TSMC Q2 Nettogewinn steigt um 60,7% auf Rekordhoch und übertrifft damit die Marktschätzungen

TSMC Q2 Nettogewinn steigt um 60,7% auf Rekordhoch und übertrifft damit die Marktschätzungen
Deepali Singh
17. Juli 2025, 09:00 AM
  • Der Nettogewinn von TSMC stieg im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 60,7% auf ein Rekordhoch von 398,3 Mrd. T$ (13,53 Mrd.) und übertraf damit die Prognosen.
  • Das Wachstum wurde durch die robuste Nachfrage nach fortschrittlichen KI-Chips von Kunden wie Apple und Nvidia angetrieben.
  • Fortschrittliche Chips (7 Nanometer oder kleiner) machten im 2. Quartal massive 74 % des gesamten Waferumsatzes von TSMC aus.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC), der weltweit größte und wichtigste Auftragschiphersteller, gab am Donnerstag einen erstaunlichen Anstieg des Nettogewinns um 60,7% für das zweite Quartal bekannt, ein Ergebnis, das die Marktprognosen deutlich übertraf und einen neuen historischen Höchststand für das Unternehmen erreichte.

Diese starke Leistung wurde durch die weltweit steigende Nachfrage nach fortschrittlichen Halbleitern angetrieben, die in einer Vielzahl von Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) eingesetzt werden.

Ein erfolgreiches Quartal: Rekordgewinne und Umsatz übertroffen

TSMC, ein wichtiger Fertigungspartner für Tech-Titanen wie Apple (AAPL. O) und Nvidia (NVDA. O), meldete für den Zeitraum April-Juni einen Nettogewinn, der auf 398,3 Mrd. T$ (13,53 Mrd. T) stieg.

Diese Zahl übertraf deutlich die LSEG SmartEstimate in Höhe von 377,9 Mrd. T$, eine Konsenskennzahl, die auf die Prognosen von Analysten gewichtet wird, die eine Erfolgsbilanz bei der konsequenteren Genauigkeit vorweisen können.

Laut Reuters markierte dieser Nettogewinn im zweiten Quartal auch ein neues Rekordhoch für das Unternehmen. Der Nettoumsatz von TSMC für das Juniquartal war ebenso beeindruckend und stieg gegenüber dem Vorjahr um 38,65 % auf 933,80 Mrd. NT (31,7 Mrd.) und übertraf damit ebenfalls die Marktschätzungen.

Der Megatrend KI: Fortschrittliche Chips treiben das Wachstum voran

Die treibende Kraft hinter der bemerkenswerten finanziellen Leistung von TSMC ist der anhaltende Megatrend hin zu künstlicher Intelligenz.

Als weltweit führender Auftragshersteller von Chips ist TSMC einzigartig positioniert, um von diesem Trend zu profitieren, da das Unternehmen für die Produktion der fortschrittlichsten KI-Prozessoren für eine Reihe hochkarätiger Kunden verantwortlich ist, darunter Nvidia und Apple.

In der Halbleitertechnik entsprechen kleinere Nanometergrößen kompakteren und leistungsfähigeren Transistordesigns, was wiederum zu einer höheren Rechenleistung und Energieeffizienz führt.

Um diesen Punkt zu unterstreichen, erklärte TSMC, dass diese fortschrittlichen Chips mit Größen von 7 Nanometern oder kleiner im Quartal massive 74 % des gesamten Waferumsatzes ausmachten.

Mit Gegenwind: Handelsspannungen und Marktunsicherheiten

Trotz seiner derzeitigen herausragenden Leistung ist TSMC nicht ohne potenzielle Herausforderungen am Horizont. Das Unternehmen sieht sich mit potenziellem Gegenwind durch die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump konfrontiert, der damit gedroht hat, Taiwan hohe "gegenseitige Zölle" aufzuerlegen.

Lokalen Medienberichten zufolge sieht sich Taiwan mit einem im April angekündigten Zoll von 32 % konfrontiert und befindet sich derzeit mitten in Handelsgesprächen mit den USA. Anfang dieses Monats warnte Präsident Trump auch vor möglichen zusätzlichen Zöllen speziell auf Halbleiter, ein Schritt, der sich direkt auf TSMC auswirken würde.

Die US-Exportkontrollen haben auch das Geschäft von TSMC mit China sowie das Geschäft seiner wichtigsten Kunden wie Nvidia und AMD eingeschränkt.

Inmitten des jüngsten Tauwetters der Handelsbeziehungen zwischen Peking und Washington sagten sowohl Nvidia als auch AMD Anfang dieser Woche, dass sie von der Regierung Zusicherungen erhalten hätten, bestimmte Produkte wieder nach China zu liefern, was an dieser Front einen Schimmer der Erleichterung bietet.

Zu den weiteren potenziellen Gegenwinden, mit denen TSMC in der zweiten Jahreshälfte konfrontiert ist, gehören die Aufwertung des Taiwan-Dollars und die Möglichkeit von Auftragskürzungen bei Smartphone- und PC-Kunden aufgrund unsicherer globaler makroökonomischer Bedingungen.

Trotz dieser Herausforderungen sind die in Taiwan notierten Aktien von TSMC in diesem Jahr bisher um etwa 5% gestiegen, was das Vertrauen des Marktes in seine langfristigen Aussichten widerspiegelt.