7-Eleven-Eigentümer Seven & i Holdings erhält 47-Milliarden-Dollar-Angebot von Couche-Tard

7-Eleven-Eigentümer Seven & i Holdings erhält 47-Milliarden-Dollar-Angebot von Couche-Tard
Diya Poddar
09. Okt. 2024, 14:39 PM
  • Die Aktien von Seven & i stiegen nach der Nachricht des überarbeiteten Angebots um 12 %, bevor sie sich bei 4,7 % einpendelten.
  • Es wird ein Rückgang des Betriebsgewinns um 20 % erwartet.
  • Seven & I könnte einen Teil seiner Anteile an der Seven Bank und ihrer Supermarktsparte verkaufen.

Alimentation Couche-Tard (ACT), ein kanadischer multinationaler Convenience-Store-Betreiber, hat sein Übernahmeangebot für die japanische Seven & i Holdings um 22 % auf rund 47 Milliarden Dollar erhöht.

Der überarbeitete Vorschlag, der den Wert des 7-Eleven-Eigentümers mit 18,19 Dollar pro Aktie festlegt, kommt, nachdem Seven & i ein früheres Angebot in Höhe von 38,5 Milliarden Dollar abgelehnt hatte.

Im Falle eines Abschlusses wäre dies die größte Übernahme eines japanischen Unternehmens im Ausland und würde frühere ausländische Investitionen in der Region übertreffen.

Das Angebot erfolgt vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks ausländischer Investoren wie ValueAct Capital und Artisan Partners, die Seven & i dazu drängen, sich wieder auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren – den weltweiten Betrieb der 7-Eleven-Convenience-Stores.

Seven & i deutete zudem an, dass das Unternehmen Teile seiner nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerte, darunter Bank- und Supermarktsparten, verkaufen wolle, um die Betriebsabläufe zu rationalisieren und den Wert für die Aktionäre zu steigern.

Trotz des erhöhten Angebots bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich regulatorischer Hürden und der Vorstand des japanischen Einzelhandelsriesen ist noch nicht in vollem Umfang mit ACT über die Frage verhandelt worden, ob der Deal zustande kommt.

Neues 47-Mrd.-Dollar-Angebot für Seven & i markiert größte japanische Übernahme

Alimentation Couche-Tard (ACT), der Eigentümer von Circle-K, hat ein verbessertes Angebot von rund 47 Milliarden Dollar für die Übernahme von Seven & i Holdings vorgelegt, was einer Steigerung von 22 % gegenüber seinem vorherigen Gebot entspricht.

Dieser Schritt könnte im Erfolgsfall zur größten ausländischen Übernahme eines japanischen Unternehmens führen.

Analysten sind der Ansicht, dass das überarbeitete Angebot deutlich attraktiver ist und Seven & i dazu veranlassen könnte, weitere Verhandlungen mit ACT in Erwägung zu ziehen.

Seven & i konzentriert sich weiterhin auf seine Pläne, den Unternehmenswert unabhängig zu steigern und beabsichtigt, bei der kommenden Veröffentlichung der Ergebnisse neue Strategien vorzustellen.

Das Unternehmen hat das ursprüngliche Angebot kürzlich mit der Begründung zurückgewiesen, es habe das Potenzial des Unternehmens unterschätzt.

Investorendruck steigt, da Seven & i vor einer Entscheidung über Couche-Tards überarbeitetes Angebot steht

Investoren und Analysten sind zunehmend gespannt, ob Seven & i das überarbeitete Angebot von ACT annehmen wird.

Das jüngste Gebot bewertet Seven & i mit 18,19 US-Dollar pro Aktie und liegt damit deutlich über dem ursprünglichen Angebot von 14,86 US-Dollar pro Aktie.

Grund dafür sind Forderungen wichtiger Anteilseigner, darunter Artisan Partners, nach einer Straffung des Geschäftsbetriebs und einer Konzentration auf das Kerngeschäft mit Convenience Stores, zu dem weltweit über 80.000 7-Eleven-Läden zählen.

Auch andere Geschäftsbereiche von Seven & i, wie etwa die Bank- und Supermarktsparte, werden für einen Verkauf in Erwägung gezogen, da die Investoren nach einer größeren Wertrealisierung suchen.

Mehreren Berichten zufolge könnte das Unternehmen im Rahmen seines kommenden Ergebnisberichts auch den Verkauf eines Teils seiner Bankbeteiligung bekannt geben.

Aktienkurs von Seven & i steigt nach erhöhtem Angebot von Couche-Tard

Die Aktien von Seven & i stiegen nach der Nachricht über das überarbeitete Angebot von ACT in Höhe von 47 Milliarden Dollar um fast 12 Prozent.

Die Aktie gab ihre Kursgewinne wieder ab und schloss mit einem Plus von 4,7 Prozent, was die Unsicherheit der Anleger darüber widerspiegelt, ob der Deal zustande kommt.

Die Analysten konzentrieren sich nun auf den bevorstehenden Ergebnisbericht von Seven & i zum zweiten Quartal, der weitere Klarheit über die nächsten Schritte des Unternehmens bringen könnte.

Laut Nikkei ist der Betriebsgewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gesunken. Grund dafür sind die Inflation und sinkende Konsumausgaben im US-Geschäft. Die Anleger sind gespannt, wie das Unternehmen diese Herausforderungen in den kommenden Quartalen bewältigen und den Wert für die Aktionäre steigern will.

Seven & i wird im Ergebnisbericht inmitten von Übernahmespekulationen strategische Änderungen bekannt geben

Neben der Bewertung des überarbeiteten Angebots von ACT bereitet Seven & i die Bekanntgabe neuer strategischer Pläne bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des zweiten Quartals vor. Das Unternehmen wird sich voraussichtlich mit seinen nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten befassen und möglicherweise Anteile an seinem Bankzweig Seven Bank und seiner Supermarktsparte verkaufen.

Dies ist eine Folge des zunehmenden Drucks von aktivistischen Investoren, die ihre Geschäftstätigkeit rationalisieren und sich auf das globale Geschäft mit Convenience Stores konzentrieren wollen. Analysten gehen davon aus, dass diese Schritte zu einer Umfirmierung des Unternehmens führen könnten. Berichten zufolge könnte eine Namensänderung bevorstehen, um diese Verlagerung des Geschäftsschwerpunkts widerzuspiegeln.

Regulierungsbedenken bleiben bestehen, während Seven & i das Angebot von Couche-Tard prüft

Marktanalysten halten das überarbeitete Angebot von ACT zwar für überzeugend, doch regulatorische Hürden könnten den Deal erschweren. Im vergangenen Monat wurde Seven & i als „Kern“ der nationalen Sicherheit Japans eingestuft, eine Einstufung, die die regulatorischen Hürden für eine mögliche Übernahme erhöht.

Japanische Finanzbeamte spielen die Bedeutung dieses Etiketts herunter und meinen, es ändere nichts grundlegend an der Genauigkeit des Überprüfungsprozesses.

Während der Vorstand von Seven & i seine nächsten Schritte berät, beobachten die Anleger aufmerksam, wie das Unternehmen seine Verpflichtungen gegenüber den Aktionären mit der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in Einklang bringt.