3 Gründe, warum der Kursanstieg bei SCHD-ETFs anhalten könnte, und potenzielle Risiken

3 Gründe, warum der Kursanstieg bei SCHD-ETFs anhalten könnte, und potenzielle Risiken
Crispus Nyaga
13. Nov. 2024, 05:05 AM
  • Der Schwab US Dividend Equity ETF hat dieses Jahr einen Rekordwert erreicht.
  • Das Unternehmen war zahlreichen Katalysatoren ausgesetzt, etwa Zinssenkungen durch die Fed und hohe Erträge.
  • Es birgt zahlreiche potenzielle Risiken, darunter technische Risiken und Handelskriege.

Der Schwab US Dividend Equity ETF (SCHD) hat ein gutes Jahr hinter sich, was auch an der anhaltenden Rallye an den Aktienmärkten liegt. Der äußerst beliebte Dividenden-ETF stieg in diesem Monat auf ein Rekordhoch von 29,37 USD, ein Plus von über 37 % gegenüber seinem Tiefststand im Jahr 2023.

Diese Rallye spiegelte größtenteils die Entwicklung des breiteren Aktienmarktes wider, der die Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 auf ihr Allzeithoch steigen sah. Hier sind die drei Gründe, warum die Rallye der SCHD-ETFs wahrscheinlich anhalten wird, und die Risiken, die vor uns liegen.

SCHD ETF ist ein Schnäppchen

Der erste Grund, warum der SCHD-Fonds kurzfristig weiter steigen könnte, ist, dass er im Vergleich zum breiteren Markt ein echtes Schnäppchen ist.

Daten auf der Website des Fonds zeigen, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Fonds 18,42, das Kurs-Cashflow-Verhältnis 10,2 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis 3,15 beträgt.

Im Gegensatz dazu weist der S&P 500-Index ein KGV von 22 auf, während der Nasdaq 100-Index ein Vielfaches von 27 aufweist. Diese Indizes werden aufgrund ihrer technologielastigen Investitionen, zu denen auch Unternehmen wie NVIDIA und Microsoft gehören, immer mit einem Aufschlag gehandelt.

Der SCHD hingegen ist nicht stark im Technologiesektor engagiert; die größten Beteiligungen des Fonds sind Bristol Myers Squibb, Blackrock, Cisco Systems, Home Depot, Chevron und Texas Instruments.

Daher wird der SCHD ETF wahrscheinlich weiter steigen, da er versucht, die Bewertungslücke zum S&P 500-Index zu schließen.

Die Erträge entwickeln sich gut

Der SCHD ETF wird sich aufgrund der anhaltenden Gewinnentwicklung auch langfristig gut entwickeln. Daten von FacstSet zeigen, dass die Unternehmensgewinne im dritten Quartal stark waren. Nachdem 91 % aller Unternehmen im S&P 500-Index ihre Ergebnisse veröffentlicht hatten, betrug das gemischte Gewinnwachstum 5,3 %. Wenn dies die endgültige Zahl sein wird, wäre dies das fünfte Quartal in Folge mit Gewinnwachstum.

FactSet stellt insbesondere fest, dass der Gesundheitssektor den größten Gewinnsprung verzeichnete, was bemerkenswert ist, da es sich um den zweitgrößten Sektor im Fonds handelt. Auch Finanzwerte, Konsumgüter und Industriewerte haben in diesem Jahr starke Leistungen gezeigt.

Daher wird sich dieses Ertragswachstum in absehbarer Zukunft wahrscheinlich fortsetzen, was dem SCHD und anderen ETFs zugutekommen wird.

Federal Reserve, Steuersenkungen und Deregulierung

Der SCHD ETF könnte auch deshalb gut abschneiden, weil die Federal Reserve in den letzten Monaten einen relativ gemäßigten Ton angehalten hat. Sie hat die Zinsen in diesem Jahr um 0,75 % gesenkt, ein Trend, der sich in den kommenden Monaten fortsetzen könnte.

Historisch betrachtet entwickeln sich Aktien gut, wenn die Fed die Zinsen senkt, da dies dazu führt, dass Anleger von anderen risikoarmen Anlagen wie Geldmärkten zu Aktien wechseln.

Gleichzeitig dürfte sich der Aktienmarkt aufgrund von Trumps Deregulierungs- und Steuersenkungspolitik gut entwickeln. Was die Deregulierung angeht, ist es wahrscheinlich, dass seine Regierung Fusionen und Übernahmen gegenüber aufgeschlossener sein wird als während Bidens Amtszeit.

Diese Aktien könnten weiter steigen, ähnlich wie während seiner ersten Amtszeit, bevor die COVID-19-Pandemie dem Schwung ein Ende setzte. Trump will außerdem Steuern senken und das Steuerrecht vereinfachen, was höhere Gewinne für Unternehmen bedeutet.

Mögliche Risiken für den Schwab US Dividend ETF

Für den SCHD ETF gibt es mehrere potenzielle Risiken. Erstens besteht die Gefahr eines anhaltenden Handelskriegs, wenn Trump seine Drohungen hinsichtlich der Zölle wahr macht. Er hat angekündigt, Zölle auf die meisten Importe zu erheben, mit denen er seine umfangreichen Steuersenkungen finanzieren will. Daher könnten die Aktienkurse zurückgehen, da Anleger Unsicherheit nicht mögen.

Zweitens besteht das Risiko, dass der SCHD, wie unten gezeigt, ein steigendes Keilmuster gebildet hat, ein beliebtes bärisches Umkehrzeichen. Dieses Muster besteht aus zwei konvergierenden Trendlinien. Gleichzeitig hat der MACD-Indikator ein bärisches Divergenzmuster gebildet, ein beliebtes bärisches Zeichen auf dem Markt. Der Relative Strength Index (RSI) hat ebenfalls nach unten gezeigt, ein riskantes Zeichen.

Drittens besteht das Risiko, dass der ETF, der sich seit langem in einem starken Aufwärtstrend befindet, zurückfällt, da die Rallye eine Verschnaufpause einlegt.