UBS-Stratege warnt davor, dass die Marktrallye im August ins Stocken geraten könnte, da sich das Wachstum in den USA verlangsamt

UBS-Stratege warnt davor, dass die Marktrallye im August ins Stocken geraten könnte, da sich das Wachstum in den USA verlangsamt
Ananthu C U
08. Aug. 2025, 20:06 PM
  • UBS warnt davor, dass die Rallye der US-Aktien ins Stocken geraten könnte, da sich das Wachstum verlangsamt und die saisonale Schwäche von August bis September einsetzt.
  • Der Stratege sieht die implizite Volatilität vor einer Umkehr und setzt die zyklischen Werte unter Druck.
  • Schwache Arbeitsmarktdaten, Zölle und eine Verlangsamung der Beschäftigtenzahlen tragen zum Gegenwind an den Märkten bei.

Die jüngste Rallye des Aktienmarktes könnte sich einer Pause nähern, da sich Anzeichen für eine Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums abzeichnen, so Andrew Garthwaite, Chief Global Equity Strategist bei UBS.

Der Stratege verweist sowohl auf makroökonomische Indikatoren als auch auf Marktsignale, die darauf hindeuten, dass die Aufwärtsdynamik des S&P 500 in den kommenden Monaten gefährdet sein könnte.

Garthwaite betonte, dass die implizite Intra-Index-Volatilität – ein Maß für die erwarteten Schwankungen innerhalb der Indexkomponenten – nun am unteren Ende ihrer historischen Spanne liegt, was sie anfällig für eine Umkehr macht. "Wenn er steigt, haben zyklische Werte in 84 % der Fälle tendenziell unterdurchschnittlich abgeschnitten", stellte er kürzlich in einem Kundenbriefing fest.

Der UBS-Stratege behält einen vorsichtigen kurzfristigen Ausblick bei und prognostiziert, dass der August wahrscheinlich ein negativer Monat für Aktien sein wird, da sich das US-Wachstum verlangsamt, während die US-Notenbank die Zinssätze bis September nicht senken kann.

Konjunkturindikatoren signalisieren Verschlechterung

UBS geht davon aus, dass sich die US-Konjunkturdaten in den kommenden Monaten weiter abschwächen werden, was die Märkte zusätzlich unter Druck setzen könnte.

Trotz der starken Performance des S&P 500 in diesem Jahr – ein Plus von 8 % im Jahr 2025 und ein Anstieg von mehr als 30 % über seinen Tiefstständen im April – waren die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Trends schwach.

Garthwaite wies auf den Arbeitsmarkt als einen wichtigen Bereich hin, der Anlass zur Sorge gibt.

Während die Aktienmärkte höhere Zölle und schleppende Daten mit einem Achselzucken hingenommen haben, stellte der Stratege fest, dass "die annualisierten 3-Monats-Arbeitsstunden stark zurückgegangen sind", während die Werte des Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Beschäftigung auf eine Verlangsamung des Beschäftigungswachstums hindeuten.

UBS geht davon aus, dass sich das Beschäftigungswachstum außerhalb der Landwirtschaft im vierten Quartal deutlich verlangsamen wird, und rechnet mit einem Monatsdurchschnitt von nur 48'000 Stellen.

Die Prognose beinhaltet auch die Möglichkeit, dass die Beschäftigtenzahlen im 4. Quartal negativ werden, mit einem Rückgang von etwa 12.000 Stellen.

Saisonaler Gegenwind und Fed-Timing

Abgesehen von dem sich abschwächenden wirtschaftlichen Umfeld könnten saisonale Muster die Anlegerstimmung weiter dämpfen.

Historisch gesehen waren August und September die schwächsten Monate für Aktien, und UBS sieht keinen Grund, in diesem Jahr ein anderes Ergebnis zu erwarten.

Garthwaite bekräftigte, dass es unwahrscheinlich ist, dass die US-Notenbank die Zinssätze vor September senken wird, was die mögliche politische Unterstützung in naher Zukunft begrenzen wird.

Angesichts der Kombination aus schwächeren Wirtschaftsdaten, historisch niedrigen Volatilitätsniveaus und saisonaler Schwäche ist der Stratege der Ansicht, dass das aktuelle Marktumfeld Vorsicht erfordert.

Die Erholung des S&P 500 auf Rekordhochs war bemerkenswert für seine Widerstandsfähigkeit, aber UBS warnt, dass dies trotz zunehmender makroökonomischer Herausforderungen geschehen ist.

Ob der Index seine Dynamik aufrechterhalten kann, wird wahrscheinlich davon abhängen, wie schnell sich der Arbeitsmarkt und die breiteren Wachstumsindikatoren stabilisieren – und vom nächsten Schritt der Fed, sobald sie Spielraum für Zinsanpassungen hat.

Wie Garthwaite in seiner Kundennotiz zusammenfasste, deutet die Bilanz der Risiken darauf hin, dass die Hausse des Marktes eine Verschnaufpause einlegen könnte, da die kommenden Monate wahrscheinlich die Geduld und Überzeugung der Anleger auf die Probe stellen werden.