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IAG-Aktienkurs im Fokus vor Q2-Ergebnissen: kaufen oder verkaufen?

IAG-Aktienkurs im Fokus vor Q2-Ergebnissen: kaufen oder verkaufen?
Crispus Nyaga
30. Juli 2026, 10:01 AM

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IAG (buy)

IAG kaufen. Kerosin ist teurer geworden, aber IAG sichert sich ab und hat bereits gezeigt, dass es Preissteigerungen durchreichen kann und auf das Loyalty‑(asset‑light)‑Geschäft zurückgreifen kann, um die Margen zu stützen. Die Aktie ist zudem technisch überverkauft (unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt, RSI < 50) nach einem starken Rückgang, was eine Erholung nach den Quartalszahlen ermöglichen könnte, falls das Management eine begrenzte Nettoauswirkung bestätigt.

Kernrisiko: Treibstoff‑Hedgings laufen schneller aus als erwartet und das Management signalisiert einen deutlich größeren Margenverlust als vom Markt eingepreist.

US-Fluggesellschaften (sell)

Unabgesicherte Engagements in US‑Airlines verkaufen (z. B. American Airlines Group—AAL). Der Artikel hebt hervor, dass höhere Kerosinpreise massive Kosten für Airlines ohne Absicherung verursachen (United nannte ~$6B). Wenn IAGs Absicherungen helfen, vergrößert sich die Lücke gegenüber US‑Peers, und der Markt wird die Ertragskraft der US‑Airlines nach unten neu bewerten.

Kernrisiko: US‑Airlines können nachweisen, dass sie Treibstoffkosten schneller als erwartet über Preise/zusätzliche Einnahmen ausgleichen können, wodurch die Gewinnlücke schrumpft.

  • Der IAG‑Aktienkurs steht im Fokus, wenn das Unternehmen am Freitag seine Quartalszahlen veröffentlicht.
  • Das Management wird zur Auswirkung des anhaltenden US‑Iran‑Konflikts Stellung nehmen.
  • Technische Indikatoren deuten darauf hin, dass die Aktie in London auf etwa 400p fallen könnte.

Der Aktienkurs der International Consolidated Airlines Group (IAG) geriet in Turbulenzen und fiel nach einem Rückgang um 14.30% gegenüber seinem diesjährigen Höchststand in eine technische Korrektur. Er sank, als die Kerosinpreise im Zuge des Wiederauflebens des US‑Iran‑Konflikts stiegen; der Fokus richtet sich nun auf die bevorstehenden Quartalszahlen.

IAG-Aktienkurs im Blick, da Kerosinpreise steigen

International Consolidated Airlines Group, die Muttergesellschaft von British Airways und Aer Lingus, hat in den vergangenen Wochen nachgegeben, nachdem sich die Angriffe zwischen den USA und dem Iran wieder aufgenommen haben.

Das US‑Militär führte in der Nacht umfangreiche Angriffe auf iranische Ziele durch, nachdem der Iran überraschend Angriffe auf US‑Stützpunkte in Jordanien gestartet hatte. Iran hat ebenfalls mit umfangreichen Angriffen auf US‑Ziele im Nahen Osten reagiert.

Rohölpreise sind in den letzten Wochen deutlich gestiegen, wobei Brent und der West Texas Intermediate (WTI) sich der Marke von $90 pro Barrel nähern. IATA‑Daten zeigen, dass sich die Kerosinpreise erholt haben, wobei der wöchentliche Durchschnittspreis um 7.1% auf $160 pro Barrel gestiegen ist. Im Monatsvergleich (MoM) sprang er um über 23.9% und im Jahresvergleich (YoY) um 77.8%. 

IAG und andere Fluggesellschaften sind von den steigenden Kerosinpreisen betroffen, da dieses in der Regel zu den größten Kosten gehört. Um diesen Anstieg auszugleichen, setzt IAG auf Hedging und Preiserhöhungen auf seinen wichtigen Strecken.

Die jüngsten Ergebnisse der meisten Airlines zeigten, dass ihre Umsätze im zweiten Quartal durch höhere Preise stark anstiegen. Allerdings wurden ihre Gewinne durch die höheren Kerosinpreise belastet, was vor allem US‑Airlines ohne Absicherung traf. In einer Stellungnahme erklärte United Airlines, dass die höheren Preise in diesem Jahr nahezu $6 billion zu seinen Ausgaben hinzufügen werden.

IAG veröffentlicht seine Quartalszahlen am Freitag

Der nächste wichtige Katalysator für den IAG‑Aktienkurs ist der am Freitag erscheinende Ergebnisbericht. Diese Zahlen sollen mehr Klarheit über das Geschäft geben vor dem Hintergrund des anhaltenden US‑Iran‑Konflikts und darüber, wie sich die Kerosinpreise auf die Geschäftstätigkeit auswirken.

Der Konsens von 22 Analysten geht davon aus, dass das operative Ergebnis im zweiten Quartal auf 1.36 billion euros gesunken ist gegenüber 1.68 billion euros im Vorjahreszeitraum, da die Treibstoffpreise gestiegen sind.

Die jüngsten Zahlen zeigten, dass IAGs Umsatz im ersten Quartal um 1.9% auf 7.18 billion euros gestiegen ist, gestützt durch das Transatlantikgeschäft. Das operative Ergebnis stieg um 77.3%, wobei das Management den begrenzten Einfluss des Nahostkonflikts anführte. 

Zudem wies das Unternehmen auf sein asset-light-Loyalty-Geschäft hin, dessen Umsatz im Quartal um 10% gewachsen ist.

Technische Analyse des IAG-Aktienkurses

IAG-Aktienkurs-Chart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass die IAG‑Aktie in den letzten Tagen einem steilen Abwärtstrend folgt und sich von einem Hoch von 492p auf aktuell 432p bewegt hat. Sie ist bereits unter den 50‑Tage‑Gleitenden Durchschnitt gefallen, während der Relative Strength Index (RSI) unter die neutrale Marke von 50 gefallen ist.

Diese technischen Indikatoren deuten darauf hin, dass die Aktie wahrscheinlich weiter fallen wird, da Verkäufer das nächste wichtige Unterstützungsniveau bei 400p ins Visier nehmen. Langfristig dürfte die Aktie jedoch wieder anziehen, wenn sich die Nahostkrise entspannt. Sollte dies eintreten, ist ein Rücklauf in Richtung des bisherigen Jahreshochs von 492p nicht ausgeschlossen.