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China bucht erste argentinische Sojamehlladung seit 2019, um das Angebot zu diversifizieren: Bericht

China bucht erste argentinische Sojamehlladung seit 2019, um das Angebot zu diversifizieren: Bericht
Noris Soto
30. Juni 2025, 10:45 AM
  • Chinesische Futtermittelhersteller buchten zum ersten Mal seit der Marktzulassung im Jahr 2019 30.000 Tonnen argentinisches Sojamehl.
  • Die Lieferung zielt darauf ab, die Versorgungssicherheit inmitten der anhaltenden Handelsspannungen zwischen den USA und China zu testen.
  • Niedrigere argentinische Preise und Diversifizierungsbedarf treiben den strategischen Wandel im Sourcing voran.

Chinas Futtermittelhersteller haben laut einem Bericht von Reuters ihre erste Buchung von Sojamehl-Massengütern aus Argentinien seit der Genehmigung der Importe durch Peking im Jahr 2019 besiegelt.

Dies könnte den Beginn einer neuen Richtung in der Sojamehlbeschaffungsstrategie des Landes bedeuten.

Die Lieferung von 30.000 Tonnen, die im September in der Provinz Guangdong eintreffen soll, zeigt, wie chinesische Käufer nach neuen Quellen gesucht und versucht haben, die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten aufgrund langwieriger Handelsstreitigkeiten zu verringern.

Die Lieferung wurde von einer Reihe chinesischer Futtermittelunternehmen gemeinsam zu einem CNF-Preis von 360 US-Dollar pro Tonne für die Verladung im Juli gekauft, berichtete Reuters unter Berufung auf Quellen.

Strategische Diversifikation inmitten der Handelsspannungen zwischen den USA und China

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem chinesische Unternehmen versuchen, die Lieferketten für Rohstoffe vor Störungen zu schützen, die durch den langjährigen Handelsstreit zwischen den USA und China verursacht werden.

China ist der weltweit größte Verbraucher von Sojaschrot, das in großem Umfang in Tierfutter verwendet wird.

Während der Großteil des derzeitigen Angebots vor Ort durch das Zerkleinern importierter Sojabohnen, insbesondere aus Brasilien und den Vereinigten Staaten, erzeugt wird, haben die Steuern auf amerikanische Sojabohnen viele Käufer dazu veranlasst, ihre Einkäufe zugunsten brasilianischer Alternativen einzuschränken.

Argentinien, ein weltweit führendes Unternehmen bei der Ausfuhr von Sojamehl und Sojaöl, war lange Zeit vom Eintritt in den chinesischen Sojamehlmarkt ausgeschlossen worden, weil Peking seinen heimischen Brechsektor schützte.

Im Jahr 2019 erteilte China jedoch inmitten eskalierender geopolitischer Spannungen mit den Vereinigten Staaten die Erlaubnis für argentinische Sojamehlimporte.

Trotz der Änderung der Richtlinie haben bis zum neuen Abkommen keine Massentransporte stattgefunden.

Wirtschaftliche Anreize geben dem Wandel Schwung

Neben der Politik spielte auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit eine Rolle bei der Entscheidung.

Händlern zufolge wird argentinisches Sojamehl zu niedrigeren Preisen gehandelt als im Inland zerkleinerte Alternativen, was auch dem strategischen Sinn der Diversifizierung des Angebots einen finanziellen Vorteil verschafft.

China importierte im Jahr 2024 rund 30.000 Tonnen Sojamehl, hauptsächlich aus Dänemark, wie aus Zollzahlen hervorgeht.

Chinesische Futtermittelhersteller haben hauchdünne Margen, so dass ein Preisvorteil einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidungen haben kann.

Sollte sich herausstellen, dass die argentinische Sendung bei der Ankunft den Vorschriften entspricht, kann dies den Weg für größere und regelmäßigere Importe aus Südamerika ebnen.

Weichen für eine langfristige Neuausrichtung der Versorgung stellen

Während die anfängliche Lieferung von 30.000 Tonnen im Vergleich zum gesamten chinesischen Sojamehlverbrauch gering ist, könnten die symbolischen und geopolitischen Auswirkungen des Kaufs enorm sein.

Die erfolgreiche Durchführung dieser ersten Lieferung könnte andere Futtermittelhersteller dazu ermutigen, diesem Beispiel zu folgen, insbesondere wenn die Handelsspannungen mit den Vereinigten Staaten anhalten oder sich verschärfen.

Darüber hinaus zeigt das Abkommen eine wachsende Offenheit chinesischer Unternehmen, Alternativen zu ihrem traditionellen Sojabohnenimportmodell in Betracht zu ziehen, das sich hauptsächlich auf die Vereinigten Staaten und Brasilien stützt.

Ein vielfältigeres Importportfolio könnte Chinas landwirtschaftliche Liefernetzwerke dabei unterstützen, geopolitischen Bedrohungen und globalen Marktschwankungen standzuhalten.