachi Khanna
03. Sept. 2024, 05:43 AM
  • Japanische und koreanische Aktien steigen; Yen wird leicht stärker.
  • Die Fabrikaktivität in China geht den vierten Monat in Folge zurück.
  • S&P 500-Futures fallen, während Händler auf US-Konjunkturdaten warten.

Die asiatischen Märkte verzeichneten am Dienstag bescheidene Zuwächse, die vor allem durch einen Anstieg japanischer Aktienkurse getrieben wurden. Diese positive Entwicklung bei den Aktien kam, als der Yen nach einer Woche der Schwäche gegenüber dem Dollar Anzeichen einer Erholung zeigte.

Im Gegensatz dazu zeigten die südkoreanischen und chinesischen Märkte eine gemischte Entwicklung, während australische Aktien einen Abschwung erlebten.

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Japanische und koreanische Aktien steigen mit Yen-Stärke

Am Dienstag waren es japanische Aktien, die die asiatischen Aktienmärkte anführten. Sowohl der Nikkei 225 als auch der Topix-Index verzeichneten Zuwächse. Dieser Aufwärtstrend folgte einer Phase der Unsicherheit und einem Wertverlust des Yen.

Der Yen, der gegenüber dem US-Dollar vier Sitzungen in Folge schwächer geworden war, fand zu einer gewissen Stabilität zurück und legte in den frühen Handelsstunden leicht zu.

Auch in Südkorea verzeichnete der Kospi-Index einen Anstieg, der allerdings moderat ausfiel. Grund dafür waren neue Inflationsdaten, die auf eine Verlangsamung des Preisanstiegs hindeuteten.

Insbesondere stieg die Inflation im August im Vergleich zum Vorjahr so langsam wie seit 2021 nicht mehr, was den Anlegern eine gewisse Erleichterung verschaffte.

Gemischte Leistung in chinesischen Benchmarks

Die chinesischen Aktienmärkte zeigten am Dienstag eine gemischte Performance. Während einige Indizes Zuwächse verzeichneten, hatten andere Mühe, ihre Dynamik aufrechtzuerhalten.

Diese gemischte Entwicklung steht im Einklang mit den jüngsten Wirtschaftsdaten, die auf anhaltende Herausforderungen innerhalb der chinesischen Wirtschaft schließen lassen.

Am Samstag zeigten Daten, dass die chinesische Fabrikaktivität im August den vierten Monat in Folge zurückgegangen war. Dies weckt Zweifel daran, ob das Land seine Wachstumsziele für das Jahr erreichen kann.

S&P 500-Futures rutschen vor Wiedereröffnung der Wall Street ab

In den USA gaben die S&P-500-Futures nach, da die Händler auf die Wiedereröffnung der Wall Street nach dem Feiertag „Labour Day“ warteten.

Quelle: Tradingview

Die vorsichtige Haltung des Terminmarktes spiegelt die Besorgnis über die allgemeineren Konjunkturaussichten wider. Händler werden die kommenden amerikanischen Produktionsdaten aufmerksam verfolgen, um Erkenntnisse über die Gesundheit der US-Wirtschaft zu gewinnen.

Den Höhepunkt dieser Woche markiert die Veröffentlichung der Daten zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft am Freitag, die voraussichtlich weitere Aufschlüsse über den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Lage liefern werden.

Staatsanleihen und Dollarindex bleiben stabil

US-Staatsanleihen und der Dollarindex zeigten kaum Bewegung und blieben trotz der gemischten Konjunktursignale stabil.

Trotz der Schwankungen auf den Aktienmärkten blieb die allgemeine Finanzlandschaft relativ unverändert und die Anleger warteten auf weitere Daten, die ihnen als Entscheidungshilfe dienen könnten.

Pimco und Julius Bär äußern sich zur Zukunft des Yen

In einem Kommentar zum Yen-Ausblick prognostizierte Pimco Japan Ltd. eine mögliche Zinserhöhung durch die Bank of Japan bereits im Januar.

Mark Matthews, Leiter der Asienforschung bei Julius Bär, meinte jedoch, dass der Yen aufgrund der erheblichen Zinsunterschiede zwischen den USA und Japan weiter schwächeln könnte.

Matthews wies darauf hin, dass die erwartete Lücke zwischen den Leitzinsen der Bank of Japan und der Federal Reserve weiterhin erheblich sei, was möglicherweise zu einem Abwertungstrend des Yen führe.

US-Zinserwartungen

Händler spekulieren über mögliche Änderungen der US-Zinssätze. Die Wahrscheinlichkeit einer Senkung um 50 Basispunkte in diesem Monat liegt bei etwa eins zu vier.

Die Strategen von JPMorgan Chase & Co. unter der Leitung von Mislav Matejka haben gewarnt, dass jede Zinssenkung durch verlangsamtes Wachstum und schwierige saisonale Trends zunichte gemacht werden könnte.

Matejka betonte, dass Vorsicht geboten sei, und hob hervor, dass angesichts der aktuellen Marktunsicherheiten und geopolitischen Risiken defensive Sektoren vorsichtiger sein könnten.

Fokus auf Chinas wirtschaftliche Herausforderungen

Asiatische Händler werden China weiterhin aufmerksam beobachten, um Anzeichen für wirtschaftliche Schwierigkeiten zu erkennen. Der Rückgang der chinesischen Fabrikaktivität gibt Anlass zur Sorge über die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und seine Fähigkeit, die Wachstumserwartungen zu erfüllen.

Die umfassenderen Auswirkungen dieser wirtschaftlichen Probleme auf die globalen Märkte werden für Anleger künftig von großem Interesse sein.