Invezz

Vietnam genehmigt fünfjähriges Pilotprojekt für den Krypto-Handel mit einer Kapitalregel von 379 Millionen US-Dollar

Vietnam genehmigt fünfjähriges Pilotprojekt für den Krypto-Handel mit einer Kapitalregel von 379 Millionen US-Dollar
Diya Poddar
09. Sept. 2025, 15:00 PM
  • Vietnam startet ein 5-Jahres-Pilotprojekt zur Regulierung des Krypto-Handels nach strengen nationalen Regeln.
  • Die Plattformen benötigen ein Kapital von 379 Millionen US-Dollar, wobei Banken und Fonds wichtige Anteile halten, um die Stabilität zu gewährleisten.
  • Alle Krypto-Assets müssen Dong-basiert sein und von vietnamesischen Firmen ausgegeben werden, wobei der ausländische Input begrenzt ist.

Vietnam hat einen entscheidenden Schritt zur Regulierung seines schnell wachsenden Marktes für digitale Vermögenswerte unternommen, indem es ein fünfjähriges Pilotprogramm für den Handel mit Krypto-Assets genehmigt hat, berichtete Bloomberg.

Der Schritt zielt darauf ab, Aktivitäten zu formalisieren, die ohne rechtliche Aufsicht floriert haben, und klare Strukturen für Handel, Ausgabe und Zahlungen zu schaffen.

Dem Plan zufolge dürfen nur vietnamesische Firmen Plattformen betreiben, und alle Transaktionen müssen in vietnamesischen Dong durchgeführt werden.

Durch die Schaffung strenger Regeln für Kapital, Eigentum und Anlegerberechtigung positioniert sich die Regierung so, dass sie die Marktnachfrage mit finanzieller Sicherheit in Einklang bringt.

Strenge Kapital- und Eigentumsanforderungen

Einer der bemerkenswertesten Aspekte des Rahmenwerks ist die Kapitalanforderung für potenzielle Broker. Um zu funktionieren, müssen die Anbieter mindestens 10 Billionen Dong halten.

Davon müssen 65 % von institutionellen Anlegern stammen, um sicherzustellen, dass große, etablierte Unternehmen eine Mehrheitsrolle bei der Finanzierung übernehmen.

Die Regeln legen auch fest, dass mindestens zwei dieser Anleger etablierte Organisationen wie Geschäftsbanken, Wertpapierhäuser oder Fondsmanager sein müssen. Zusammen müssen sie über 35 % der Eigentumsanteile an der Plattform halten.

Die Regierung hat die ausländische Beteiligung weiter eingeschränkt. Ausländische Anleger dürfen nicht mehr als 49 % an einem lizenzierten Anbieter halten, während institutionelle und private Anleger nur an einem Börsenanbieter teilnehmen dürfen.

Diese Maßnahmen unterstreichen die Strategie, den Sektor unter inländischer Kontrolle zu halten und gleichzeitig ein gewisses Maß an internationaler Beteiligung zu ermöglichen.

Fokus auf Dong-basierte Krypto-Assets

Der Rahmen schreibt vor, dass alle in Vietnam ausgegebenen Krypto-Assets an Immobilien gebunden sein müssen, mit Ausnahme von Wertpapieren und Fiat-Geld.

Diese Vermögenswerte können nur an ausländische Investoren ausgegeben werden, und die Transaktionen müssen auf die lokale Währung, den vietnamesischen Dong, lauten.

Durch die Festlegung dieser Regeln zieht die Regierung eine Grenze zwischen regulierten kryptogestützten Vermögenswerten und anderen Formen wie Wertpapieren oder Stablecoins, die an Fiat-Währungen gekoppelt sind.

Dieser Ansatz ermöglicht es Vietnam, die Kontrolle über den Kapitalfluss zu behalten und das Risiko der Währungssubstitution zu verringern, während gleichzeitig sichergestellt wird, dass Krypto-Aktivitäten an materielle Vermögenswerte gebunden bleiben.

Emittenten dieser Vermögenswerte müssen auch vietnamesische Unternehmen sein, was den Schwerpunkt auf inländisches Eigentum und Rechenschaftspflicht verstärkt.

Beschränkungen des Zugangs und des Handels

Der Zugang der Anleger zu diesen Plattformen wurde durch den neuen Beschluss eingeschränkt. Nur vietnamesische Staatsangehörige, die bereits Krypto-Assets halten, sind zusammen mit ausländischen Investoren berechtigt, Konten bei lizenzierten Broker zu eröffnen.

Dies schafft eine geschlossene Umgebung, in der nur bestehende Inhaber und externe Anleger teilnehmen können, wodurch der Kreis derjenigen, die sich direkt am Handel beteiligen können, eingeschränkt wird.

Die Maßnahme spiegelt eine vorsichtige Haltung der Regulierungsbehörden wider, die darauf abzielen, dem Markt ein Wachstum zu ermöglichen und gleichzeitig die Beteiligung genau zu überwachen und die Exposition der breiteren inländischen Bevölkerung zu begrenzen.

Mit der Schaffung von Marktzutrittsschranken signalisiert Vietnam seine Absicht, die Nachfrage zu regulieren, ohne unkontrollierte Spekulationen im Einzelhandel zu fördern.

Aufbau einer heimischen Kryptoindustrie

Vietnam gilt seit langem als einer der aktivsten Märkte für Kryptowährungen, mit einer weit verbreiteten Akzeptanz im Einzelhandel, obwohl es keinen rechtlichen Rahmen gibt.

Das Pilotprogramm, das über fünf Jahre laufen wird, zielt darauf ab, diese Aktivitäten in regulierte Kanäle zu verlagern und eine nachhaltige heimische Industrie um sie herum aufzubauen.

Durch die Beschränkung der Bereitstellung von Plattformen und Emissionen an vietnamesische Unternehmen stellt die Regierung sicher, dass die wirtschaftlichen Vorteile und die regulatorische Aufsicht innerhalb der nationalen Grenzen bleiben.

Die Aufnahme strenger Kapitalschwellen, der Beteiligung institutioneller Anleger und der Eigentumsregeln spiegelt den Wunsch wider, das Entstehen unterfinanzierter oder riskanter Plattformen zu verhindern.

Gleichzeitig bietet das Programm ausländischen Investoren die Möglichkeit, sich im Rahmen begrenzter Grenzen zu beteiligen, und richtet die vietnamesische Kryptopolitik an den umfassenderen Zielen der wirtschaftlichen Sicherheit und kontrollierten Offenheit aus.