Volkswagen streicht 50,000 Stellen, da Gewinne einbrechen und Zölle belasten

Volkswagen streicht 50,000 Stellen, da Gewinne einbrechen und Zölle belasten
Devesh Kumar
10. März 2026, 20:13 PM
  • Volkswagen plant bis 2030 in Deutschland 50,000 Stellen abzubauen.
  • Der Gewinnrückgang spiegelt Zölle, Abschwächung in China und Kosten für Elektrofahrzeuge wider.
  • VW startet Produktoffensive in China, da der Wettbewerb zunimmt.

Volkswagen wird bis 2030 in Deutschland 50,000 Stellen abbauen, nachdem die Gewinne stark zurückgegangen sind und das Unternehmen unter dem Druck von US-Zöllen, schwächerer Nachfrage in China und Nordamerika sowie höheren Kosten durch die Elektrifizierung steht.

Der größte europäische Autobauer teilte mit, dass sich die Reduzierungen über den gesamten Konzern erstrecken werden, einschließlich Audi und Porsche, und Teil einer umfassenderen Umstrukturierung sind, da das Geschäftsumfeld zunehmend anspruchsvoller wird.

Job cuts and restructuring

Vorstandsvorsitzender Oliver Blume sagte den Aktionären, der Stellenabbau werde alle Marken innerhalb der deutschen Aktivitäten des Konzerns betreffen.

Das Unternehmen erklärte, dass voraussichtlich rund 50,000 Stellen im Volkswagen-Konzern in Deutschland bis 2030 wegfallen werden.

Die Maßnahme baut auf einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften Ende 2024 auf, mehr als 35,000 Stellen bis 2030 sozialverträglich zu reduzieren, mit angestrebten Einsparungen von €15 billion (£12.4 billion).

Volkswagen erklärte, die zusätzlichen Maßnahmen spiegeln ein „ein grundsätzlich verändertes Umfeld“ wider und die Notwendigkeit, die Kostenbasis anzupassen.

Profits hit by tariffs and weaker demand

Volkswagen meldete einen Rückgang des Gewinns vor Steuern um 54% auf €8.9 billon (£6.6 billion) und nannte als Gründe US-Zölle und eine teure strategische Neuausrichtung bei Porsche.

Der Nettogewinn nach Steuern fiel 2025 um rund 44%, von €12.4 billion (£10.7 billion; $14.4 billion) auf €6.9 billion (£6.1 billion; $8 billion), teilte das Unternehmen mit.

Porsches operativer Gewinn schrumpfte nahezu auf null und ging um 98% auf €90 million zurück, nachdem das Unternehmen den Übergang zu Elektrofahrzeugen wegen schwacher Nachfrage verschoben hatte.

Der Konzern hat in den vergangenen Monaten zudem seine Ziele für die Produktion von Elektrofahrzeugen zurückgeschraubt, unter anderem bei Lamborghini.

Die Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, 25% Zölle auf Autoimporte zu verhängen, hat die Leistung weiter belastet, während chinesische Autohersteller den Wettbewerb in Europa verschärft haben.

Das Unternehmen wies außerdem auf einen Rückgang der Nachfrage in China hin, historisch einem seiner profitabelsten Märkte.

Geopolitics, energy prices and premium brands

Volkswagen warnte, dass globale Turbulenzen seine Aussichten belasten könnten.

Das Unternehmen nannte Herausforderungen durch das makroökonomische Umfeld, mögliche Handelsbeschränkungen und geopolitische Spannungen und verwies auf eine erhöhte Volatilität bei Rohstoffen, Energiepreisen und Devisenmärkten.

Da militärische Aktionen der USA und Israels gegen den Iran Unsicherheit schüren und die Energiepreise steigen lassen, sagte Blume, der Konflikt beeinträchtige zwar nicht die Lieferkette von Volkswagen, könnte aber die Nachfrage nach Premium-Marken dämpfen.

Die Absatzvolumina in der Region seien moderat, sagte er, doch die Margen seien hoch. „Wir sehen einfach, wie volatil und fragil unsere Welt ist“, fügte Blume hinzu.

China's strategy and EV recalibration

Der inländische Wettbewerb hat den Marktanteil von Volkswagen in China, dem weltweit größten Automarkt, geschwächt.

Als Reaktion darauf kündigte Blume „die größte Produktkampagne in unserer Geschichte“ in China an, um Kunden zurückzugewinnen.

Gleichzeitig moderiert der Konzern seine Elektrifizierungspläne, um sie besser an Nachfrage und Infrastruktur anzupassen.

Porsche hat Teile seines EV-Übergangs verschoben, während andere Marken ihre Produktionspläne anpassen.

Outlook and cost focus

Für 2026 prognostiziert Volkswagen eine Kernmarge zwischen 4% und 5.5%, möglicherweise unterhalb der in diesem Jahr erzielten 4.6%.

Finanzvorstand Arno Antlitz sagte, die aktuelle Marge sei „langfristig nicht ausreichend“ und verpflichtete sich, „die Kosten rigoros zu senken“, und fügte hinzu: „Darauf werden wir uns in den kommenden Monaten konzentrieren.“

Der Konzern erwartet im kommenden Jahr eine Erholung, betonte jedoch, dass Kostendisziplin zentral für die Wiederherstellung der Profitabilität sein werde.

Die ausgeweiteten Stellenkürzungen bei Volkswagen unterstreichen den Vorstoß, die Abläufe angesichts von Zöllen, heftigem Wettbewerb und einem ungleichmäßigen Übergang zu batteriegetriebenen Modellen zu straffen.

Die Umsetzung von Kostensenkungen und die Produktoffensive in China werden entscheidend für jede Erholung sein.