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Brasilianischer Ibovespa steigt weiter, da institutioneller Optimismus trotz Gewinnen im ersten Halbjahr anhält

Brasilianischer Ibovespa steigt weiter, da institutioneller Optimismus trotz Gewinnen im ersten Halbjahr anhält
Noris Soto
16. Juli 2025, 19:53 PM
  • Die Anleger bleiben optimistisch in Bezug auf Ibovespa und erwarten Gewinne aus ausländischen Zuflüssen und makroökonomischen Verschiebungen.
  • Sinkende Zinsen, nachlassende Inflation und Wahloptimismus beflügeln brasilianische Aktien.
  • Der Index ist in der ersten Jahreshälfte um rund 12% gestiegen,

Trotz eines Anstiegs von 12% in der ersten Jahreshälfte bleiben institutionelle Anleger optimistisch, was das Aufwärtspotenzial des Ibovespa-Index angeht.

Laut einer aktuellen XP-Analyse unterstützt eine Mischung aus globalen und inländischen Variablen diese optimistische Prognose.

Ein entscheidender Treiber ist die kontinuierliche Abwanderung von ausländischem Geld aus den Vereinigten Staaten in andere Märkte, insbesondere nach Brasilien.

Es wird erwartet, dass sich die Investitionsrotation fortsetzen wird, insbesondere solange die politische und makroökonomische Instabilität in den Vereinigten Staaten anhält.

Die Abschwächung der US-Währung, die in der ersten Hälfte des Jahres 2025 um fast 12 % fiel, trug ebenfalls zur Stützung der brasilianischen und anderen lateinamerikanischen Märkte bei.

Der unerwartete Absturz des Dollars war zwar in seinem Ausmaß erschreckend, stand aber im Einklang mit früheren Prognosen, dass die Volatilität unter der Trump-Regierung zur Entwicklung von Marktaktiva beitragen würde.

Niedrigere Zinsen und Inflation verbessern die lokalen Aussichten

XP nennt drei Hauptgründe, warum das Unternehmen in Bezug auf brasilianische Aktien in Zukunft optimistisch bleibt: die Rotation in den Rest der Welt, die sich wahrscheinlich über US-Aktien hinaus erstrecken wird, sinkende Inflation und Zinssätze sowie der Wahlhandel, der vor nationalen Wahlen häufig vorkommt.

All diese Faktoren deuten auf einen optimistischeren Ausblick für Aktien im Laufe des Jahres hin.

In der Vergangenheit war der Übergang des Landes zu einem Niedrigzinsregime, insbesondere angesichts des Abklingens der Inflation, ein bullisches mittel- bis langfristiges Umfeld für Aktien.

Dies zusammen dürfte brasilianische Anlagen attraktiver machen, insbesondere für institutionelle Anleger, die nach Renditen außerhalb der USA suchen.

US-Handelspolitik treibt regionale Erholung voran

Der Rückgang der brasilianischen Vermögenspreise Ende 2024, der zum Teil durch die US-Handelspolitik angeheizt wurde, legte den Grundstein für die derzeitige Erholung.

Die Einführung von Zöllen durch Präsident Trump hat die Kapitalabflüsse aus den Vereinigten Staaten erhöht und Gelder in Schwellenländer wie Brasilien getrieben.

Mit seiner robusten Liquidität und seinem zyklischen Charakter war das Land ein offensichtlicher Nutznießer dieser Verschiebung.

Institutionelle Stimmen, darunter Manager von ARX Investimentos und Genoa Capital, sind sich einig, dass die Schwäche des letzten Jahres den Weg für die aktuelle Erholung geebnet hat.

Die Kombination aus externen Schocks und dem Absturz des Dollars führte zu einem erhöhten Interesse an lateinamerikanischen Aktien.

Neuausrichtung des Wahlhandels und der Neuausrichtung von Vermögenswerten im Fokus

Auch die Marktdynamik wird von der brasilianischen Politik beeinflusst. In der zweiten Hälfte eines Wahljahres kam es in der Vergangenheit zu einer Neubewertung von Aktien, da die Anleger in Erwartung politischer Veränderungen neue Positionen einnahmen.

XP-Analysten sagen, dass der Markt in der Regel zwischen 6 und 12 Monaten vor der Wahl beginnt, Wahlszenarien zu berücksichtigen.

Angesichts der restriktiveren Bewertungen, die durch die jüngste Aufwertung verursacht wurden, sehen die Manager die Chancen nach wie vor davon ab, dass der Dollar schwach bleibt und die Rohstoffpreise ihr aktuelles Niveau halten.

Ein Beispiel: Genoa Capital hat sich Ende 2024 ganz aus Brasilien zurückgezogen, aber im vergangenen Jahr sein Engagement wieder aufgebaut.

Fast die Hälfte des Portfolios ist wieder an brasilianische Vermögenswerte gebunden, was ein Beleg für die Erholung des Marktes ist.

Obwohl amerikanische Unternehmen trotz der Herausforderungen, insbesondere im Cyberspace, wie z. B. der generativen KI, robust bleiben, sehen Genua und andere Brasilien nun als eine immer attraktivere Ergänzung.

Die makroökonomischen Bedingungen haben sich geändert und die politischen Narrative haben sich aufgeheizt, aber jetzt sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass institutionelle Anleger in den kommenden Monaten verstärkt auf dem brasilianischen Markt agieren werden.