Europäische Märkte eröffnen: FTSE fällt um 1%, DAX fällt um 0,3% in einer scharfen Umkehr

Europäische Märkte eröffnen: FTSE fällt um 1%, DAX fällt um 0,3% in einer scharfen Umkehr
Deepali Singh
16. Okt. 2025, 09:54 AM
  • Die europäischen Aktien haben in dieser Woche in einer weiteren unruhigen Sitzung uneinheitlich eröffnet.
  • Der britische FTSE 100 ist mit einem starken Rückgang von 1 Prozent der größte Nachzügler.
  • Der Ausverkauf folgt auf ein Rekordhoch für den südkoreanischen Kospi über Nacht.

Die kurze und brillante Rallye, die die europäischen Märkte beehrte, hat ein abruptes und erschütterndes Ende gefunden.

Der starke Optimismus vom Mittwoch, der durch einen Anstieg der Luxusmarken angeheizt wurde, ist verschwunden und wurde am Donnerstag durch eine neue Verkaufswelle ersetzt, die den Londoner Leitindex abstürzen ließ und ein erneutes Gefühl der Unsicherheit über die Region warf.

Der paneuropäische Stoxx 600 bewegte sich im frühen Londoner Handel in der Nähe der Seitwärtslinie, ein Bild der Unentschlossenheit, das eine scharfe und schmerzhafte Umkehr der Gewinne des Vortages verbirgt.

Der britische FTSE-Index ist das Hauptleid und fiel kurz nach der Eröffnungsglocke um 1 Prozent, während der deutsche DAX und der französische CAC 40 ebenfalls im negativen Bereich liegen.

Vom französischen Hoch zum Londoner Tief

Dieses heftige Hin- und Herschaukeln der Stimmung ist die Geschichte der Woche. Am Mittwoch waren die Märkte in die Höhe geschnellt, wobei der französische CAC 40 um 2 Prozent zulegte und damit den größten Tagesgewinn seit Mai verzeichnete.

Diese Kundgebung wurde durch einen politischen Waffenstillstand ausgelöst, als der neue Premierminister des Landes, Sebastien Lecornu, versprach, eine umstrittene Rentenreform auszusetzen, ein Schritt, der die Befürchtungen vor einem bevorstehenden Zusammenbruch der Regierung zerstreute.

Aber diese Euphorie hat sich als flüchtig erwiesen. Der Markt ist nun wieder in eine defensive Haltung zurückgekehrt, eine Bewegung, die in krassem Gegensatz zur bullischen Stimmung in anderen Teilen der Welt steht.

Eine Welt widersprüchlicher Signale

Dieser Rückzug in Europa ist ein deutlicher Bruch mit dem Optimismus, der über Nacht in Asien zu beobachten war, wo der südkoreanische Kospi-Index ein Rekordhoch erreicht hatte.

Er unterscheidet sich auch von der Widerstandsfähigkeit an der Wall Street, wo starke Bankerträge den Anlegern geholfen haben, über den anhaltenden Shutdown der US-Regierung und die anhaltende Gefahr eines Handelskriegs mit China hinwegzusehen.

Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass Europa nun mit seinen ganz eigenen Ängsten zu kämpfen hat. Die politische Lage in Frankreich hat sich zwar vorübergehend beruhigt, bleibt aber ein wichtiger Schwerpunkt.

Aber der unmittelbarere und greifbarere Test wird im Laufe des Tages kommen, mit der Veröffentlichung der neuesten monatlichen britischen BIP-Daten, einem Bericht, der einen entscheidenden Gesundheitscheck für eine große europäische Volkswirtschaft darstellen wird.

Während die Finanzchefs der Welt ihre Jahrestagung in Washington fortsetzen, wird eine Reihe von hochkarätigen Interviews mit den mächtigsten europäischen Zentralbankern – darunter die Chefs der deutschen, französischen und belgischen Zentralbanken – auf jeden Hinweis auf einen Politikwechsel untersucht.

In einem Markt, der von solch tiefgreifenden und widersprüchlichen Signalen erfasst wird, ist die einzige Gewissheit weitere Volatilität.