Diese beiden Chip-Aktien könnten in 12 Monaten mehr als 70 % einbringen

Diese beiden Chip-Aktien könnten in 12 Monaten mehr als 70 % einbringen
Wajeeh Khan
15. Okt. 2024, 05:31 AM
  • Morningstar-Analyst Brian Colello hält KI-Chip-Aktien mittlerweile für überbewertet.
  • Er empfiehlt stattdessen, in Infineon und STMicroelectronics zu investieren.
  • Ein Überblick darüber, was jede dieser beiden Aktien für Anleger bereithält.

Laut Morningstar-Analyst Brian Colello sollten Anleger ihren Fokus auf die konventionellen Halbleiterhersteller richten, da die Aktien von KI-Chips mittlerweile deutlich überbewertet erscheinen.

Insbesondere zwei Namen, Infineon Technologies AG (ETR: IFX) und STMicroelectronics NV (EPA: STMPA), könnten in den nächsten zwölf Monaten eine Rendite von bis zu 70 % erzielen, teilte er seinen Kunden am Montag in einer Mitteilung mit.

Lassen Sie uns tiefer eintauchen und untersuchen, was jeder von ihnen für Anleger bereithält.

Das Bullenszenario für die Infineon-Aktie

Infineon Technologies ist der größte Halbleiterhersteller mit Sitz in Deutschland.

Brian Colello empfiehlt, seine Aktien auf dem aktuellen Niveau aufzukaufen, da sie von einer anhaltenden weltweiten Umstellung auf Elektrofahrzeuge profitieren könnten.

„Infineon dürfte gut aufgestellt sein, um im nächsten Jahrzehnt die Entwicklung von Antriebssträngen für Kraftfahrzeuge zu unterstützen, einschließlich der Einführung von Halbleitern auf Siliziumkarbidbasis“, sagte er heute in einer Forschungsnotiz.

Morningstar prognostiziert für die ebenfalls in den USA notierte Infineon-Aktie ein Aufwärtspotenzial bis auf 50 Euro (55 Dollar). Damit sei von diesem Kurs aus ein Aufwärtspotenzial von 70 Prozent zu erwarten, obwohl das Unternehmen mit Hauptsitz in Neubiberg im August einen ziemlich massiven Gewinnrückgang im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 52 Prozent auf 403 Millionen Euro gemeldet hatte.

Der Halbleiterhersteller musste im letzten Quartal zudem einen Umsatzrückgang von 9,0 % hinnehmen.

Allerdings konzentriert sich die Investmentfirma möglicherweise eher auf die bekräftigte Prognose für das Gesamtjahr und eine Dividendenrendite von 1,13 %, was ein weiterer guter Grund ist, die Aktie in Ihrem Portfolio zu haben.

Infineon gab zudem vor kurzem bekannt, aus Kostengründen weltweit rund 1.400 Mitarbeiter einzustellen.

Das Bullen-Szenario für die Aktie von STMicroelectronics

Aus ähnlichen Gründen empfiehlt Morningstar auch, in Aktien von STMicroelectronics zu investieren.

Der multinationale Konzern mit Sitz im schweizerischen Genf hat sich mit mehreren wichtigen Akteuren der Automobilindustrie zusammengeschlossen, darunter auch mit dem US-amerikanischen Elektrofahrzeuggiganten Tesla Inc.

Brian Colello ist überzeugt, dass die Befürchtungen vor der Konkurrenz chinesischer Hersteller und einem Überangebot an Siliziumkarbid-Halbleitern übertrieben sind.

Ein Rückgang der an der NYSE notierten Aktien des Unternehmens um 40 % seit Jahresbeginn sei daher seiner Forschungsnotiz zufolge nicht gerechtfertigt.

„Wir schätzen die Tatsache, dass STMicroelectronics von den langfristigen Vorteilen des steigenden Chip-Anteils pro Fahrzeug profitiert“, fügte der Analyst hinzu. Er sieht bei STM ein Aufwärtspotenzial bis auf 52 USD, was von hier aus tatsächlich einem Aufwärtspotenzial von satten 90 % entspricht.

Und es ist nicht so, dass STMicroelectronics nichts von der Begeisterung für künstliche Intelligenz mitbekommt. Anfang des Monats ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit Qualcomm Technologies ein, um die IoT-Lösungen der nächsten Generation zu entwickeln, die von Edge AI entwickelt werden.

Die Aktie von STMicroelectronics zahlt allerdings keine schriftliche Dividende.