USA und Australien unterzeichnen Partnerschaft für Seltene Erden, um Chinas Dominanz entgegenzuwirken

USA und Australien unterzeichnen Partnerschaft für Seltene Erden, um Chinas Dominanz entgegenzuwirken
Ananthu C U
20. Okt. 2025, 21:30 PM
  • Der Pakt zwischen den USA und Australien zielt auf Seltenerdprojekte im Wert von 8,5 Milliarden US-Dollar ab, um der Dominanz Chinas entgegenzuwirken.
  • Der Deal umfasst eine sofortige Investition in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar und eine Zusammenarbeit in den Bereichen Bergbau, Verarbeitung und Regulierung.
  • Der Aktienkurs von Lynas steigt, da die Partnerschaft zwischen den USA und Australien darauf abzielt, die Lieferketten für kritische Mineralien zu sichern.

Die Vereinigten Staaten und Australien haben ein neues Abkommen getroffen, das darauf abzielt, das Angebot an Seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien zu stärken, was die anhaltende Besorgnis über Chinas Marktdominanz widerspiegelt.

Das Abkommen ist Teil der umfassenderen Bemühungen der Trump-Regierung, sich den strategischen Zugang zu diesen wichtigen Materialien zu sichern, die für Verteidigungsausrüstung, Computerchips und Elektrofahrzeuge von entscheidender Bedeutung sind.

8,5 Milliarden US-Dollar Pipeline und sofortige Investitionen

Der australische Premierminister Anthony Albanese sagte, die Partnerschaft werde eine Pipeline von 8,5 Milliarden US-Dollar in "einsatzbereiten" Projekten unterstützen, die darauf abzielen, die Bergbau- und Verarbeitungskapazitäten in beiden Ländern zu erweitern.

Laut einem Rahmentext, der zusammen mit dem Abkommen veröffentlicht wurde, werden die USA und Australien in den nächsten sechs Monaten gemeinsam 1 Milliarde US-Dollar in Projekte investieren.

Albanese betonte, dass die Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien zwar seit der ersten Amtszeit der Trump-Regierung im Gange sei, dieses jüngste Abkommen die Partnerschaft jedoch auf eine "nächste Stufe" bringe.

Es wird erwartet, dass die Vereinbarung Investitionen in drei Hauptbereichen beschleunigen wird, einschließlich der US-Finanzierung für Verarbeitungsanlagen in Australien.

Die beiden Regierungen werden auch bei regulatorischen Rahmenbedingungen zusammenarbeiten, einschließlich Preisgestaltung, Genehmigungen und Richtlinien für die staatliche Überprüfung kritischer Mineralprojekte und Unternehmensverkäufe.

Chinas Markteinfluss und Versorgungsrisiken

China kontrolliert derzeit rund 70 % des weltweiten Abbaus von Seltenen Erden und verarbeitet etwa 90 % dieser Materialien.

Diese starke Konzentration hat US-Unternehmen verwundbar gemacht, insbesondere angesichts der Handelsspannungen und der jüngsten Restriktionen, die Peking als Reaktion auf neue US-Zölle verhängt hat.

Das Abkommen soll solche Risiken mindern, indem es eine sicherere Lieferkette für wichtige Mineralien gewährleistet.

Die USA bestätigten unabhängig voneinander Pläne, in den Bau einer fortschrittlichen Galliumraffinerie mit einer Kapazität von 100 Tonnen pro Jahr in Westaustralien zu investieren, und bereiten über die Export-Import-Bank eine Finanzierung in Höhe von rund 2,2 Milliarden US-Dollar vor, um andere Projekte für kritische Mineralien zu unterstützen.

In den letzten Monaten hat die Trump-Regierung auch in Unternehmen wie MP Materials in den USA sowie in die kanadischen Unternehmen Trilogy Metals und Lithium Americas investiert und im Rahmen des Unterstützungspakets Eigentumsanteile erworben.

Marktreaktion und strategische Implikationen

Im Vorfeld der Ankündigung stiegen die Aktien australischer Seltenerdunternehmen, darunter Lynas Rare Earths, aufgrund der Erwartung einer verstärkten Unterstützung.

Lynas, das zuvor einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium erhalten hat, entwickelt ein Projekt in Texas, das von einer engeren Zusammenarbeit zwischen den USA und Australien profitieren wird.

Trotz der hochrangigen Ankündigung war der Rahmen des Weißen Hauses spärlich in Bezug auf Details, was die heikle Natur der damit verbundenen geopolitischen und handelspolitischen Fragen unterstreicht.

Obwohl Australien eine wichtige Quelle für kritische Mineralien ist, sind das Land und die USA bei der Verarbeitung immer noch von China abhängig, was die Bemühungen, die Abhängigkeit von Peking zu verringern, noch komplexer macht.

China bleibt Australiens größter Handelspartner, was die strategischen Berechnungen, die dem Abkommen zugrunde liegen, weiter erschwert.

Die Partnerschaft zwischen den USA und Australien läutet eine neue Phase im globalen Wettbewerb um kritische Mineralien ein und spiegelt die Entschlossenheit beider Länder wider, von China unabhängige Lieferketten zu sichern.

Durch die Kombination von Investitionen, der Angleichung gesetzlicher Vorschriften und der Projektzusammenarbeit zielt das Abkommen darauf ab, die heimische Produktion zu stärken und gleichzeitig Industrien zu schützen, die von diesen lebenswichtigen Materialien abhängig sind.