H&M-Aktien fallen um 8 % aufgrund von Gewinnverfehlung im 3. Quartal und Streichung der Gewinnprognose

H&M-Aktien fallen um 8 % aufgrund von Gewinnverfehlung im 3. Quartal und Streichung der Gewinnprognose
Diya Poddar
26. Sept. 2024, 12:06 PM
  • Der Betriebsgewinn von H&M sank im dritten Quartal auf 3,51 Milliarden schwedische Kronen (345,8 Millionen Dollar) und lag damit unter den Erwartungen der Analysten.
  • Steigende Lebenshaltungskosten und die Konkurrenz von Inditex und Shein haben die Rentabilität von H&M stark belastet.
  • Analysten von UBS hoben hervor, dass ein Anstieg der Abschriftenkosten im vierten Quartal Anlass zur Sorge gebe.

Die Aktien von H&M, dem zweitgrößten Modehändler der Welt, stürzten am Donnerstag um acht Prozent ab, nachdem der Betriebsgewinn im dritten Quartal enttäuschend ausfiel und das Gewinnmargenziel für 2024 aufgegeben wurde.

Der schwedische Einzelhändler verzeichnete einen Betriebsgewinn von 3,51 Milliarden schwedischen Kronen (345,8 Millionen Dollar), ein Rückgang gegenüber 4,74 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum. Damit blieb er hinter den Erwartungen der Analysten von 4,93 Milliarden Kronen zurück.

Der Gewinneinbruch und die verschlechterten Margenaussichten unterstreichen das schwierige Einzelhandelsumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt und das durch makroökonomische Herausforderungen und einen verschärften Wettbewerb noch verschärft wird.

H&Ms Betriebsgewinn im 3. Quartal sinkt

Der Rückgang des Betriebsgewinns von H&M bereitet den Anlegern Sorgen, insbesondere weil das Unternehmen angesichts sinkender Verbraucherausgaben einem zunehmenden Druck ausgesetzt ist, seine Profitabilität zu steigern.

Für das dritte Quartal meldete H&M einen Gewinn von 3,51 Milliarden schwedischen Kronen (345,8 Millionen Dollar), ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 4,74 Milliarden Kronen.

Analysten hatten mit besseren Ergebnissen gerechnet, die Konsensprognose lag bei 4,93 Milliarden Kronen. Der Einzelhändler nannte externe Faktoren wie steigende Lebenshaltungskosten und verändertes Verbraucherverhalten als Hauptgründe für dieses Defizit.

H&M hatte sich zuvor eine Gewinnmargenzielvorgabe für das Jahr 2024 gesetzt, die sich verschlechternde Lage zwang das Unternehmen jedoch dazu, dieses Ziel aufzugeben.

Die Entscheidung des Unternehmens spiegelt das schwierige wirtschaftliche Umfeld wider, das durch schleppende Ausgaben nach der Pandemie, kühleres Wetter und zunehmende Konkurrenz durch Konkurrenten wie Inditex und Shein gekennzeichnet ist. CEO Daniel Ervér erkannte die Auswirkungen dieser externen Faktoren an und deutete an, dass dem Einzelhändler im Jahr 2024 möglicherweise noch weitere finanzielle Hürden bevorstehen.

Was führte zur schwachen Leistung von H&M?

Dass der Einzelhändler seine Gewinnprognose nicht erfüllen konnte, war größtenteils auf externen Druck zurückzuführen, zu dem steigende Kosten und eine schwächere Nachfrage gehörten.

Analysten der UBS verwiesen auf gestiegene Abschriftenkosten, die im vierten Quartal voraussichtlich noch weiter steigen werden.

Auch bei H&M wuchsen die Umsätze, insbesondere in lokalen Währungen, langsamer als erwartet, was zu einer reduzierten Gewinnprognose für den Rest des Jahres führte.

UBS-Analysten wiesen außerdem darauf hin, dass H&M eine Reduzierung der Gesamtzahl seiner Geschäfte plant, um die Betriebsabläufe zu rationalisieren und Kosten zu senken.

Die Schwierigkeiten von H&M wurden durch den Aufstieg von Konkurrenten wie Inditex, dem Eigentümer von Zara, und dem Fast-Fashion-Giganten Shein noch verschärft.

Beide Marken konnten einen beträchtlichen Marktanteil erobern, was den Druck auf H&M weiter erhöht.

Der Vorstandsvorsitzende von H&M, Daniel Ervér, hat das Ziel des Unternehmens, „profitables Wachstum“ zu erzielen, betont. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der Einzelhändler in einem überfüllten und wettbewerbsintensiven Markt wieder Fuß fassen kann.

Der Aktienkurs von H&M

Nach den enttäuschenden Ergebnissen des dritten Quartals fiel der Aktienkurs von H&M stark und verlor im frühen Handel am Donnerstag 8 Prozent.

Die in Stockholm notierten Aktien des Unternehmens gehörten zu den schlechtesten Performern im paneuropäischen Stoxx 600-Index.

Die Anleger sind besorgt angesichts der Herausforderungen, denen sich H&M gegenübersieht, während das Unternehmen versucht, sowohl den makroökonomischen Druck als auch die zunehmende Konkurrenz zu meistern.

Die schwache Performance der Aktie spiegelt allgemeinere Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit des Einzelhändlers wider, seine Ziele in Zukunft zu erreichen.