Trump wählt Indiens Premierminister Modi und dankt ihm für seine Unterstützung im Ukraine-Krieg

Trump wählt Indiens Premierminister Modi und dankt ihm für seine Unterstützung im Ukraine-Krieg
Devesh Kumar
17. Sept. 2025, 04:31 AM
  • Trump dankt Modi bei einer persönlichen Geburtstagsfeier für die Unterstützung der Friedensbemühungen in der Ukraine.
  • Der Aufruf erfolgt inmitten eines Tauwetters in den angespannten Beziehungen zwischen den USA und Indien wegen Zöllen und russischem Öl.
  • Die Staats- und Regierungschefs sind bestrebt, die Handels- und diplomatischen Beziehungen für eine langfristige Zusammenarbeit zu stärken.

US-Präsident Donald Trump wählte den indischen Premierminister Narendra Modi zu einem sehr persönlichen Gespräch, in dem Geburtstagswünsche mit hochkarätiger globaler Diplomatie verbunden waren.

Das Telefonat war ihr erstes direktes Gespräch seit Monaten und fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt: Washingtons Vorstoß zur Beilegung des Ukraine-Krieges und ein erneutes Tauwetter in den Beziehungen zwischen den USA und Indien nach Wochen harter Handelsrhetorik.

Trump, der den Austausch als "wunderbar" bezeichnete, dankte Modi öffentlich für seine Unterstützung bei der Suche nach einer friedlichen Lösung des blutigen Russland-Ukraine-Konflikts.

Der Premierminister antwortete mit einer freundlichen Botschaft zu X, in der er sowohl seine Freundschaft als auch sein Engagement zum Ausdruck brachte, die Partnerschaft zwischen den USA und Indien auf "neue Höhen" zu heben, während er Trumps Bemühungen in der Ukraine unterstützte.

Neustart zwischen den USA und Indien: Freundschaft, Handel und Friedensbemühungen in der Ukraine

Der Kontext von Trumps Anruf war genauso wichtig wie das Gespräch selbst.

Im August waren die Beziehungen zwischen dem Weißen Haus und Neu-Delhi in eine schwierige Phase geraten: Washington verhängte hohe Zölle auf indische Waren und kritisierte Indiens fortgesetzte Käufe von russischem Öl scharf und behauptete, Indien finanziere "indirekt" die Kriegsmaschinerie des Kremls.

Doch Trumps Geburtstagsfeier und Modis herzliche Reaktion signalisierten eine Wiedereröffnung der diplomatischen Wege.

Handelsunterhändler beider Länder verbrachten am selben Tag, an dem die Staats- und Regierungschefs telefonierten, fast sieben Stunden lang in Marathonsitzungen in Neu-Delhi, um nach Wegen zu suchen, die Zölle zu lösen und die nächste Phase eines "für beide Seiten vorteilhaften" Handelsabkommens einzuleiten.

Trump nannte Indien einen "ganz besonderen Partner" und äußerte sich zuversichtlich in die laufenden Handelsgespräche und das Potenzial für eine bessere wirtschaftliche Zukunft.

Modi, der sich immer wieder für einen baldigen Frieden in der Ukraine einsetzte, sagte in den vergangenen Monaten auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass "Friedensbemühungen inmitten von Bomben und Kugeln keinen Erfolg haben".

Indiens Rolle als diplomatische Brücke hat an Bedeutung gewonnen.

Das Land hat Treffen mit den Außenministern der Ukraine und Russlands ausgerichtet, direkte Vermittlung angeboten und öffentlich seine Unterstützung für die Beendigung des Konflikts durch "Dialog und Diplomatie" zum Ausdruck gebracht und seinen Platz als einer der wenigen globalen Akteure bekräftigt, denen beide Seiten als Vermittler vertrauen.

Nach Angaben von Beamten ist Neu-Delhi weiterhin bereit, "alle konstruktiven Bemühungen" für einen dauerhaften Frieden zu unterstützen, und betont weiterhin, dass Lösungen am Verhandlungstisch gefunden werden müssen.

Ein neues Kapitel?

Die Dynamik des Austauschs zwischen Trump und Modi spiegelt eine umfassendere Neukalibrierung der Strategie beider Nationen wider.

Da sich der Krieg in der Ukraine hinzieht und sich die Aufmerksamkeit der Welt zunehmend auf die humanitären und wirtschaftlichen Folgen richtet, ist Washington bestrebt, eine stärkere Beteiligung Indiens zu fördern, nicht nur in Friedensverhandlungen, sondern auch als stabilisierende Kraft im indopazifischen Raum.

Trumps Entscheidung, Modis Geburtstag zu einem Anlass für Dankbarkeit und eine erneuerte Partnerschaft zu machen, wird als Zeichen von Ambitionen gewertet, die über bloße Symbolik hinausgehen.

Indische Diplomaten bestehen darauf, dass jeder dauerhafte Frieden einen breiten internationalen Konsens erfordert, und der jüngste Dialog zwischen Modi und Trump bereitet den Weg für eine tiefere Zusammenarbeit, vielleicht sogar gemeinsame Initiativen, um Moskau und Kiew an den Verhandlungstisch zu bringen.

Die Wärme des jüngsten Aufrufs zeigt die Bereitschaft, wirtschaftliche Querelen hinter sich zu lassen und sich auf eine gemeinsame Vision für die Konfliktlösung zu einigen.

In einer Zeit, die von Krieg und Konkurrenz überschattet ist, scheinen die beiden größten Demokratien der Welt die Macht von "engen Freunden und natürlichen Partnern" wiederzuentdecken.

Mit Blick auf beide Hauptstädte scheint die Aussicht auf einen von Indien vermittelten Frieden in der Ukraine und eine harmonischere Beziehung zwischen den USA und Indien weniger fern denn je.