Raubüberfall auf das Louvre-Museum schockiert Frankreich: Acht Kronjuwelen verschwinden innerhalb von Minuten

Raubüberfall auf das Louvre-Museum schockiert Frankreich: Acht Kronjuwelen verschwinden innerhalb von Minuten
Diya Poddar
20. Okt. 2025, 11:01 AM
  • Der Raubüberfall dauerte weniger als zehn Minuten und erforderte einen mechanischen Aufzug und Elektrowerkzeuge.
  • Zu den gestohlenen Gegenständen gehören Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen aus dem 19. Jahrhundert.
  • Eine Krone wurde in der Nähe des Tatorts beschädigt geborgen.

Bei einem der dreistesten Raubüberfälle bei Tageslicht in der modernen französischen Geschichte brachen Diebe in das Louvre-Museum in Paris ein und stahlen in weniger als zehn Minuten acht kaiserliche Schmuckstücke.

Der Einbruch, der sich am Sonntagmorgen ereignete, hat die Behörden fassungslos gemacht und dringende Fragen über die Sicherheit des meistbesuchten Museums der Welt aufgeworfen.

Der Raubüberfall zielte auf die Galerie d'Apollon ab, in der die französischen Kronjuwelen und der berühmte Regent-Diamant aufbewahrt werden.

Während der Diamant selbst unberührt blieb, umfasst die gestohlene Sammlung unbezahlbare Diademe, Broschen, Halsketten und Ohrringe aus dem 19. Jahrhundert.

Wie sich der Raubüberfall abspielte

Am 19. Oktober 2025 gegen 9:30 Uhr Ortszeit trafen vier maskierte Diebe vor dem Louvre am Ufer der Seine ein.

Mit einem Lastwagen, der mit einem mechanischen Aufzug ausgestattet war, fuhren sie zu einem Balkonfenster im ersten Stock, das einen direkten Zugang zur Galerie d'Apollon bot.

Die Ermittler sagen, dass die Gruppe Elektrowerkzeuge - darunter einen Winkelschleifer und Trennscheiben - benutzte, um das Glas zu durchtrennen und in das Gebäude einzudringen.

Im Inneren zerschlugen die Räuber zwei Vitrinen mit imperialem Schmuck, sammelten ihre Beute ein und flüchteten auf Motorrollern, die in der Nähe warteten.

Die gesamte Operation war in weniger als sieben Minuten abgeschlossen. Es wurden keine Verletzten gemeldet, aber das Museumspersonal löste eine Evakuierung aus und die Polizei sperrte die umliegenden Straßen ab.

Sicherheitsaufnahmen zeigen, wie die Diebe mit militärischer Präzision vorgehen.

Zwei von ihnen waren Berichten zufolge als Bauarbeiter verkleidet und mischten sich in den Bereich, in dem die laufenden Renovierungsarbeiten die Sicherheitskontrollen vorübergehend reduziert hatten.

Die Alarmanlage des Museums ging wie geplant los, aber als die Wärter die Galerie erreichten, waren die Verdächtigen bereits verschwunden.

Was gestohlen wurde

Die Behörden bestätigten, dass acht Artefakte aus der französischen Kronjuwelensammlung entwendet wurden.

Zu den fehlenden Gegenständen gehören ein Saphir-Diadem, eine Halskette und ein Ohrring-Set, das einst den Königinnen Marie-Amélie und Hortense gehörte; eine Smaragdkette und passende Ohrringe von Kaiserin Marie-Louise; ein Diadem und eine Brosche von Kaiserin Eugénie, der Frau von Napoleon III.; und eine Reliquienbrosche von religiöser Bedeutung.

Jedes Stück ist mit Hunderten von Diamanten und Edelsteinen geschmückt, was den kulturellen Gesamtverlust unermesslich macht.

Zwei weitere Gegenstände, darunter die Krone von Kaiserin Eugénie, wurden während der Flucht fallen gelassen und später in der Nähe des Museumsausgangs beschädigt geborgen.

Experten gehen davon aus, dass die Diebe es absichtlich auf leichtere, tragbarere Stücke abgesehen haben als auf die schwer bewachte Krone oder den Regent-Diamanten im Wert von über 60 Millionen US-Dollar.

Was haben die Ermittler bisher herausgefunden?

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine groß angelegte strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, an der mehrere Polizeieinheiten und forensische Teams beteiligt sind.

Die Ermittler untersuchen Aufnahmen von Überwachungskameras, verfolgen den Fluchtweg entlang der Seine und suchen nach Beweisen in verlassenen Baumaschinen, die in der Nähe des Museums zurückgelassen wurden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe detaillierte Kenntnisse über das Layout, den Zeitplan und den Renovierungsplan des Museums hatte - was auf Insiderinformationen oder die Beteiligung eines ehemaligen Auftragnehmers hindeutet.

Forensische Teams bargen Spuren von verbranntem Treibstoff und Metallspänen in der Nähe des Balkoneingangs, was mit dem Einsatz von Schleifmaschinen und Lötlampen übereinstimmt.

Die Polizei vermutet auch, dass die Bande versuchte, ihr Fahrzeug in Brand zu setzen, aber von einem Museumsmitarbeiter gestoppt wurde, bevor sie flüchtete.

Experten warnen, dass die Bergung des Schmucks schwierig sein wird, wenn die Stücke zerlegt oder die Edelsteine neu geschliffen werden, um die Erkennungsmerkmale zu verwischen.

Die französischen Behörden haben sich mit Interpol und den Nachbarländern in Verbindung gesetzt, um den Schwarzhandel oder Versuche, die Juwelen ins Ausland zu schmuggeln, zu überwachen.

Die Polizei verfolgt weiterhin Spuren, während die forensische Analyse voranschreitet, wobei erste Berichte darauf hindeuten, dass dieselbe Gruppe mit früheren hochwertigen Raubüberfällen in ganz Europa in Verbindung stehen könnte.

Der Louvre bleibt bis auf weiteres geschlossen, während die Behörden das Ausmaß der Schäden beurteilen und die Notfallmaßnahmen überprüfen.