Trump-Administration erwägt Börsengang von Fannie Mae und Freddie Mac noch in diesem Jahr: Bericht

Trump-Administration erwägt Börsengang von Fannie Mae und Freddie Mac noch in diesem Jahr: Bericht
Vatsala Gaur
08. Aug. 2025, 18:40 PM
  • Die Trump-Regierung prüft Börsengänge für Fannie Mae und Freddie Mac im Wert von insgesamt 500 Milliarden US-Dollar, berichtet das WSJ.
  • Die potenziellen Börsengänge könnten der Regierung 30 Milliarden US-Dollar einbringen, bei Aktienverkäufen von 5 % bis 15 %.
  • Die Debatte darüber, ob die Hypothekenriesen zusammen oder getrennt aufgeführt werden sollen, geht weiter.

Die Trump-Regierung bereitet sich darauf vor, noch in diesem Jahr Börsengänge für die Hypothekenfinanzriesen Fannie Mae und Freddie Mac zu starten, was einen der größten Aktienemissionen in der Geschichte der USA markieren könnte, berichtete das Wall Street Journal am Freitag.

Personen, die mit den Diskussionen vertraut sind, sagten der Zeitung, dass die kombinierte Bewertung der Unternehmen 500 Milliarden US-Dollar übersteigen könnte, wobei die Regierung etwa 30 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von 5 bis 15 % ihrer Aktien aufbringen will.

Die Beamten diskutieren immer noch, ob die beiden Unternehmen gemeinsam oder als separate Unternehmen an die Börse gehen sollten.

Die Nachricht ließ beide Aktien im außerbörslichen Handel stark nach oben treiben, wobei Fannie Mae um mehr als 20% und Freddie Mac um fast 18% zulegten.

Von Rettungspaketen aus der Krisenzeit bis hin zu potenziellen Marktrenditen

Fannie Mae und Freddie Mac stehen seit 2008 unter staatlicher Vormundschaft, als sie während der Subprime-Hypothekenkrise zahlungsunfähig wurden.

Das US-Finanzministerium rettete die Unternehmen mit Steuergeldern im Austausch gegen Vorzugsaktien, die im Laufe der Jahre Milliarden von Dollar an Dividenden ausgeschüttet haben.

Die beiden wurden vom Kongress geschaffen, um dem Immobilienmarkt Stabilität zu verleihen, indem sie ein stetiges Angebot an erschwinglichen Hypothekenfinanzierungen gewährleisten.

Ihr Zusammenbruch während der Finanzkrise machte die Risiken auf dem Hypothekenmarkt deutlich, während ihre anschließende staatliche Kontrolle zu einem Symbol für staatliche Eingriffe in den Wohnungssektor wurde.

Der Ausstieg aus der Vormundschaft durch einen Börsengang wäre ein bedeutender Meilenstein.

Bill Pulte, Chef der Federal Housing Finance Agency, hat zuvor angedeutet, dass die Firmen Aktien verkaufen könnten, während sie unter Konservierung bleiben, obwohl Details zu einer solchen Vereinbarung unklar bleiben.

Argumente für und gegen den Verkauf der Anteile

Präsident Donald Trump traf sich Anfang dieser Woche mit den CEOs der Citigroup und der Bank of America, um Privatisierungspläne zu besprechen, berichtete Reuters.

Seine Verbündeten begannen Monate vor seiner Wiederwahl damit, den Grundstein für mögliche Börsengänge zu legen.

Befürworter argumentieren, dass der Verkauf von Aktien das Bundesdefizit verringern und den Wert an die Steuerzahler zurückgeben würde.

Die Banker haben sich jedoch skeptisch geäußert, ob eine so große und komplexe Transaktion innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden kann.

Frühere Versuche, die Unternehmen zu privatisieren, auch während der ersten Amtszeit Trumps, scheiterten.

Die Unternehmen profitierten lange Zeit von einer impliziten staatlichen Garantie, die die Anleger beruhigte.

Analysten warnen davor, dass die Abschaffung oder Änderung dieses Backstops zu höheren Hypothekenzinsen führen könnte.

Trump hat gesagt, er wolle, dass die Garantie in irgendeiner Form bestehen bleibt, hat aber nicht erklärt, wie sie in einer öffentlichen Unternehmensstruktur umgesetzt werden soll.

Die Beteiligung der Regierung bleibt dominierend

Das Finanzministerium hält Optionsscheine zum Kauf von etwa 80 % der Stammaktien beider Unternehmen sowie vorrangige Vorzugsaktien.

Andere Anleger halten Junior-Vorzugsaktien oder Stammaktien.

Jedes Angebot würde bedeuten, dass die Regierung einen Teil ihrer Beteiligung verkauft, obwohl das Ausmaß des Verkaufs und die zukünftige Eigentümerstruktur noch diskutiert werden.

Ob die Börsengänge innerhalb des diskutierten beschleunigten Zeitplans stattfinden, bleibt ungewiss.

Aber wenn sie abgeschlossen sind, würden sie zu den größten Aktienemissionen aller Zeiten gehören, was den US-Immobilienfinanzierungsmarkt möglicherweise umgestalten und die Rolle der staatlichen Unterstützung im Hypothekensystem verändern würde.