Nvidias Erholung in China wird angesichts der Verzögerungen bei den H20-Chips allmählich erfolgen

Nvidias Erholung in China wird angesichts der Verzögerungen bei den H20-Chips allmählich erfolgen
Ananthu C U
23. Juli 2025, 17:52 PM
  • Die Lieferungen von Nvidias H20-Chips nach China verzögern sich, wobei bis zum 4. Quartal vernachlässigbare Auswirkungen auf den Umsatz erwartet werden.
  • Die Unsicherheit über Exportlizenzen, stornierte Aufträge und ein langsamer Lieferanlauf begrenzen kurzfristige Gewinne.
  • Analysten sehen den Schritt als langfristig positiv, wobei im Jahr 2026 erhebliche Auswirkungen erwartet werden.

Die Pläne von Nvidia, über seine H20-Chips wieder mit dem chinesischen Markt in Kontakt zu treten, stehen vor einer langsamen und maßvollen Erholung, da Produktionsrückschläge und regulatorische Unsicherheit die kurzfristigen Erwartungen belasten.

Während die Bemühungen des Chipherstellers, den Verkauf von KI-Chips nach China wieder aufzunehmen, ein langfristiges Wachstumsnarrativ bieten, warnen Analysten, dass die unmittelbaren Auswirkungen auf den Umsatz wahrscheinlich begrenzt bleiben werden.

Der H20-Chip, Teil der Hopper-Architektur von Nvidia, wurde entwickelt, um die US-Exportbeschränkungen einzuhalten und gleichzeitig die wachsende Nachfrage nach Computing mit künstlicher Intelligenz in China zu bedienen.

Logistische und regulatorische Verzögerungen verzögern jedoch den Zeitplan für eine signifikante Umsatzerholung in der Region.

Verzögerungen und Lizenzprobleme Kurzfristiger Ausblick für die Cloud

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von The Information wies auf Produktionsverzögerungen bei Nvidias Bemühungen hin, die Lieferungen des H20-Chips nach China wieder aufzunehmen.

Diese weniger fortschrittlichen Halbleiter sind zwar für KI-Workloads konzipiert, dürfen aber nur unter strengen Vorschriften der US-Regierung exportiert werden.

Derzeit stehen die Exportgenehmigungen noch aus, und das Unternehmen hat mit der Stornierung früherer Aufträge und einem begrenzten fertigen Bestand zu kämpfen.

Nvidia hat bereits mitgeteilt, dass die Auswirkungen des H20-Chips auf den Umsatz bis mindestens zum vierten Quartal des Geschäftsjahres vernachlässigbar sein werden.

Darüber hinaus dauert es bis zu neun Monate, bis die Lieferkette des Unternehmens hochgefahren ist, was zu weiteren Verzögerungen bei der Skalierung der Lieferungen führt.

"Wir würden die kurzfristigen Erwartungen in Schach halten, da die Lizenzen noch nicht vergeben wurden und wir Fragen zum verfügbaren Angebot an H20 sehen und ob RTX-Chips (ehemals B30/B40) ebenfalls enthalten sein werden", schrieb Morgan Stanley-Analyst Charlie Chan kürzlich in einer Notiz.

Chan wies jedoch darauf hin, dass der Schritt für 2026 "deutlich positiv" sei, nicht nur für Nvidia, sondern auch für breitere KI-bezogene Aktien.

China-Strategie verlagert Fokus auf langfristige Positionierung

Die Ankündigung von Nvidia Anfang des Monats, den H20-Verkauf wieder aufzunehmen, ist ein strategischer Versuch, auf dem massiven chinesischen KI- und Computermarkt wieder Fuß zu fassen.

Die Entscheidung erfolgt, nachdem die USA die Exportkontrollen für High-End-Halbleiter verschärft und die Chiphersteller gezwungen haben, konforme Alternativen für chinesische Kunden zu entwickeln.

Dennoch zeichnet sich ab, dass es bei der Einführung von H20-Chips eher um den Wiederaufbau der Dynamik als um das Erreichen eines unmittelbaren Wachstums geht.

Analysten von Morgan Stanley, Piper Sandler und Rosenblatt äußerten alle die Befürchtung, dass Nvidia mit mehreren Gegenwinden konfrontiert ist, von Exportgenehmigungen bis hin zu Lieferengpässen, bevor die Bemühungen einen sinnvollen Beitrag zu den Einnahmen leisten können.

Der maßvolle Ansatz des Unternehmens deutet darauf hin, dass Anleger ihre kurzfristigen Erwartungen dämpfen sollten, da die größeren Auswirkungen voraussichtlich im Jahr 2026 und darüber hinaus zum Tragen kommen werden.

Die Gewinne der Nvidia-Aktie bleiben stabil, da die Anleger auf Chips der nächsten Generation blicken

Trotz des vorsichtigen Ausblicks für China sind die Aktien von Nvidia seit Jahresbeginn um 22% gestiegen, einschließlich eines Anstiegs von 10% im Juli.

Das Unternehmen profitiert weiterhin von seiner dominanten Position im Bereich der KI-Chips, und die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich bereits auf die kommenden RTX-Chips auf Blackwell-Basis, die die nächste Generation über die aktuelle Hopper-Linie hinaus darstellen.

Während Nvidia daran arbeitet, seine Präsenz in China wiederherzustellen, bleibt das breitere Narrativ rund um seine KI-Führungsrolle und die Produkt-Roadmap der nächsten Generation intakt.

Aber vorerst wird der Weg zur Erholung in einem der größten Märkte der Welt Geduld und eine sorgfältige Umsetzung erfordern.