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Die Bank of Korea nimmt eine vorsichtige Haltung zu Bitcoin-Reserven ein und verweist auf Liquiditätsbedenken.

Die Bank of Korea nimmt eine vorsichtige Haltung zu Bitcoin-Reserven ein und verweist auf Liquiditätsbedenken.
Diya Poddar
17. März 2025, 09:27 AM
  • Der Bitcoin-Kurs schwankte im vergangenen Monat zwischen 98.000 und 76.000 US-Dollar.
  • Die Bitcoin-Reservepolitik von US-Präsident Trump löst weltweit Diskussionen aus.
  • Internationale Trends deuten auf eine zunehmende Akzeptanz von Bitcoin als Reservevermögen hin.

Die Bank of Korea (BoK) hat ihre vorsichtige Haltung gegenüber der Aufnahme von Bitcoin in ihre Devisenreserven bekräftigt und dabei die hohe Volatilität und Liquiditätsbedenken angeführt.

In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage vom 16. März erklärten Beamte, sie hätten die Möglichkeit, Bitcoin in die nationalen Reserven aufzunehmen, weder erörtert noch geprüft.

Die Zentralbank betonte die Notwendigkeit von Vorsicht und argumentierte, dass die Instabilität des Kryptowährungsmarktes zu erheblichen Transaktionskosten bei der Umwandlung von Bitcoin in Bargeld führen könnte.

Die Preisschwankungen von Bitcoin waren besonders ausgeprägt. In den letzten Monaten schwankten die Preise zwischen 98.000 und 76.000 US-Dollar, bevor sie sich bei etwa 83.000 US-Dollar stabilisierten – ein Rückgang von 15 % seit dem 16. Februar, so CoinGecko.

Diese Preisschwankungen bestärken die Zurückhaltung der Bank of Korea, da die Institution Liquidität und Stabilität ihrer Devisenreserven priorisiert.

Globale Politikveränderungen erhöhen den Druck auf Südkorea.

Während Südkorea seinen konservativen Ansatz beibehält, deuten internationale Trends auf eine zunehmende Akzeptanz von Bitcoin als Reservevermögen hin.

Die jüngste Exekutivanordnung des US-Präsidenten Donald Trump zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve hat die globalen Diskussionen über die Rolle von Kryptowährungen in nationalen Finanzstrategien beschleunigt.

Länder wie El Salvador und die Zentralafrikanische Republik haben Bitcoin bereits in ihre Finanzsysteme integriert, während andere Regierungen ähnliche Strategien prüfen.

Am 6. März forderten Vertreter der südkoreanischen Kryptoindustrie und Mitglieder der Demokratischen Partei während eines Seminars die Aufnahme von Bitcoin in die nationalen Reserven.

Einige befürworteten auch die Schaffung eines an den südkoreanischen Won gebundenen Stablecoins, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im digitalen Finanzwesen zu stärken.

Trotz dieser Vorschläge betonte die Bank of Korea, dass die Reserven strenge Kriterien erfüllen müssen, darunter hohe Liquidität und ein Kreditrating von Investment Grade oder höher.

In seiner Bewertung erfüllt Bitcoin diese Bedingungen nicht.

Experten äußern sich zur Rolle von Bitcoin in den Reserven.

Südkoreanische Finanzexperten sind weiterhin geteilter Meinung darüber, ob Bitcoin in die nationalen Reserven aufgenommen werden sollte.

Professor Yang Jun-seok von der Katholischen Universität Korea wies darauf hin, dass die Devisenreserven im Verhältnis zu den Währungen der wichtigsten Handelspartner stehen sollten – eine Bedingung, die Bitcoin nicht erfüllt.

Unterdessen schlug Professor Kang Tae-soo von der KAIST Graduate School of Finance vor, dass die USA anstelle von Bitcoin Stablecoins nutzen könnten, um die Dominanz des US-Dollars zu erhalten.

Er fügte hinzu, dass die Haltung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Anerkennung von Stablecoins als Reservevermögen in der Zukunft die globalen Finanzstrategien erheblich beeinflussen könnte.

Südkorea überdenkt die Krypto-Regulierung angesichts der Gesetzesänderungen in Japan.

Die vorsichtige Haltung der Bank of Korea kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die koreanische Finanzaufsichtsbehörde die sich entwickelnden Krypto-Regulierungen Japans untersucht.

Anfang des Monats überprüfte die südkoreanische Finanzdienstleistungskommission (FSC) die neuesten japanischen Gesetzgebungstrends zu digitalen Vermögenswerten, insbesondere die mögliche Aufhebung des Verbots von Kryptobörse.

Diese Überprüfung signalisiert, dass Südkorea seine restriktiven Richtlinien für kryptobasierte Finanzinstrumente möglicherweise überdenken wird.

Obwohl die Zentralbank ihre Haltung zu Bitcoin-Reserven bekräftigt hat, könnten die zunehmende globale Akzeptanz und sich verändernde Finanzpolitiken in wichtigen Volkswirtschaften die Herangehensweise Südkoreas letztendlich beeinflussen.