Tesla baut Chinas größten Batteriespeicher im Netzmaßstab

Tesla baut Chinas größten Batteriespeicher im Netzmaßstab
Ananthu C U
20. Juni 2025, 18:32 PM
  • Tesla wird in Shanghai Chinas größtes netzseitiges Batteriespeicherwerk errichten.
  • Das 556-Millionen-Dollar-Projekt, an dem über 100 Megapacks beteiligt sind, zielt darauf ab, Chinas städtisches Stromnetz zu stabilisieren.
  • Die Energieexpansion von Tesla in China kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach großen Batteriesystemen wächst.

Tesla hat seine erste Vereinbarung über den Bau eines Batteriespeichers im Versorgungsmaßstab in China unterzeichnet und damit trotz der anhaltenden Handelsspannungen zwischen Washington und Peking einen wichtigen Schritt in den globalen Energieambitionen des Unternehmens getan.

Die Ankündigung, die von Tesla auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo geteilt wurde, enthüllte, dass das neue Projekt nach Fertigstellung Chinas größte netzseitige Energiespeicheranlage sein wird.

556-Millionen-Dollar-Projekt wird von der lokalen Regierung und einem chinesischen Finanzier unterstützt

Das Projekt im Wert von 4 Milliarden Yuan (ca. 556 Millionen US-Dollar) beinhaltet eine Partnerschaft zwischen Tesla, der Stadtregierung von Shanghai und China Kangfu International Leasing, so ein Bericht des chinesischen Medienunternehmens Yicai, der von Reuters zitiert wird

Tesla gab an, dass sein Batteriewerk in Shanghai im ersten Quartal 2025 bereits über 100 Megapacks produziert hat.

Jedes Megapack – eine große Lithium-Ionen-Batterie, die für den Einsatz in Versorgungsunternehmen entwickelt wurde – ist in der Lage, bis zu 1 Megawatt Strom für vier Stunden zu speichern. In den USA kostet ein einzelnes Megapack knapp 1 Million US-Dollar, obwohl die Preise für den chinesischen Markt nicht bekannt gegeben wurden.

Berücksichtigung der Stabilität des Stromnetzes und des städtischen Energiebedarfs

Tesla betonte, dass die neue Anlage als "intelligenter Regler" für den städtischen Strombedarf fungieren wird.

Batteriesysteme im Versorgungsmaßstab wie Megapacks werden zur Stabilisierung des Netzes eingesetzt, indem sie überschüssige Energie aus intermittierenden erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne speichern und dann bei Nachfragespitzen wieder abgeben.

"Das netzseitige Energiespeicherkraftwerk ist ein 'intelligenter Regulator' für städtischen Strom", sagte Tesla in seinem Weibo-Beitrag.

"Es kann die Netzressourcen flexibel anpassen, den Druck der städtischen Stromversorgung effektiv lösen und den sicheren, stabilen und effizienten Strombedarf der Stadt gewährleisten."

Wettbewerb in einem überfüllten Markt

Teslas Expansion in den chinesischen Netzspeichersektor stellt das Unternehmen in direkten Wettbewerb mit großen inländischen Akteuren wie CATL und BYD, die beide eine bedeutende Präsenz in der globalen Batterieindustrie haben.

CATL, das rund 40 % des weltweiten Batteriemarktes kontrolliert, liefert Berichten zufolge auch Batteriezellen und -packs für Teslas Megapacks, so Reuters.

Trotz des harten Wettbewerbs bleibt der chinesische Markt eine wichtige Wachstumschance für Tesla, insbesondere angesichts des Vorstoßes Pekings nach saubereren Energielösungen.

Im Jahr 2024 kündigte China Pläne an, bis Ende 2025 fast 5 Gigawatt batteriebetriebene Kapazität hinzuzufügen, mit dem Ziel, insgesamt 40 Gigawatt zu erreichen.

Energiespeicherung: ein wachsender globaler Trend

Das Tesla-Werk in Shanghai bedient auch die weltweite Nachfrage, wobei Megapack-Einheiten sowohl nach Europa als auch nach Asien exportiert werden.

Die Vereinbarung steht im Einklang mit einem breiteren Anstieg des weltweiten Einsatzes von Batterien im Versorgungsmaßstab.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wuchs die weltweite Batteriespeicherkapazität im Jahr 2023 um 42 Gigawatt und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.

Trotz des politischen Gegenwinds in der Vergangenheit unterstreicht das jüngste Projekt von Tesla das Engagement des Unternehmens, seine Position in Chinas schnell wachsendem Sektor für saubere Energie zu vertiefen, ein Schritt, der angesichts der komplexen Beziehungen zwischen den USA und China auch diplomatische Bedeutung haben könnte.