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IAG-Aktienkurs-Prognose: Wie geht es weiter für den Mutterkonzern von British Airways nach den Zahlen?

IAG-Aktienkurs-Prognose: Wie geht es weiter für den Mutterkonzern von British Airways nach den Zahlen?
Crispus Nyaga
31. Juli 2026, 12:39 PM

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IAG (Muttergesellschaft von British Airways)

Buy IAG. Die Ergebnisse waren gemischt: operatives Ergebnis -14,4 %, Gewinn nach Steuern (PAT) -20 %, aber der Free Cashflow stieg auf €2,9 Mrd.; Treibstoffkosten werden über Preiserhöhungen und Hedging ausgeglichen, und das Loyalty‑Geschäft wächst weiter (~10 % YoY). Das Management signalisierte eine unveränderte Kapazität für das Gesamtjahr und setzt die Rückkäufe fort (bereits €800 Mio. von €1,5 Mrd. umgesetzt). Die technische Analyse unterstützt weiteres Aufwärtspotenzial: Kurs über 200‑Tage‑EMA, Retest eines wichtigen Pivot‑Niveaus und Ausbildung einer bullischen‑Engulfing‑Formation; Ziel ist ein Retest in Richtung 492p.

Kernrisiko: Treibstoffpreise steigen schneller, als IAG diese über Preise oder Hedging weitergeben kann, was den Cashflow einbrechen lässt und zu Kapazitätskürzungen oder einer Aussetzung der Rückkäufe zwingt.

IAG‑Rückkaufdynamik

Buy IAG gezielt wegen des Zusatzeffekts durch den höheren Free Cashflow: Mehr freier Cashflow plus ein aktives Rückkaufprogramm verknappen typischerweise die Aktienanzahl und heben Kennzahlen je Aktie, selbst wenn das Ergebniskrone schwankt. Da die Kapazität voraussichtlich stabil bleibt, verlagert sich der Marktfokus von „Wachstumsplänen“ auf „Renditen“, was zu einer Aufwertung der Aktie in Richtung früherer Hochs führen kann.

Kernrisiko: Das Management reduziert oder stoppt die Rückkäufe, weil der Cashflow im weiteren Jahresverlauf einbricht (z. B. durch Treibstoff‑ oder FX‑Schocks), wodurch die Unterstützung pro Aktie entfällt.

  • IAG‑Aktie fiel und erholte sich nach der Veröffentlichung der Ergebnisse.
  • Der Umsatz des Unternehmens stieg im ersten Halbjahr des Jahres.
  • Der anhaltende US‑Iran‑Konflikt drückte die Gewinne deutlich nach unten.

International Consolidated Airlines (IAG) fiel im Aktienkurs auf 414p und erholte sich anschließend, nachdem das Unternehmen gemischte Finanzergebnisse im Kontext des anhaltenden US‑Iran-Konflikts veröffentlicht hatte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag IAG bei 435p, rund 12 % unter seinem diesjährigen Höchststand.

IAG streicht Wachstumspläne

IAG, die Muttergesellschaft von British Airways, Aer Lingus, Iberia und Vueling, meldete starke Finanzergebnisse. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr des Jahres um 1 % auf €16 Milliarden. Im zweiten Quartal legte der Umsatz moderat auf €8,8 Milliarden zu.

Das operative Ergebnis (Operating Profit) sank jedoch um 14,4 % auf €1,6 Milliarden, während der Gewinn nach Steuern (PAT) um 20 % auf €1,03 Milliarden zurückging. Dieser Rückgang ist auf gestiegene Treibstoffkosten im Zuge des US‑Iran-Konflikts zurückzuführen. IATA‑Daten zeigen, dass der durchschnittliche Kerosinpreis auf $160 stieg, ein Plus von 23 % gegenüber dem Vormonat und 77,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Wichtig ist, dass der Free Cashflow des Unternehmens im ersten Halbjahr auf €2,9 Mrd. anstieg (vorher €2,09 Mrd. im Vorjahreszeitraum). Diese Verbesserung resultierte aus dem Timing von Flugzeuglieferungen und aus Zahlungen an Steuerbehörden im Vorjahr. IAG hat die steigenden Kosten durch Preiserhöhungen und Treibstoff‑Hedging abgefedert. 

Das Geschäft profitierte besonders vom Nordamerika‑Geschäft, das rund 30 % des Konzerns ausmacht. Dahinter folgt das Geschäft in Südamerika, getragen von Iberia, British Airways und LEVEL. Weitere wichtige Säulen sind das Europa‑ und das Inlandsgeschäft.

Bemerkenswert ist, dass das kapitalleichte Loyalty‑Geschäft von IAG weiterwächst und um rund 10 % im Jahresvergleich (YoY) expandiert. Man peilt mittelfristig €1 Mrd. operativen Gewinn an. Das Loyalty‑Geschäft wuchs um 3,4 %; das Betriebsergebnis stieg auf €239 Mio.

IAG hat zudem die Rückflüsse an die Aktionäre erhöht. Von dem im Februar angekündigten Aktienrückkaufprogramm in Höhe von €1,5 Mrd. wurden bereits €800 Mio. ausgeführt. Der CEO erklärte in einer Stellungnahme:

„Wir sind gut positioniert, um mit diesen kurzfristigen Gegenwinden umzugehen: ein diversifiziertes Portfolio erstklassiger Marken in großen und attraktiven Märkten; branchenführende Margen; signifikanter Free Cashflow und eine starke Bilanz; sowie attraktive Aktionärsrenditen.“

Der IAG‑Kurs schwankte, nachdem das Management die Kapazitäten reduziert hatte. Man wies darauf hin, dass rund 57 % der Kapazität für das zweite Halbjahr gebucht sind, und das Management erwartet, dass die Jahreskapazität unverändert bleibt. 

Technische Analyse des IAG‑Aktienkurses

IAG-Aktienkurs

Die IAG‑Aktie hat in den vergangenen Wochen nachgegeben und ist von einem Hoch von 492p im Juni auf ein Tief von 414p gefallen. Das Tief war bemerkenswert, da es mit der aufsteigenden Trendlinie zusammenfiel, die die Tiefs seit dem 23. März verbindet. 

Der Kurs lag zudem leicht über dem 200‑Tage‑EMA (Exponentiell gewichteter gleitender Durchschnitt), ein Zeichen dafür, dass der Aufwärtstrend intakt ist. Er hat nun das Strong‑Pivot‑Reverse‑Level des Murrey‑Math‑Lines‑Tools erneut getestet.

Die Aktie bildet außerdem langsam eine bullische‑Engulfing‑Formation aus. Daher ist es wahrscheinlich, dass der Kurs weiter steigt, möglicherweise zurück zum Jahreshoch von 492p, dem Höchststand im Juni. Ein Bruch unter das heutige Tief bei 414p würde die bullische Perspektive ungültig machen.