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Märkte in Europa eröffnen: Aktien geben nach; China erhebt Zölle von bis zu 34,9 % auf EU-Drandy

Märkte in Europa eröffnen: Aktien geben nach; China erhebt Zölle von bis zu 34,9 % auf EU-Drandy
Deepali Singh
04. Juli 2025, 09:42 AM
  • Europäische Aktien eröffneten am Freitag niedriger; Der Stoxx 600 fiel um 0,4 %, der französische CAC 40 um 0,72 %.
  • China verhängte Zölle von bis zu 34,9 % auf EU-Brandy, was französische Luxus- und Getränkeaktien traf (Remy Cointreau -4,5 %).
  • US-Finanzminister Bessent geht davon aus, dass ~100 Länder mit einem "gegenseitigen" Basiszoll von 10% konfrontiert sein werden.

Die europäischen Aktienmärkte begannen die Handelssitzung am Freitag auf breiter Front im Minus, wobei der regionale Stoxx 600-Index nachgab, da die Anleger auf die Nachricht reagierten, dass China hohe Zölle auf Brandy aus der Europäischen Union erhebt.

Diese Entwicklung, gepaart mit der anhaltenden Unsicherheit über die Fristen für die US-Zölle, hat einen Schatten auf die Märkte geworfen, wobei die französischen Luxus- und Getränkeunternehmen früh einen Schlag erlitten haben.

Roter Start in den Freitag: Chinas Brandy-Zölle erschrecken die Märkte

Zum Handelsschluss fiel der paneuropäische Stoxx 600 Index um 0,4 %.

Die negative Stimmung war weit verbreitet, wobei der britische FTSE 100 um 0,32 %, der deutsche DAX um 0,29 % und der französische CAC 40 mit einem Rückgang von 0,72 % die Verluste anführten.

Dieser Abschwung folgt auf einen höheren Schlusskurs am Donnerstag, als die globalen Aktien zunächst durch einen deutlich stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht gestützt wurden.

Der Hauptauslöser für die Schwäche am Freitag ist eine endgültige Entscheidung des chinesischen Handelsministeriums zu seiner Untersuchung von Brandy aus der Europäischen Union.

Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums (via Google-Übersetzung) kam die Untersuchung zu dem Schluss, dass die EU die Spirituose entsorgt hat.

Reuters berichtete, dass ab dem 5. Juli für einen Zeitraum von fünf Jahren ein Zollsatz auf EU-Brandy von bis zu 34,9 % festgelegt wird.

Diese Nachricht hatte unmittelbare Auswirkungen auf die französischen Getränkeverkäufer.

Die Aktien von Pernod Ricard fielen um 3,3 %, Remy Cointreau um 4,5 % und der Luxuskonzern LVMH, der auch ein bedeutendes Spirituosengeschäft betreibt, verzeichnete einen Aktienrückgang von 2,1 %.

Die Uhr der Zölle tickt: US-Fristen und Nervosität bei den Handelsgesprächen

Zur vorsichtigen Stimmung trägt bei, dass sich die Anleger sehr wohl bewusst sind, dass die Frist von US-Präsident Donald Trump für die Zollverhandlungen am 9. Juli immer näher rückt.

Diese Frist könnte dazu führen, dass die Zölle auf wichtige Handelspartner, einschließlich der Europäischen Union, in die Höhe schnellen, wenn kein umfassendes Handelsabkommen erreicht wird.

Präsident Trump hat erklärt, dass die USA damit beginnen werden, Briefe an Länder zu senden, in denen ihre spezifischen Zollsätze für Exporte in die USA festgelegt werden, wobei 10 bis 12 Länder heute ihre Zollsätze erhalten sollen.

US-Finanzminister Scott Bessent sagte gegenüber Bloomberg, er erwarte, dass rund 100 Länder mit einer Abgabe von 10 Prozent konfrontiert sein werden, die als Grundlage für die sogenannten "gegenseitigen" Zölle dient.

Die EU hat unterdessen erklärt, dass sie sich einem "Rahmen"-Handelsabkommen mit den USA nähert, hat aber auch eingeräumt, dass ein vollständiges Abkommen bis zum 9. Juli unmöglich zu erreichen sein wird, so dass das endgültige Ergebnis ungewiss ist.

Während die Wall Street heute offiziell eine Pause einlegt, um den Feiertag am 4. Juli zu begehen, werden die Anleger zweifellos ein wachsames Auge auf ihre Handys haben, um Updates zu diesen Handelsentwicklungen sowie zu den Auswirkungen von Präsident Trumps Flaggschiff-Megabill zu erhalten, das kürzlich im Kongress verabschiedet wurde und eine Vielzahl von Steueränderungen verspricht. Sozialausgaben und Energiepolitik.

Unternehmensumzüge: Air France-KLM übernimmt Mehrheitskontrolle über SAS

Im Unternehmensbereich kündigte die Airline-Gruppe Air France-KLM an, ein Verfahren zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der skandinavischen Fluggesellschaft SAS einzuleiten.

Durch diesen Schritt wird Air France-KLM seine Beteiligung an dem Unternehmen von derzeit knapp 20 % auf 60,5 % erhöhen.

Die Airline-Gruppe hofft, den Deal in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres abschließen zu können.

Der Schritt wird als stabilisierende Kraft für die skandinavische Fluggesellschaft angesehen.

"Der Schritt bringt nicht nur Stabilität, sondern wird auch eine tiefere industrielle Integration ermöglichen", sagte SAS-CEO Anko van der Werff in einer Erklärung und signalisierte damit ein neues Kapitel für die Fluggesellschaft, die sich mehrheitlich im Besitz des französisch-niederländischen Konzerns befindet.