DAX-Aktien im Blick: Deutsche Bank, Adidas, BMW, Mercedes‑Benz
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Kaufen: Deutsche Bank (DBK.DE). Die Aktie hat durch den Rücksetzer bereits Risiko reduziert, doch das Setup ist ergebnisgetrieben: Mitbewerber meldeten gerade starke Zahlen, und der Bericht hebt eine verbesserte RoTE (12,7 % gegenüber 11,9 %) sowie höhere Umsätze (€8,7 Milliarden) und ein verwaltetes Vermögen von €1,8 Billionen hervor. Bestätigen die Ergebnisse die Dynamik aus M&A‑/IPO‑Aktivitäten, sollte der Markt die Bank wieder in Richtung ihrer früheren Hochs aufwerten.
Kernrisiko: Risiko: Die Ergebnisse enttäuschen, weil das Trading-/Investmentbanking schwächer wird und die RoTE sinkt, nicht nur aufgrund rückläufiger Umsätze.
Kaufen: Mercedes‑Benz (MBG.DE). Die Aktie ist stark gefallen (mehr als 28 % gegenüber dem Jahreshoch), doch der Auslöser sind die kurzfristigen Quartalszahlen, bei denen der Ausblick die Stimmung stabilisieren kann. Angesichts der chinesischen Konkurrenz als Hauptrisiko lautet die Wette, dass Mercedes eine besser als befürchtete Umsetzung (Preisgestaltung, Margen und Nachfrage) zeigt und einen tieferen Abwärtszyklus bei Gewinnprognosen vermeidet.
Kernrisiko: Risiko: Das Management signalisiert sich verschlechternde Margen und Nachfrage aufgrund von China‑induziertem Preisdruck, was eine weitere Kürzung der Prognose erzwingen würde.
- Der DAX hat in den vergangenen Tagen nachgegeben.
- Die Deutsche Bank wird nächste Woche ihre Geschäftszahlen veröffentlichen.
- Autohersteller wie BMW und Mercedes‑Benz werden ihre Zahlen veröffentlichen.
Der DAX gab diese Woche leicht nach, da Händler die jüngste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), neue US‑Zölle und die Flut an US‑Unternehmenszahlen von Konzernen wie Tesla und Alphabet einordneten. Dieser Artikel betrachtet einige der wichtigsten DAX‑Aktien, die man in der nächsten Woche beobachten sollte, darunter große Namen wie Deutsche Bank, Mercedes‑Benz, BMW, Linde, Siemens Healthineers, Adidas und MTU Aero.
Deutsche Bank
Die Aktien der Deutschen Bank haben in den vergangenen Tagen nachgegeben und sind von ihrem Jahreshoch von €32,97 Anfang des Monats auf heute €29,97 gefallen. Diese Kursentwicklung wird auf die Probe gestellt, wenn das Institut seine Geschäftszahlen veröffentlicht.
Die Zahlen der Deutschen Bank erscheinen zu einem Zeitpunkt, an dem die meisten globalen Banken gute Ergebnisse vorlegen. Schon diese Woche meldeten Konzerne wie BNP Paribas und UniCredit starke Zahlen.
In der vergangenen Woche veröffentlichten führende US‑Institute wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan und Bank of America starke Zahlen, gestützt von ihren Investmentbanking‑ und Trading‑Geschäften.
Die jüngsten Zahlen zeigten, dass das Geschäft weiter gut lief, wobei die vielbeachtete Rendite auf das greifbare Eigenkapital (RoTE) von 11,9 % auf 12,7 % gestiegen ist.
Der Umsatz stieg auf €8,7 Milliarden, während das verwaltete Vermögen auf €1,8 Billionen zunahm. Analysten erwarten, dass das Unternehmen von der anhaltenden M&A‑ und Initial Public Offerings (IPO)‑Aktivität profitiert hat.
Adidas
Der Aktienkurs von Adidas ist seit seinem Jahrestief um mehr als 35 % gestiegen, unterstützt durch die kürzlich beendete Weltmeisterschaft. Die Aktie hat sich nun vom Jahreshoch von €188 auf €176,50 zurückgezogen. In einer aktuellen Erklärung sagte der Finanzvorstand des Unternehmens:
“Die Weltmeisterschaft war großartig und ein großer Erfolg für Adidas. Wir haben weltweit auf unterhaltsame Weise mit Verbrauchern Kontakt aufgenommen, viermal so viele Trikots verkauft wie bei der letzten Weltmeisterschaft und doppelt so viele Bälle. Insgesamt erwarten wir eventbezogene Umsätze von rund 1,5 Milliarden Euro.”
Die Adidas‑Aktie steht diese Woche im Fokus, wenn das Unternehmen seine Geschäftszahlen veröffentlicht, die mehr Einblick in das Geschäft geben werden. Die Frage bleibt jedoch, ob das Unternehmen seinen WM‑Erfolg langfristig zur Absatzsteigerung nutzen kann.
Mercedes‑Benz, Porsche und BMW
Deutsche Autohersteller gerieten in den vergangenen Monaten unter Druck, da der Wettbewerbsdruck in der Branche deutlich zugenommen hat. Die Aktie von Mercedes‑Benz ist gegenüber dem diesjährigen Höchststand um mehr als 28 % gefallen.
BMW ist seit seinem Höchststand um über 40 % gefallen und notiert auf dem tiefsten Stand seit 2020. Porsche ist mehr als 60 % vom Allzeithoch zurückgegangen, während Volkswagen gegenüber dem Spitzenwert um über 70 % eingebrochen ist.
Diese Unternehmen, die in Deutschland am stärksten leerverkauft sind, sehen sich nun verstärktem Wettbewerb durch chinesische Firmen wie BYD und Xpeng gegenüber. Infolgedessen hat Volkswagen Pläne für massive Entlassungen und Werksschließungen angekündigt.
Händler werden die bevorstehenden Ergebnisveröffentlichungen von Unternehmen wie Mercedes‑Benz, Porsche und BMW beobachten.
Weitere DAX‑Konzerne wie Linde, Siemens Healthineers, HeidelbergCement und Linde werden ihre Zahlen veröffentlichen. Danach werden bekannte Namen wie Bayer, Siemens Energy, Deutsche Post und Rheinmetall ihre Zahlen publizieren.
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