Goldman Sachs stuft Liberty Formula One hoch und verweist auf starkes Kapitalrenditepotenzial

Goldman Sachs stuft Liberty Formula One hoch und verweist auf starkes Kapitalrenditepotenzial
Ananthu C U
22. Juli 2025, 17:33 PM
  • Goldman Sachs stuft Liberty Formula One auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 120 $ hoch und prognostiziert ein Aufwärtspotenzial von 17%.
  • Analysten erwarten bis 2030 Kapitalrenditen in Höhe von 6,2 Mrd. $ durch Aktienrückkäufe und Schuldenabbau.
  • Zu den Wachstumschancen gehören unterschätzte F1-Sponsoring-Einnahmen und die langfristige Expansion der MotoGP.

Goldman Sachs hat die Liberty Formula One Group (NASDAQ: FWONK) von "Hold" auf "Buy" heraufgestuft und begründet dies mit einem überzeugenden Investment Case, der auf langfristigen Wachstumstrends und einem klaren Weg zu robusten Kapitalrenditen basiert.

Analyst Stephen Laszczyk setzte ein neues Kursziel von 120 $ für die Motorsportaktie, was einem Aufwärtspotenzial von 17% gegenüber dem Schlusskurs vom Montag entspricht.

Die Hochstufung erfolgt, da die Aktien von Liberty Formula One seit Jahresbeginn bereits um fast 13 % gestiegen sind, was auf ein wachsendes Interesse der Anleger an der einzigartigen Positionierung des Unternehmens in der globalen Sportmedienlandschaft hinweist.

In einer am Montag veröffentlichten Forschungsnotiz beschrieb Laszczyk Liberty Formula One als eine "qualitativ hochwertige, umsetzungsbasierte Wachstumsgeschichte mit Potenzial für übergroße Kapitalrenditen".

Das Unternehmen besitzt sowohl die Formel-1- als auch die MotoGP-Rennliga, was laut Laszczyk den Anlegern ein Engagement in den langfristigen Wachstumstrends der Sportmedien ermöglicht und gleichzeitig die Voraussetzungen für das schafft, was zu einer wichtigen Kapitalrendite im breiteren Medien- und Unterhaltungssektor werden könnte.

Schuldenabbau und Aktienrückkäufe, um die Renditen zu steigern

Eine Schlüsselkomponente des optimistischen Ausblicks von Goldman Sachs ist die Möglichkeit für Liberty Formula One, seine Bilanz in den kommenden Jahren zu entschulden und eine beträchtliche Menge an Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.

Laszczyk merkte an, dass Liberty im Basisszenario der Bank den Verschuldungsgrad bei 2,5x halten könnte, während er eine Reihe von Aktienrückkäufen durchführt.

Dieses Szenario impliziert eine potenzielle Kapitalrendite von etwa 6,2 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre bis 2030, was etwa 25 % der aktuellen Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht.

Dieser strategische Schuldenabbau in Kombination mit einer disziplinierten Kapitalallokation unterstützt eine langfristige Anlagethese, die weniger auf kurzfristige Ertragsüberraschungen angewiesen ist und sich mehr auf den strukturellen Wandel und die Schaffung von Shareholder Value konzentriert.

Goldman sieht diesen Ansatz in der Medienbranche als zunehmend attraktiv an, da viele Unternehmen mit stagnierenden traditionellen Einnahmequellen konfrontiert sind.

Umsatzsteigerung durch Sponsoring und MotoGP-Wachstum

Abgesehen von Financial Engineering sieht Goldman auch Aufwärtspotenzial in den wichtigsten Motorsport-Assets von Liberty.

Konkret argumentiert Laszczyk, dass der Markt das Monetarisierungspotenzial in der Sponsoring-Kategorie der Formel 1 möglicherweise unterschätzt.

Er glaubt, dass die Einnahmen aus Sponsoring-Deals schneller wachsen könnten, als der Analystenkonsens erwartet, und möglicherweise die aktuellen Schätzungen der Wall Street bis 2028 übertreffen könnten.

Das Unternehmen hob auch die Wachstumschancen in der MotoGP hervor, die die Liberty Formel 1 kürzlich unter ihr Dach gebracht hat.

Während es unwahrscheinlich ist, dass die MotoGP kurzfristig als Umsatzkatalysator dienen wird, sieht Laszczyk Parallelen zum Wachstumskurs der Formel 1 nach der Übernahme von Liberty.

"Ähnlich wie Liberty 2+ Jahre gebraucht hat, um mit Partnern für die Formel 1 in Schwung zu kommen, erwarten wir, dass sich die Wachstumsgeschichte der MotoGP mittel- bis langfristig entwickeln wird", schrieb er.

Der Schlüssel zur Expansionsstrategie der MotoGP wird die Globalisierung des Sports und die mögliche Erweiterung des Rennkalenders sein, was zusätzliche Einnahmen durch neue Märkte und ein erhöhtes Fan-Engagement freisetzen könnte.

Insgesamt sieht Goldman Sachs Liberty Formula One als eine differenzierte Medieninvestition, die starke Fundamentaldaten, wachsende globale Attraktivität und einen disziplinierten Ansatz für die Aktionärsrenditen kombiniert.