Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 stürzt um 1,5% ab, da sich die US-Bankenkrise ausweitet

Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 stürzt um 1,5% ab, da sich die US-Bankenkrise ausweitet
Deepali Singh
17. Okt. 2025, 10:01 AM
  • Europäische Aktien stürzen ab, wobei der Stoxx 600 um 1,5 Prozent nachgab.
  • Der Ausverkauf wird durch die Angst vor einer sich ausweitenden regionalen Bankenkrise in den USA angetrieben.
  • Am stärksten betroffen ist der europäische Bankensektor, der um 2,4 Prozent einbrach.

Eine mächtige Welle der Angst, die in der unruhigen Welt des US-Regionalbankwesens geboren wurde, hat den Atlantik überquert und die europäischen Märkte am Freitag auf einen scharfen und brutalen Rückzug geschickt.

Der Ausverkauf, der auf dem besten Weg ist, der größte seit sechs Wochen zu werden, wird von einem Blutbad im Bankensektor angeführt, da sich eine Ansteckung der Angst vor verstecktem Kreditstress im globalen Finanzsystem ausbreitet.

Der kontinentweite STOXX 600 Index ist im frühen Handel um satte 1,5 Prozent gefallen, ein Rückgang, der so stark ist, dass er alle hart erkämpften Gewinne der Woche vollständig zunichte machen wird.

Das Blutbad im Bankensektor

Das Epizentrum der Marktschmerzen ist der Bankensektor. Der europäische Bankenindex ist um erstaunliche 2,4 Prozent gefallen, wobei die Giganten der Branche – darunter Deutsche Bank, Barclays und BNP Paribas – alle die Rückgänge anführten.

Die Schlappe ist eine direkte und beängstigende Reaktion auf einen dramatischen Ausverkauf in den Vereinigten Staaten am Donnerstag, wo der Index der US-Regionalbanken um 6,3 Prozent gefallen war.

Die amerikanische Krise wurde durch beunruhigende Ankündigungen von zwei regionalen Kreditgebern ausgelöst, die ein starkes und zutiefst beunruhigendes Narrativ von versteckten und potenziell weit verbreiteten Kreditproblemen befeuert haben.

Eine Drohung des Präsidenten, eine Kapitulation der Konzerne

Zu dieser breiteren Marktkrise kommt eine Reihe dramatischer, unternehmensspezifischer Entwicklungen hinzu.

Die Aktien des dänischen Pharmariesen Novo Nordisk sind um 4,6 Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump öffentlich erklärt hatte, dass der Preis des meistverkauften Medikaments des Unternehmens zur Gewichtsreduktion gesenkt werde und dass die Verhandlungen über die Preisänderungen "schnell" verlaufen würden.

Die Drohung mit dem Präsidenten hat den Gesundheitssektor, einen der wenigen, die als sicherer Hafen galten, erschüttert.

Unterdessen hat ein langer und erbitterter Unternehmenskampf in Spanien sein dramatisches Ende gefunden.

Die Aktien des Kreditgebers BBVA sind um 7 Prozent gestiegen, nachdem er schließlich seine Niederlage bei seinem feindlichen Übernahmeangebot in Höhe von 16,32 Milliarden Euro für seinen kleineren Rivalen Sabadell eingestanden hat.

Als Zeichen der Kapitulation kündigte die BBVA an, ihr Vergütungsprogramm für die Aktionäre sofort wieder aufzunehmen, ein klares Signal, dass der Kampf vorbei ist. Die Nachricht ließ die Aktien des Übernahmeziels Sabadell um 7 Prozent fallen.

Im Moment befindet sich der Markt fest im Griff der Bären, da eine Krise, die im Herzen des amerikanischen Bankensystems begann, eine starke und schädliche Welle über den Globus sendet.