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XRP-Gerichtsentscheidung klärt den Status von Kryptowährungen und widerlegt Behauptungen von Bitcoin-Befürwortern.

XRP-Gerichtsentscheidung klärt den Status von Kryptowährungen und widerlegt Behauptungen von Bitcoin-Befürwortern.
Diya Poddar
03. Juni 2025, 15:36 PM
  • Anwalt von Ripple: Bitcoin-Maxis verstehen Rechtsbegriffe falsch.
  • Gerichte lösen Streitigkeiten; sie bezeichnen Kryptowährungen nicht als Vermögenswerte, fügt Morgan hinzu.
  • Brad Garlinghouse schenkt der Bitcoin-Community den „Schädel von Satoshi“.

Der langjährige Rechtsstreit von Ripple mit der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) erreichte im vergangenen Jahr einen entscheidenden Wendepunkt, als Richterin Analisa Torres eine Entscheidung über den Rechtsstatus von XRP fällte.

Das Urteil stellte klar, dass der Einzelhandel mit XRP keine Anlageverträge darstellt und somit effektiv außerhalb der Zuständigkeit der SEC liegt.

Diese Entscheidung war entscheidend für die Gestaltung des regulatorischen Verständnisses von digitalen Vermögenswerten, trotz anhaltender Debatten von Bitcoin-Befürwortern, die weiterhin behaupten, XRP fehle eine klare Klassifizierung.

Ripple-Anwalt Bill Morgan hat sich nun direkt mit diesen Argumenten auseinandergesetzt und bekräftigt, dass die Rechtsklarheit dort geschaffen wurde, wo es am meisten zählt – vor Gericht.

XRP-Verkäufe im Einzelhandel sind keine Wertpapiere, so das Urteil von Torres.

Morgan, ein pro-Ripple-Rechtsanalyst, erläuterte, dass es im Kern der SEC-Klage gegen Ripple nie darum ging, XRP selbst als Wertpapier oder Rohstoff zu bezeichnen, sondern darum, ob die Art und Weise seines Verkaufs an Investoren den Kriterien eines Anlagevertrags gemäß dem geltenden Wertpapierrecht entsprach.

Richter Torres stellte fest, dass institutionelle Verkäufe von XRP dieser Definition entsprachen, während Einzelhandelsverkäufe dies nicht taten. Dieses zweifache Ergebnis lieferte einen differenzierten rechtlichen Rahmen, der die Behandlung von XRP danach unterscheidet, wie und an wen es verkauft wurde.

Morgan erklärte, dass US-Gerichte digitalen Vermögenswerten keine Kategorien zuweisen. Stattdessen lösen sie Streitigkeiten auf der Grundlage der Fakten eines Falls. Daher verfehlt die Frage, ob XRP ein Wertpapier oder eine Ware ist, den Sinn.

Die Klarheit ergibt sich aus der Art und Weise, wie das Gericht das Gesetz im Kontext der XRP-Verteilung ausgelegt hat – ein Unterschied, der von Kritikern oft übersehen wird.

Argumentation zur Bitcoin-Klassifizierung mangelt es an rechtlicher Grundlage.

Bitcoin-Befürworter – oft als Bitcoin-Maximalisten oder „Maxis“ bezeichnet – argumentieren, dass XRP aufgrund der fehlenden Klassifizierung durch Aufsichtsbehörden wie die SEC oder die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in einem rechtlichen Graubereich verbleibt.

Sie stellen dies dem Status von Bitcoin als Rohstoff gegenüber, der von beiden Behörden anerkannt wird, und deuten damit an, dass dies Bitcoin auf ein solideres regulatorisches Fundament stellt.

Morgan bestritt diese Logik und erklärte, dass die Klassifizierung nicht absolut sei und je nach Rechtsrahmen der einzelnen Länder variieren könne. So behandeln die australischen Behörnen Bitcoin beispielsweise als Vermögenswert und nicht als Rohstoff.

Er merkte an, dass das Beharren auf einer einzigen, universellen Klassifizierung rechtlich fehlerhaft sei und die Funktionsweise des Justizsystems in den USA untergrabe.

Seiner Ansicht nach hat das Urteil von Richter Torres die Frage nach dem rechtlichen Status von XRP für den Einzelhandel bereits geklärt, und das allein stellt eine sinnvolle Klarheit dar.

Ripple unterstützt einen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen

Neben dem Sieg vor Gericht begrüßt Ripple auch die Gesetzgebung, die darauf abzielt, das regulatorische Umfeld für digitale Vermögenswerte zu verbessern.

Stuart Alderoty, der Rechtschef von Ripple, begrüßte den Digital Asset Market Clarity Act, der letzte Woche in den USA verabschiedet wurde und der darauf abzielt, klarere Regeln für die Klassifizierung und Regulierung von Kryptowährungen zu schaffen.

Morgan teilte diese Ansicht und fügte hinzu, dass Klarheit durch rechtliche Ergebnisse und nicht durch politische Erklärungen oder Marktannahmen erreicht werden sollte.

Er argumentierte, dass das Gerichtsurteil zu XRP ein starkes Präzedenzfall dafür darstellt, wie Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten in Zukunft bewertet werden sollten.

Anstatt sich auf Bezeichnungen zu fixieren, sollten Aufsichtsbehörden und Branchenakteure sich darauf konzentrieren, wie Vermögenswerte in der Praxis eingesetzt und verkauft werden, sagte er.

In einem symbolischen Akt der Versöhnung spendete Ripple-Mitbegründer Brad Garlinghouse das Kunstwerk "Skull of Satoshi" – das oft als satirisches Emblem der Krypto-Kultur angesehen wird – an die Bitcoin-Community.

Obwohl die Maßnahme weitgehend symbolisch war, schien sie darauf abzielen, die Feindseligkeiten zwischen Anhängern konkurrierender Blockchain-Plattformen nach jahrelanger Animosität zu schlichten.